Rente aber wann?

2 Antworten

Die abschlagsfreie Rente für besonders langjährig Versicherte könntest Du mit 63 Jahren und sechs Monaten beziehen, also ab August 2018.

Das wäre dann genau im Anschluss an Deine Altersteilzeit.

Siehe auch hier:

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_6/__236b.html

Die " neue Rente mit 63" gilt nur für Jahrgang 51 und 52.

Entschuldige, aber mein Adam Riese sagt mir, dass Juli + 6 Monate irgendwo im Januar landen müsste.

Ich würde mich da ja nicht einmischen, aber der August ist genau der Termin für mich - ich bin nicht so ein Jungspund.

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@Mikkey

Kein Problem, Du hast natürlich recht. Kopfrechnen schwach, Religion sehr gur ;-))))

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Danke, für die Antworten!

Leider kann ich mich mit meinen AG keine Verlängerung der ATZ mehr verhandeln, weil die Firma geschlossen wurde. Statt einer hohen Abfindung habe ich eine fiktive ATZ auf Basis von 50% Gehalt + 35% Aufstockung sowie 100% für die RV für 54 Monate vertraglich erhalten. Diese muss ich nun bei einer Transfergesellschaft absitzen.

Wenn ich nun nach 47,5 Arbeitsjahren mit 63 in die Rente (Ende der ATZ) gehen würde würde diese trotzdem um 9,9% (sind bei mir ca. 6,5 EGP) gekürzt werden. Ergo: Sollte es doch möglich sein, für 6 Monate ALG 1 als Brücke zu beantragen, oder?

Die zweite Alternative die ich mir intensive überlege ist: den Rentenantrag auf 6 Monate auf eigene Kosten zu verschieben. Im Gegenzug würde Ich mich dann bei meiner Ehefrau (Teilzeitbeschäftigte mit Steuerklasse 5) Familien Krankenversichern sowie die Steuerklassenändern, und ich müsste für meine ausgezahlten Direktversicherung keine KV- Beträge mehr bezahlen. Ist das richtig so in der Annahme?

ich müsste für meine ausgezahlten Direktversicherung keine KV- Beträge mehr bezahlen. Ist das richtig so in der Annahme? 

Das ist nicht richtig. Nur wenn deine Krankenkassenbeiträge über der Beitragsbemessungsgrenze  liegen, mußt du diese Beiträge nicht zahlen. Diese sind verteilt auf 10 Jahre.

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„ Was ich nun gehört habe, ist, dass Ich zwei realistische Optionen hätte: Nach der ATZ mit 63 Jahren in Rente zu gehen bei ein Abschlag, von 9,9%,  alternativ über ALG 1, 6 Monate zu überbrücken und dann Abschlagsfrei in Rente zu gehen. Habe ich das so richtig verstanden? „ 

Hast Du gehört, Wo , von welcher Person ? 

Unter bestimmten Umständen ist eine Anrechnung der Zeit des ALG 1 - Bezuges nach der ATZ möglich. @ Primus hat ja ausführlich darüber informiert. Ich empfehle für Deine individuelle Situation eine Beratung mit einem Anwalt für Arbeits- und Sozialrecht. 

Auf http://www.renten-recht.org/fruehrente/rente-63/#arbeitslosigkeit  

ist folgender Wortlaut zu lesen.: Bitte genau lesen und verstehen. 

„ Für die 45 Beitragsjahre zählen auch Zeiten, in denen Arbeitslosengeld I bezogen wurde. Ausnahme: In den letzten 2 Jahren vor dem jeweiligen Rentenbeginn werden Zeiten der Arbeitslosigkeit nicht angerechnet. Das soll Frühverrentungen mit 61 Jahren verhindern. Es könnte, so die Argumentation des Gesetzgebers, mit dem Arbeitgeber besprochen werden, dass dieser eine betriebsbedingte Kündigung ausspricht.
Anders wird die Arbeitslosigkeit in den letzten 2 Jahren vor der Rente behandelt, wenn sie unfreiwillig durch eine Insolvenz oder vollständige Geschäftsaufgabe des Arbeitgebers verursacht wurde. Dann wird die Arbeitslosigkeit für die erforderlichen 45 Beitragsjahre mitgerechnet.
Nach betriebsbedingten Kündigungen (s.o.) gilt dies wiederum nicht, um missbräuchliche Absprachen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern entgegenzuwirken. "

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Hallo Silberlocken, 

Du kannst erst mit 63 Jahren und 6 Monaten abschlagfrei d.h. also erst ab Januar 2019 in Rente gehen. Das wäre die Rente für besonders langjährig Versicherte (Rente mit 63 J bei 45 Jahren Beitragszeiten).  

Die Rentenauskunft skizziert den Eintritt in die Regelaltersrente, für den Jahrgang 1955 also mit 65 J und 9 Monaten. Die DRV geht immer von der Regelaltersrente aus (die wissen ja nicht welche Rentenart Du mal beantragen willst). 

Die letzte Möglichkeit ab 01.08.2018 direkt nach der Altersteilzeit wäre möglich, aber wie Du schon schreibst mit 9,9 % Abschlägen die für Dich ungünstigste Variante. Der Abschlag gilt ja dann lebenslang für die gesamte Bezugsdauer, aber das ist sicher bekannt. 

Es gibt drei Möglichkeiten sich die abschlagfreie Rente zu sichern, die erste wäre den Rentenantrag entsprechend später (6 Monate nach dem Ende der ATZ) zu stellen. Würde allerdings bedeuten man müsste die 6 Monate von Ersparnissen leben können und die Krankenversicherung / Pflegeversicherung selbst vollständig zu begleichen (statt 7,9 dann 15,5 % für die 6 Monate). 

Die zweite Möglichkeit je nach Modell der ATZ (z. Bsp. im Blockmodell) mit dem Arbeitgeber eine Verlängerung der ATZ um insgesamt 6 Monate zu vereinbaren. Das wären dann je 3 Monate für die aktive und die passive Phase. 

Die 3. Möglichkeit, wenn Variante 1+2 nicht möglich sind, wäre für die 6 Monate nach der ATZ noch einen 450 € - Job anzunehmen um das Problem mit der Krankenkasse zu vermeiden. 

Für welche Variante Sie sich auch entscheiden, empfehle ich eine Rentenberatung in einer Geschäftsstelle der DRV oder noch persönlicher mit einem sogenannten Versichertenältesten in Wohnortnähe. Die Versichertenältesten sind sachkundig und die Beratung erfolgt ehrenamtlich für die Versicherten und die DRV.  

3. Möglichkeit 450 € Job wegen Krankenkasse , da ist man nicht krankenversichert.

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@Angelsiep

Natürlich, wenn ich mich nicht irre ist die Krankenversicherung in Deutschland eine Pflichtversicherung. Der Arbeitgeber zahlt für einen geringfügig Beschäftigten nur pauschal aber er zahlt Sozialabgaben. 

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@billy

Hier ist man aber nicht pflichtversichert, sondern muss sich freiwillig bei der KV versichern!

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@turnmami

Verbreiten Sie doch bitte keine Halbwahrheiten, natürlich würde die Pflichtversicherung in der gesetzlichen KV, nur eben mit geringeren Beiträgen beibehalten. Nur weil der AN in ATZ ging, endet doch nicht seine gesetzliche KV. 

Für den Status eines freiwillig pflichtversicherten AN fehlt es an Einkommen. 

Im übrigen ging es sowohl in der Fragestellung als auch in meiner Antwort nicht um den Status sondern um die Beitragshöhe zur KV. 

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