Rechnungen und Mahnungen nie erhalten, da neue Adresse?


18.05.2020, 14:19

Ich habe mir auch überlegt, den Betrag der Rechnung zu überweisen - aber ohne Mahngebühr, die Mahnungen hab ich ja nicht. Nur denke ich, dass das ziemlich dreist und frech wäre......

4 Antworten

110 € Mahngebühren sind abwegig. Du meinst vermutlich Inkassogebühren.

Wenn dem AG deine neue Adresse bekannt war und er die Rechnungen an die alte Adresse geschickt hat, ist das sein Problem. Ich würde nur dir Hauptforderung bezahlen und alle anderen Forderungen zurückweisen. Erster Zugang der Rechnung letzte Woche. Damit kann von Verzug keine Rede sein.

Sofern die Forderung nicht an das Inkassobüro verkauft wurde, sondern das IB nur mit dem Einzug der Forderung beauftragt wurde, würde ich ausschließlich an den AG zahlen (an die auf der Rechnung genannte Bankverbindung). Bitte sowohl im Verwendungszweck als auch nochmal schriftlich (mit Zustellnachweis) an AG und IB darauf hinweisen, dass sich die Zahlung ausschließlich auf die Hauptforderung bezieht und alle weiteren Forderungen ausdrücklich zurückgewiesen werden, da ein Zahlungsverzug deinerseits nicht vorlag (erster Zugang der Rechnung am XX.05.2020).

PS: Einschätzungen des Inkassobüros zu deinen Erfolgschancen vor Gericht sind im vorliegenden Fall für die Tonne, da das IB parteiisch ist und dich dazu bringen will und soll, die Forderung ohne Beanstandung zu zahlen.

Disclaimer: Einschätzung basierend auf deinen Angaben, IANAL, TINLA,

Woher ich das weiß:Hobby – Hobbyjurist - Grundwissen, garniert mit Recherche

Wäre aber korrekt. Für den Verzug und die Kosten kannst Du ja nichts.

Und was hat das ganze jetzt mit deinem Ex-Arbeitgeber zu tun?

Oh, ich dachte eigentlich, dies wäre logisch abzuleiten - mein Fehler. Die Rechnungen sind von meinem letzten Arbeitgeber.

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@ChineseFood

Darf man wissen, wofür? Ich habe noch nie eine Rechnung von einem AG bekommen ...wann war die RG fällig?

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@GrafRotz

Mein alter AG ist ein Einzelhandel, sprich ich hab sowas wie Kaffee Marken geholt, Zigaretten, mal was Süßes oder was zum trinken. Die Rechnung ist schon berechtigt, die Ware hab ich ja auf Rechnung geholt.

Hauptsächlich gehts mir eher darum, dass weder Rechnung,noch 1./2./3. Mahnung jemals in meinen Händen lag.

Die Rechnung entstand 07/19 - erstes Inkasso Schreiben kam im Dezember - Kontaktaufnahme mit Erklärung erfolgte auch im Dezember - letzte Woche kam ein Brief mit der Rechnung (mit falscher Adresse) aber ohne Mahnung.

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@ChineseFood

Einer zweiten Zahlungserinnerung hätte es nicht bedurft. Wenn jedoch deine neue Adresse bekannt war, gab es keinen Grund, an die alte zu schicken. Das liegt nicht in deinem Verantwortungsbereich. Es gab keinen Grund, ein Inkasso einzuschalten. Du hast deine neue Adresse ordentlich angegeben, das reicht. Gleichwohl wusstest du von der Forderung und es wäre auch an dir gewesen, dich zu kümmern. Keinesfalls würde ich die vollen Inkassogebühren bezahlen. Rechnung plus Mahngebühren aber ja. Allerdings teile auch dem Inkasso mit, warum und bezahle "auf die Hauptforderung". Wenn sie dir blöd kommen, verweise auf die Schadensminderungspflicht.

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Die Hauptforderung dürfte berechtigt sein, man kann aber bezweifeln ob wirksam Verzug eingetreten ist. Wenn kein Verzug vorliegt, wird auch kein Verzugsschaden, zu dem Inkassokosten gehören, erstattungspflichtig sein.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

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