Rechnung erstellen - was soll ich reinschreiben?

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2 Antworten

Hallo,

sofern nicht nur als einmalige Sache beabsichtigt/durchgeführt, ist diese Tätigkeit dem Finanzamt als Aufnahme einer unternehmerischen Tätigkeit mitzuteilen.

Sprecher und Schreiber von Werbetexten sind grds. als gewerblich anzusehen (FG Rheinland-Pfalz vom 02.04.2008 - Az. 3 K), dagegen sind "echte" Synchronsprecher grds. künstlerisch tätig. Die Abgrenzung ist je nach Einzelfall fließend. Maßgeblich für eine freiberufliche Tätigkeit ist die "Gestaltungshöhe" bzw. "eigenschöpferische Tätigkeit".

Im Bereich geringster Gewinne ist die Bestimmung der Tätigkeit (Einkunftsart) i.d.R. nicht so wichtig. Die meisten bevorzugen aber die Einstufung als freiberufliche Tätigkeit, da diese insbesondere im Steuerrecht - gerade bei höheren Gewinnen - diversen Vereinfachungsregelungen unterliegt, wie etwa die fehlende Belastung mit Gewerbesteuer oder der gewinnunabhängigen Möglichkeit zur Erstellung einer Einnahmeüberschussrechnung.

Eine freiberufliche Tätigkeit muss logischerweise auch nicht bei der Stadt/Gemeinde als Gewerbe angemeldet werden, dafür muss diese (im Falle des künstlerischen Synchronsprechers) der Künstlersozialkasse angemeldet werden. Bei kleinsten Gewinnen bleibt dies aber ebenso Beitragsfrei.

Unabhängig von der Einkunftsart handelt es sich um eine unternehmerische Tätigkeit. Liegen die Umsätze des laufenden Jahres bei maximal 17.500€ und im Folgejahr voraussichtlich nicht mehr als 50.000 €, kann die sog. Kleinunternehmerregelung in Anspruch genommen werden (§ 19 UStG). In diesem Fall sind die Rechnungen ohne Umsatzsteuer zu stellen.

Die Rechnung eines Unternehmers muss die in § 14 Abs. 4 UStG genannten Punkte enthalten. Bei Rechnungsbeträgen bis 150 € gibt es Erleichterungen (§ 33 UStDV).

Ein Muster, das alle notwendigen Angaben enthält, findet sich z.B. hier:

http://www.kleinunternehmer.de/rechnungsstellung.htm

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