Reicht es aus, ein Zweitdepot auch erst nach 2009 einzurichten?

3 Antworten

Das geht natürlich und die Übertragung von einem auf das andere Depot ein und derselben Person ist keine Veräußerung/Erwerb.

Aber warum so kompliziert, wo die Zweit-/Unterdepots kostenlos angeboten werden?

Du kannst doch bei Comdirect mit einem Klick das gesamte Depot ins Zweitdepot übertragen oder komplizierter mit einem einzelnen Klick auf ausgewählte Wertpapiere.

Du sorgst Dich doch wohl im wesentlichen um Deinen Sparplan und da kannst Du bereits jetzt die Umbuchung vornehmen, da in den restlichen Tagen dieses Monats keine Zubuchungen mehr erfolgen.

Gleichwohl mußt Du die 12-monatige Spekulationsfrist für alle in 2008 gekaufen Wertpapiere in Deinem Zweitdepot beachten. Nicht vergessen!

Deine in der Überschrift gestellte Frage ("... erst nach 2009 ...") möchte ich allerdings verneinen, da nach 2009 das Jahr 2010 usw. folgt.

Hast Du schon ein Deine Kirchensteuererklärung bei der Comdirect gedacht? Die muß noch in 2008 erfolgen für das Jahr 2009, sonst wird sie erst für das Folgejahr wirksam.

Ihr habt wahrscheinlich recht, und es ist einfacher das Depot gleich zu trennen - das hab ich jetzt auch gemacht. Außerdem habe ich mir die Altbestände in ein Musterdepot (am Erstdepot) kopiert, so lässt sich der aktuelle Stand auch im Erstdepot leicht verfolgen.

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durchgelesen, der schon einiges verdeutlicht. Noch mal vielen Dank dafür.

Darin ist häufig von Kursgewinnen und deren Behandlung mittels Verrechnungstöpfen die Rede.

Leider wird zu Kursgewinnen von vor dem Stichtag 01.01.2009 angeschafften Anlagen nichts gesagt, von denen ich meine, dass sie wegen Bestandsschutz steuerfrei sind, oder?

Gibt es auch Kursgewinne, z. B. bei Investmentfonds, die sich während des Besitzes der Anlage ergeben, also nicht erst bei deren Verkauf und greift hierbei auch der Bestandsschutz?

Thema Depotübertragung:

Zur Feststellung von Kursgewinnen, oder -Verlusten, muß nach meinem Verständnis ein Vergleich zwischen Kauf- und Verkaufspreis erfolgen. Vor einigen Monaten habe ich mein Depot von der Ursprungsbank (damit meine ich die Bank, über die ich auch alle Anlagen kaufte) zu einer anderen übertragen, mit der Maßgabe, auch die Verrechnungstöpfe zu übertragen. Die neue Bank schickte mir eine Kopie der Übertragungsliste, in der aber keine Anschaffungswerte stehen. Also wie soll die neue Depotbank Kursgewinne ermitteln?

Da auch die Datumsangaben für alle angeschafften Anlagen nicht mit den tatsächlichen übereinstimmen, kann ja auch hierüber kein echter Anschaffungswert festgestellt werden.

Bei einem Papier hat die neue Depotbank einige hundert Euro Abgeltungssteuer erhoben, weil das Geschäftsdatum fälschlich nach dem Stichtag 2009 angegeben wurde.

Bei diesem falschen Datum handelt es sich aber um die Verschmelzung mit einem andern Fonds.

Trotzdem meine ich, dass auch in so einem Falle der Bestandschutz greifen müßte, denn in einer Veröffentlichung des Bundesverbandes Investment und Asset Management e.V. steht folgendes hierzu:

„Besitzt der Anleger einen Fonds, der mit einem anderen Fonds verschmolzen wird, erhält er neue Anteile an dem anderen Fonds. Der Fiskus sieht diese "Veräußerung" und "Neuanschaffung" aber nur als steuerneutralen Vorgang, so dass die neuen Anteile in die Rechtsposition der alten Anteile eintreten (sog. "Fußstapfentheorie"). Somit ist es für den Anleger unerheblich, ob der Fonds vor 2009 oder nach 2008 fusioniert wird bzw. wie lange er seine Anteile besessen hat. Veräußert er seine neuen Anteile, ist der Gewinn steuerfrei, sofern er die alten Anteile vor 2009 gekauft hat und seit Kauf mehr als ein Jahr verstrichen ist.“

Auf eine schriftliche Aufforderung der alten Depotbank, die Daten zu berichtigen, hat diese erst gar nicht reagiert, so dass ich derzeit über ein Anrufen des Ombudsmann nachdenke.

Was meint Ihr dazu????

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