Ich habe letztes Jahr Rechnungen gestellt ohne eine Steuernummer zu haben, wie gebe ich das in der Steuererklärung an?

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1 Antwort

Oh ist das schlimm, nun kommst Du ins Gefängnis. 

Spaß beiseite, es ist doch gar nichts passiert. Da Du ja vermutlich nicht von 1.000,- Euro im Jahr lebst, ist diese selbständige Tätigkeit ja wohl ein Nebenerwerb.

Also machst Du eine kurze Einnahmen-Ausgaben -Überschussrechnung. Also ziehst Du Deine Kosten (Fahrkosten zum Kunden, Telefonkosten (teilweise) und was sonst noch angefallen ist, ab. DEn Gewinn bringst Du über die Anlage "G" in Deine Einkommensteuererklärung ein.

Vielen Dank für die Antwort :-) Du hast natürlich Recht, es ist/war nur ein Nebenerwerb.

Dazu habe ich aber noch eine Frage: Wenn das so einfach möglich ist, wieso sollte man sich eine andere Steuernummer besorgen, um als Kleinunternehmer zu gelten? Macht das überhaupt Sinn bei solch kleinen Summen? Und was wäre, wenn ich eine neue St.Nr. beantrage, damit Kleinunternehmer bin, aber ein Jahr lang gar nicht nebenerwerbsmäßig arbeite?

Auf die Rechnung habe ich übrigens geschrieben, dass ich von der Umsatzsteuer befreit bin, stimmt das dann so überhaupt?

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@dropdatabase23
  1. die andere Steuernummer hat einfach etwas mit der Organisation der Finanzämter zu tun. Eine richtige Steuererklärung mit falscher Steuernummer wäre genau so gültig und macht ausser ggf. etwas Sucherei auf dem Finanzamt keine Probleme.
  2. Es ist nur entscheidend, dass Du nebenher Unternehmer bist.
  3. Ob Kleinunternehmer, oder Regelbesteuerer ist eine ganz andere Frage. Den Status Kleinunternehmer hat man nur eingeführt, weil es für Leute, die nur wenig machen einfacher ist und die Verluste an Steuereinnahmen für den Staat verkraftbar sind. Auch auf dem Finanzamt hat man damit weniger Arbeit.
  4. Du bist nicht von der Umsatzsteuer befreit, sondern sie wird bei Dir nicht erhoben. DAs wirst Du als gleich empfinden, ist aber vom Steuerrecht her ein Unterschied.
  5. Ich bin ich nicht sicher, das es für Dich die Optimale Lösung ist. IT-Leistungen erbringt man meist gegenüber Unternehmern. Für die ist es egal, ob man denen 500,- Euro gem. § 19 (Kleinunternehmer) berechnet, oder 500,- + 19 % = 595,- Als Regelbesteuerer, denn die 95,- zieht der sich als Vorsteuer ab. Aber Du kannst dann aus Deinen Kosten selbst die Vorsteuer abziehen.
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