Reicht eine erteilte Vorsorgevollmacht aus, um auch Bankgschäfte erledigen zu können?

2 Antworten

Nun die AGB meiner Sparkasse sagen dazu folgendes aus:

... Die Anzeigepflicht besteht auch dann, wenn die Tatsachen in öffentlichen Registern eingetragen und veröffentlicht werden. Die Namen der für den Kunden vertretungs- oder verfügungsbefugten Personen sind der Spar- kasse mit eigenhändigen Unterschriftsproben auf den Vordrucken der Sparkasse bekannt zu geben ...

Enthalten die AGB Deiner Bank keine solche Vorschrift, dürfte sich die Bank nicht weigern, einem zweifelsfrei Bevollmächtigten die Verfügung über das Konto zu ermöglichen.

Bekannte von mir haben erfahren müssen, dass sich Banken um Vorsorgevollmachten nicht scheren. Vollmachten werden nur dann anerkannt, wen sie auf bankeigenem Formular abgegeben werden nach dem in der Bank vorgeschriebenen Verfahren. Besonders heikel kann die Lage im übrigen werden, wenn solche Vollmachten dann kurz vor dem Pflegefall erst erteilt werden, z.B. von einem bereits dementen Menschen. Es kann sein, dass die Bank dann noch nicht einmal mehr die eigenen Formulare anerkennt, sondern Handeln durch einen gesetzlichen Betreuer verlangt.

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