Rechtsschutz abschließen?

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6 Antworten

Minni: Über einen Notar kannst du die Einsicht in das Grundbuch erreichen, um festzustellen zu lassen, wer d e r z e i t als Grundstückseigentümer eingetragen ist (Vater allein oder mit Stiefmutter oder gar ein anderer) und welche Belastungen (Hypotheken, Grundschulden, Wohnrecht für Stiefmutter, Vorkaufsrecht usw.) bestehen. Ausschlaggebend sind jedoch die Eigentumsverhältnisse und Belastungen zum Zeitpunkt des Todes deines Vaters und beide können sich im Laufe der Zeit bekanntlich ändern.

Auf der einen Seite begrenzt du deinen Anspruch - ohne Not und Begründung - auf den Pflichtteil, andererseits stören dich Kosten eines (Fach-)Anwalts für eine Beratung und später für die Durchsetzung deines berechtigten Erbanspruchs oder Pflichtteilsanspruchs.

Empfehlung: Pflege mit deinem Vater ein gutes Verhältnis, verzichte auf gar nichts (das kannst später immer noch tun) und scheue nicht (die von der Gegenseitei im Falle des Obsiegens ohnehin erstattungspflichtigen) Anwaltskosten, wenn du im Nachlassfall zur Durchsetzung deiner Interessen ohne juristischen Beistand nicht zurecht kommst.

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Wenn Dein Vater verstirbt, dann beschränkt sich nur dann Dein Erbteil auf das Pflichtteil, wenn ein Testament vorliegt, das Dich entweder enterbt oder als Erbe für Dich weniger als das Pflichtteil vorsieht. Das Pflichtteil ist die Hälfte des gesetzlichen Erbanspruches.

Wichtig wäre auch, das Pflichtteil innerhalb der gesetzlichen Frist von 3 Jahren einzufordern.

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Minnni 10.01.2013, 19:43

Danke Snooopy155, das weiß ich. Mir gehts nur darum, wenn ich mit meiner Stiefmutter vor Gericht ziehen müßte oder halt überhaupt Anwaltsbriefe... ob ich dann die Kosten zu tragen oder mittragen müßte und ob ich evtl. jetzt schon mal einen Rechtsschutz abschließen sollte. Habe mit ihr kein gutes Verhältnis und das wird sicherlich nicht besser wenn was passieren sollte... Mehr als den Pflichtteil will ich ja auch nicht :-)

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Hallo, eigentlich ist das eine klare Sache. Entweder gibt es ein Testament oder nicht, in jedem Fall muss ein Erbschein beantragt werden. Wenn Sie das machen und auf den Pflichtteilanspruch hinweisen, wird das Nachlaßgericht schon auf den Pflichtteil achten.

Soweit ist das alles klar. Schwierigkeiten können natürlich auftreten, wenn z.B. das Haus vorher übertragen wurde, um den Pflichtteilanspruch zu umgehen etc.

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Die Frage kann man kaum beantworten. Der Pflichtteil steht Dir zu, und wenn er verweigert wird oder sonstige Streitigkeiten auftauchen, kann es teuer werden.

Die meisten Rechtschutzversicherung bieten Versicherungsschutz bei Erbangelegenheiten nicht an, mit Ausnahme der Kostenübernahme bei einem Beratungsgespräches.

Allerdings gibt es Ausnahmen, und die muss man dann eben über ein Vergleichsportal suchen. Ich vermute sehr, dass die dann schon etwas teurer sind.

Als Versicherer würde ich das nur für viel Geld (oder garnicht) einschließen, da ja derartige Schwierigkeiten oft weit vorhersehbar sind. Dann steht bei Abschluss schon fest, dass man sie in Anspruch nehmen wird.

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Minnni 10.01.2013, 20:04

nehmen wir mal an, er wird nicht verweigert, kostet mich dann der anwalt was? sorry, für die dummen fragen. ;-) wie ist der ablauf, muß ich als erstes zum anwalt (den ich dann aber nicht bezahlen muß, weil es mir zusteht) ?

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gammoncrack 10.01.2013, 20:10
@Minnni

Das kann ich Dir leider nicht sagen. Aber bestimmt kommt dazu dann noch etwas.

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Warum?

Um so einen Standardfall abzuhandeln, benötigst du möglicherweise einen Anwalt, aber keine entsprechende Versicherung! Weil nämlich bereits feststeht, wie der Fall ausgeht, muß am Ende die Gegenseite sowieso alle Kosten tragen!

Anders wäre es natürlich bei strittigen Vorgängen: Wurde das Haus inkl. deines Pflichtteiles veräußert/verschenkt oder gespendet :-) müssten die Vorgänge im Nachhinein über Jahre zurück aufgerollt werden... Ich fände es besser, mit deinem Papi mal ein Wort zu wechseln, anstatt jetzt übereifrig Versicherungspolicen abzuschließen.

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Minnni 10.01.2013, 19:18

Danke schon mal. Aber dein Vorschlag mit ihm zu reden, ist in meiner Situation ein bißchen doof. Er kommt nämlich nur an Weihnachten (obwohl wir uns gut verstehn) und ihn dann zu fragen, ob ich mal sein Haus bekomme oder seine Frau, find ich doof :-) d.h. wenn ich nur meinen Pflichtteil einfordern müßte, sind auf jeden Fall keine Kosten die auf mich zukommen würden oder?

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mig112 10.01.2013, 20:23
@Minnni

ich hatte gerade so einen ähnlichen Fall!

Ein Brief des Anwaltes hat gereicht um die Gegenseite wegen Chancenlosigkeit einknicken zu lassen. Die rund 350 EUR Anwaltsgebühren hat die Obsiegende ebenfalls nicht belastet.

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Hallo,

ja, das wär gut, wenn da eine Rechtsschutzvers. zahlen würde. Ich habe keine gefunden. Und ich habe mir viele angesehen. Falls du eine findest bitte melden!

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