Reiserücktransport bei chronischer Erkrankung

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3 Antworten

Nun, das dürfte sich als nicht versicherbar darstellen. Ich habe mal exemplarisch aus den AVB von Care Concept (Hanse Merkur) die entsprechende Passage der AVB herausklopfet, die sich gem. Musterbedingungen auch in den anderen AVB der Mitbewerber finden werden:

Zitat: § 6 Einschränkung der Leistungspflicht für die bei Beginn des Versicherungsschutzes bzw. bei Beginn der Vertragsverlängerung bestehenden und/oder bekannten Krankheiten und Beschwerden und deren Folgen sowie die Folgen solcher Krankheiten und Unfälle, die in den letzten sechs Monaten vor Versicherungsbeginn behandelt worden sind.

Insofern wird die Absicherung des Rücktransportes schwierig.

Stellt sich nun noch die Frage nach der Absicherung für ärztliche Behandlung in Australien. Hier bitte nochmal bei der AOK nachfragen, welche Leistungen sie im Krankheitsfall erbringt bzw welche Sozialversicherungsabkommen für die Region bestehen. Das hängt auch mit der Länge des Aufenthaltes bzw ob dieser beruflich oder privater Natur ist.

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Die AOK wird bei Reisen in Nicht-EU-Länder ohnehin kaum Versicherungsschutz bei Krankheiten gewähren.

Natürlich dürfen auch Leute mit einer chronischen Krankheit eine Reiserücktritts- und Reiseabbruchversicherung abschließen. Es gibt ja noch viele andere Gründe außer Deiner konkreten chronischen Krankheit, weshalb die Versicherung benötigt werden könnte.

Bei chronischen Krankheiten kommt es darauf an, ob deren Akutwerden als absehbar oder unerwartet einzustufen ist. Nur im letzteren Fall hast Du eine Chance auf Erstattung. Du wirst spätestens bei der Schadensfallprüfung Deinen Hausarzt von der Schweigepflicht entbinden müssen. Also kannst Du ihn schon jetzt fragen, ob Absehbarkeit oder Unerwartung vorliegt.

Hier ein Link zu einer ähnlichen Fragestellung eines Krebserkrankten: http://www.test.de/Reiseruecktrittsversicherung-Krebs-kein-Versicherungsfall-1151768-0/

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Ich finde das irgendwie schon sehr traurig, aber was soll man machen. Inwiefern kann mir ein Versicherungsmarkler denn weiterhelfen, wenn ohnehin eine Absicherung bei chronischer Epilepsie nicht möglich ist. Zumindest ein voller Schutz inklusive Rücktransport. Vielleicht kann mir noch jemand sagen mit welchen Kosten zu rechnen habe, sollte ich auf einen Markler zurückgreifen.

Danke für die Mühe! Wirklich vielen dank :)

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Kommentar von alfalfa
10.05.2013, 14:30

Also, zwischen Australien und der BRD besteht ein Sozialabkommen, so dass ärztliche Behandlungen in Australien von der AOK übernommen werden. Bitte dort nocheinmal vorsprechen.

Sozialversicherungsabkommen : siehe hier. http://www.dvka.de/oeffentlicheseiten/rechtsquellen/BilateraleAbkommen.htm

Rücktransport wird nur über Auslands KV darstellbar sein, das wird fast unmöglich hier eine Absicherung zu finden. DKV, Hanse Merkur, Debeka, Barmenia und Allianz würde ich trotzdem ansprechen.

Bleibt noch die Reiserücktrittsversicherung.

Ein Makler wird von der Versicherung bei Vertragsschluss bezahlt. Somit sind seine Aufwendungen bereits in den Versicherungsbetrag eingepreist.

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