Rechnung Erbanteil

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4 Antworten

Gem. § 2050 BGB wären lebzeitige Zuwendungen des Erblassers auf das Erbe anzurechnen.

Hiervon ausgenommen wären nur regelmässige Zuwendungen (freiwilliger Unterhalt) oder entsprechende Verfügungen des Erblassers.

Hätten demnach A 10 TEUR, B 20 TEUR und C 30 TEUR lebzeitig zugewendet bekommen, der Reinnachlass im Erbfall des Schenkers betrüge 60 TEUR, wäre der Gesamtanspruch jedes Miterben 40 TEUR. Bei der Nachlassauseinandersetzung müsste er sich die lebzeitige Schenkung anrechnen lassen und hätte einen Nachlassanspruch von 30 TEUR (A), 20 TEUR (B) und 10 TEUR (C).

G imager761

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Stefi: Kinder erben bekanntlich zu gleichen Teilen.

Der Wert der Zuwendungen des Erblassers zu Lebzeiten an seine Kinder können unterschiedlich sein. Eine Ausgleichspflicht besteht jedenfalls dann, wenn der Erblasser die Ausgleichung unter den Abkömmlingen angeordnet hat.

Erfolgt keine Bestimmung, ist es Auslegungsfrage, ob der Erblasser die Ausgleichung/ Anrechnung anordnen wollte oder nicht.

Der "restliche Nachlass" würde Gelegenheit zum Ausgleich bieten.

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imager761 17.02.2013, 11:14

Eine Ausgleichspflicht besteht jedenfalls dann, wenn der Erblasser die Ausgleichung unter den Abkömmlingen angeordnet hat.

Falsch. Sie besteht vielmehr nicht, wenn Ausgleichung ausgeschlossen wurde.

Vilemehr bestimmt § 2050 (1) BGB eine Ausgleichungspflicht: http://dejure.org/gesetze/BGB/2050.html

G imager761

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Um die Frage beantworten zu können müßte man wissen, wann die Schenkungen auf das Erbe erfolgten, welchen Wert sie hatten, was dazu vereinbart war, ob es eine letztwillige Verfügung gab und welche Regelung darin getroffen wurde. Es fehlt mithin an so gut wie allem.

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imager761 17.02.2013, 11:27

Unterstellt, die Frage ergäbe sich weil es gerade keine (testamentarischen) Verfügungen hierzu gäbe, bestimmt "dein" BGB nun hinlänglich: "Abkömmlinge [...] sind verpflichtet, dasjenige, was sie von dem Erblasser bei dessen Lebzeiten als Ausstattung erhalten haben, bei der Auseinandersetzung untereinander zur Ausgleichung zu bringen, soweit nicht der Erblasser bei der Zuwendung ein anderes angeordnet hat.", § 2050 (1).

Da es um Erb-, nicht Pflichtteilsanspürche geht, käme es ebensowenig auf den Zeitpunkt der Zuwendungen noch deren Höhe an.

G imager761

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Wir sind auch 3 Geschwister. Der Notar hat uns, da er das Testament vorliegen hatte, darüber aufgeklärt.

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EnnoBecker 17.02.2013, 10:02

Wir sind auch 3 Geschwister

Das was SO klar......

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