Reicht es ausschließlich im Kaufvertrag festzuhalten was man kauft?

2 Antworten

Du kaufst genau das was in der Teilungserklärung drin steht. Steht in deinem Kaufvertrag was anderes din müsste der VK nachliefern. Jedoch hast du deswegen keinen AnNspruch an die WEG

Also Kaufvertrag der Wohnung 1 und der Nutzung der Badewanne aus Wohnung zwei ist ein legitimer Kaufvertrag.

  1. Du hast keinen Anspruch an der Badewanne
  2. Du hast einen Anspruch auf Schadenersatz weil der VK die Badewannenutzung nicht liefern kann (vermutlich)
  3. Das Haus wird die Teilungrerklärung deswegen wohl nicht ändern

Was in der Teilungserklärung und im Grundbuch steht ist richtig und weder vom Notar noch von guten Worten oder schriftlichen Beteuerungen zu heilen.

Unterhalte dich mit dem Verkäufer und dem Hausverwalter. Vielleicht lässt sich noch rausbekommen, was schief gelaufen ist. Vielleicht hat ja auch nur wer bei einem früheren Eigentümerwechsel "so getan als ob" und dein Voreigentümer hat aus Unwissenheit nur einen vielleicht auch noch schlechteren Stellplatz und merkt nicht, dass er für zwei zahlt. Das muss jedenfalls geklärt werden.

Um rechtlich halbwegs auf der sicheren Seite zu sein, muss die Teilungserklärung geändert werden. Weil du sonst was ganz anderes kaufst natürlich vor dem Notartermin. Die Kosten trägt die Gemeinschaft, nur dauert das, wenn es überhaupt irgendwann gemacht wird (kostet Geld und bringt nur denen was, die die Gemeinschaft verlassen). Tendenziell wird es auch wenn erforderlich höchst selten gemacht, weil oft Einstimmigkeit erforderlich ist und es immer mindestens einen Quertreiber gibt.

Tendenziell ist das aber kein Fall für eine Änderung der Teilungserklärung. Naheliegend ist ein Missverständnis. Alternativ weiß dein Verkäufer nicht, was sein Eigentum war.

Jeder Käufer wird bei einer unsauberen Teilungserklärung einen sauberen Abschlag haben wollen. Schließlich kauft er etwas anderes als das, was er will. Manchmal akzeptiert er auch falsche Quadratmeter und damit falsche Nebenkostenabrechnungen. Oft passiert das aber aus Unwissenheit.

mit dem VK ist es nicht einfach zu reden. Er hat das MFH mit 7 Wohneinheiten ja 1989 gebaut, 2 Wohnungen sind verkauft, 5 gehören noch ihm. die will er nach und nach verkaufen. Bei allen seiner 5 Whg stimmen die Angaben mit denen in der TE überein, nur nicht bei der Whg Nr 4 die ich kaufen möchte. Als ich ihn darauf hingewiesen habe, dass 2 Stellplätze der Whg 4 laut TE zugeteilt sind, tat er so als würde ihn dies sehr überrraschen. Ne, ne er verkaufe nur einen Stellplatz mit der Whg 4. Ja gut, aber in der Realität gibt es nicht mal einen. Er sagte, dass die Stellplätzenfläche von 2,00 m auf 2,50m erweitert wurde. So dass es aktuell nur 6 Parkplätze bei 7 Wohneiten gibt..

In der Gemeischaftsordnung steht drin, dass mit 2/3 der Stimmen diese geändert werden kann. Heisst das, das der VK als Mehrheitseigentümer doch selbst die TE ändern lassen kann? Wenn ja, wer zahlt dafür?

VK meinte man müsste die TE nicht ändern, der Notar wird schon die entsprechenden Umschreibungen vornehmen.

Darüber hinaus ist dieser VK auch noch der aktuelle Hausverwalter, seit 2017. Es finden keine Eigentümerversammlungen statt, es gibt keine Hausgeldabrechnungen (aus den Erzählungen eines der 2 Eigentümer; diese überlegen zum Anwalt zu gehen).

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@Maria2019

In Wirklichkeit sind Eigentümerversammlungen in dem Fall auch Formsache. Zwar eine erforderliche aber Formsache. Jedenfalls, so lange er 50 % + x behält oder im Familienkreis lässt. "Was interessiert es mich, dass es reinregnet? Sollen sie doch Wannen hinstellen!" Es interessiert nicht, was eine Minderheit der Eigentümer möchte. Sie anzuhören kann man auf ein Kind deligieren.

Hausgeldabrechnungen sind eine andere Sache. Die stehen im Gesetz und wenn der Hausverwalter die nicht liefert, man ihn aber - weil er selbst die Mehrheit in der Eigentümerversammlung hat - nicht absetzen kann, muss der Hausverwalter entweder liefern oder ein Richter entscheiden.

Nebenbei ist nciht nur die Teilungserklärung, sondern auch die letzten Hausgeldabrechnugnen und die letzten Protokolle der Eigentümerversammlung Pflichtlektüre vor jedem Kauf!!! Kann ja sein, dass wesentliche, den Preis mindernde Punkte sonst nicht erkannt werden (z. B. dass es reinregnet oder die Heizung im Winter ausfällt).

Der Fall kommt natürlich oft vor. Auch in meiner Nachbarschaft. Die Teilungserklärung wird nie geändert. Kostet ja Geld!

Verlasse dich darauf, dass er einen anderen Käufer findet. Der durchschnittliche Käufer in Deutschland ist derzeit entweder Ausländer, Mieter oder hat sonst keinerlei Ahnung von Eigentums- und schon gar nicht von WEG-Recht. Oft auch nicht von den Feinheiten des Mietrechtes. Den anderen ist der Markt viel zu überhitzt.

Du solltest es nur kaufen, wenn die beim Kauf zu schluckenden und zu erwartenden Kröten im Preis berücksichtigt sind. Wie diese (also die falsche Teilungserklärung einerseits und Eigentumsverhältnisse, die den Preis noch viel stärker drücken sollten) zu bewerten sind, ist jedem seine Sache.

Die Gemeinschaftsordnung ist die Hausordnung. Die Teilungserklärung - nochmals zur Klärung - greift in das Eigentum des Einzelnen ein. Da kann keiner über einen anderen bestimmen, weshalb es zur Änderung fast immer Einstimmigkeit braucht. Vermutlich musste wegen der Bauordnung ein Stellplatz je Wohnung gebaut werden. Die Neuaufteilung ergibt sich, weil keiner in seinen Stellplatz kam, nur ändert das auch nichts daran.

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