Rechnung für UK / Pfund?


01.05.2021, 14:44

Es handelt um eine Leistung (Übersetztungen) für einen Geschäftskunden.

Müssen Steuern berechnet werden und wenn ja, wieviel? (Innerhalb Deutschlands und EU, muss ich keine Steuern berechnen).

Herzlichen Dank!

2 Antworten

Wenn Du mit Deinem Kunden einen Preis in Pfund vereinbart hast, musst Du die Rechnung in Pfand schreiben.

Was als Einnahme zu buchen ist, steht ja auf Deinem Kontoauszug, der vermutlich in Euro ausgestellt ist.

Leider schreibst Du nicht, ob es sich um eine Lieferung, oder eine sonstige Leistung handelt, um einen Geschäfts- oder einen Privatkunden.

Wenn Du den Vermerk mit der Kleinunternehmereigenschaft machst, machst Du keinen Fehler, nur das er ggf. ins Leere geht.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

@wfwbinder Herzlichen Dank! Es handelt um eine Leistung (Übersetztungen) für einen Geschäftskunden. Wissen Sie, ob und wie viel Steuer berechnet werden sollte?  Danke!!!

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@NadiaM

Damit ist gem.§ 3a Umsatzsteuergesetz der Leistungsort GB und Du kannst den Hinweis auf § 19 Kleinunternehmer weglassen.

Ist sowieso ohne Umsatzsteuer

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@wfwbinder

@wfwbinder Klasse, vielen Dank! Letze Frage: soll ich meine Steuernummer (ich nutze sie für Kunden aus DE) oder meine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (ich nutze sie für EU Kunden) angeben? Herzlichen Dank!

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Als Kleinunternehmer wirst Du ohnehin keine Umsatzsteuer ausweisen. Es handelt sich dabei aber um ein Geschäft außerhalb der EU (U.K. ist nicht mehr Mitglied - Brexit schon vergessen?). Daher benötigst Du ggf. den Nachweis der Unternehmereigenschaft des Geschäftspartners, denn die EU-Umsatzsteuer-IDs gelten jetzt nicht mehr. Ebenso entfällt der Hinweis auf ein Reverse-Charge-Verfahren.

Du kannst die Rechnung in mongolischen Tugriks schreiben, wenn das so vereinbart ist. Einfacher ist für Dich natürlich immer eine Rechnung in EUR und die Angabe Deines deutschen Geschäftskontos, denn ansonsten fallen für die Konversion des Rechnungsbetrags ggf. noch Währungsumrechungskosten und andere Gebühren an, die alle zu Deinen Lasten gehen. Das ist zu vermeiden.

@gandalf94305 vielen Dank! Genau, ich hatte den Brexit nicht vergessen, deswegen bin ich verwirrt! Könntest du mir erklären, was der Nachweis der Unternehmereigenschaft des Geschäftspartners ist? Soll ich ihn selbst besorgen oder soll ich die britische Firma auffordern, ihn mir zu besorgen? Es handelt sich um eine Dienstleistung für weniger als 100€, bin nicht sicher, dass es sich lohnt... aber es ist ein Kunde, der zurückkommen könnte... das wäre hilfreich zu wissen, wie das ganze funktioniert. Tausend Dank!!

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@NadiaM

Ich fordere dafür normalerweise das Statement of Incorporation oder ein entsprechendes HMRC Filing an, das die Unternehmenseigenschaft bestätigt. Man kann mit der Registrierung dann auch selbst den Status im entsprechenden Register nachprüfen.

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@gandalf94305

@gandalf94305 wenn ich das richtig verstanden habe, wäre diese Statement nötig, um die Britische Firma zu prüfen. Das ist mir jetzt nicht so wichtig, weil ich der Firma vertraue (ein Freund von mir arbeitet dort). Was ich noch nicht verstanden habe, ist, welche Nummer ich in meiner Rechnung angeben muss. Wenn ich weder meine Steuernummer, noch meine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer schreiben darf, was soll ich angeben? Herzlichen Dank!

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@NadiaM

Du kannst gerne wie üblich Deine USt-ID angeben, aber außerhalb der EU hat das keine Bedeutung. Es könnte jedoch Deine Unternehmereigenschaft mit der USt-ID überprüft werden.

Analog geht es mit dem Auftraggeber. Mit Hilfe entsprechender Dokumente kann der Kunde nachweisen, dass es sich um ein Unternehmen handelt. Die Besteuerung ist in manchen Fällen unterschiedlich bei B2B und B2C. Zur Sicherheit wird man das anfordern.

Deine Rechnung schreibst Du als Kleinunternehmerin wie üblich.

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