Renovierung wg. Energieeffizienz an Wohnung. Miete soll nun steigen, aber 11%?

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3 Antworten

Also zunächst einmal zur Korrektur: Nicht die Miete soll um 11% steigen, sondern es soll eine Mieterhöhung in Höhe von 11% der wertverbessernden Aufwendungen geben. Das ist schon ein Unterschied.

Den Willen des Gesetzgebers könnte man aus den Gesetzesmaterialien entnehmen. Da ich keine Lust verspüre mich um diese Uhrzeit ins Hauptseminar der nächstgelegenen Universität zu begeben, schlage ich vor, dass Du es entweder selber machst oder mir einfach glaubst, dass man wohl von einer durchschnittlichen Amortisation der Investitionen innerhalb eines Zeitraums von 9 Jahren ausgeht. Ob das -wie von Dir unterstellt- "sehr hoch" ist, ist Frage der Verhältnisse. Wenn man mindestens den Betrag an Heizkosten innerhalb von 9 Jahren einspart, ist es angemessen. Spart man mehr ein, ist es sogar sehr niedrig.

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Kommentar von FamVers
04.01.2013, 21:34

ok, danke. Die Amortisation in 9 Jahren. Was mir nicht ganz einleuchtet, dass der Mieter hier so stark an der Zeche teilhat.

Ob die Heizkosten auch stark fallen, das sei dahingestellt.

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Die Antwort von Privatier59 ist selbsterklärend.

Wichtig ist darin die Bestimmung der Wertverbesserung. Der Vermieter wird die kompletten Modernisierungskosten ansetzen wollen. Abzuziehen wären allerdings zunächstFinanzierungszuschüsse der KfW. Ferner sind enthaltende Instandhaltungskomponenten abzusetzen. Daher ist der derzeitige Zustand der Fenster und Fassade gründlich durch Fotos und Beschreibungen, aber auch durch Beweissicherung morscher Fensterrahmenteile zu dokumentieren, wenn es später rechtliche Auseinandersetzungen geben sollte.

Ist die Fassade derzeit rissig und die Farbe schadhaft, dann können Putzausbesserungsarbeiten und der zweimalige Außenanstrich (bei der Wärmedämmung) sowie der Gerüstaufbau nicht als Modernisierungskosten weiterbelastet werden. Das Gerüst wäre für die Instandhaltungsarbeiten ja auch ohnehin notwendig.

Für die Fenstermodernisierung müssen gleichfalls die Instandsetzungskosten (auch die Malerarbeiten dafür) auf bisheriges Fensterniveau herausgerechnet werden. Daher auch der Hinweis auf die Beweissicherung mehrerer maroder bzw. sanierungsbedürftiger Holzteile. Diese finden sich beim Fensteraustausch meistens in den Baucontainern, wo man sich die passenden Stücke herausnehmen kann. Aber auch vor dem Ausbau schon die Fensteraussenseiten fotografieren und die maroden Stellen mit Kuli oder so markieren und später diese Teile sichern.

Der Gesetzentwurf ist hier zu finden: http://www.bmj.de/SharedDocs/Downloads/DE/pdfs/RegE_Gesetz_ueber_die_energetische_Modernisierung_von_vermietetem_Wohnraum_und_ueber_die_vereinfachte_Durchsetzung_von_Raeumungstiteln.pdf

Die anteiligen Kosten werden mit 25.000 Euro geschätzt.

Was muss ich mir unter "anteiligen Kosten" vorstellen?

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Bei 11% habe ich in 9 Jahren die Renovierung bezahlt

Richtig, streng genommen allerdings die Wertsteigerung deiner Wohnung durch zugluftfreies Wohnen und Energiekostenersparnis, die ausschließlich dir zugute kommt.

Was ist daran verkehrt?

Wieso sollte dein VM dir all das auf seine Kosten schenken?

G imager761

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Kommentar von EnnoBecker
05.01.2013, 10:49

Was ist daran verkehrt?

Das will ich dir sagen:

Der Mieter hat keinen EInfluss auf die Maßnahme und bezahlt also etwas, was er weder bestellt hat noch was ihm nach der Bezahlung gehört.

Man mag da hin- und herdiskutieren, und ich stehe da ohnehin auf dem Standpunkt, dass leistungslose Einkünfte ("gain without pain") viel zu niedrig besteuert werden.

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Kommentar von FamVers
12.01.2013, 19:50

ich sage ja nicht, dass er es mir schenken soll. Aber mag ja auch sein, dass ich das nicht will, dass ich glücklich bin mit meinen Fenstern, dass die Fenster gut sind, aber wenn es unter dem Label energet. Sanierung läuft, dann zahle ich..... Egal!

Ich für meinen Teil denke, dass nicht alle Sanierungen a) sein müssen und b) den energet. Vorteil bringen, der die Mietsteigerung unterstreicht.

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