Frage von MFKrause, 31

Rechnung an eigene Firma schreiben - wie versteuern?

Hallo!

Zwei Geschäftspartner und ich haben uns heute zur Gründung einer neuen Firma entschlossen, Rechtsform vermutlich UG. Das Produkt ist dabei eine Smartphone App, welche von mir entwickelt wird. Es wurde sich darauf geeinigt, dass ich für die Entwicklung neben meiner Anteile am Unternehmen auch einen gewissen Betrag aus dem Firmenkapital ausgezahlt bekomme. Heißt, wir zahlen insgesamt 10000,- ein (ich 2000,- für 20% Anteile), und bei Fertigstellung der App stelle ich der Firma einen Betrag über 3500,- +/- (+ MwSt?) in Rechnung, so dass ich im Endeffekt mit 20% Anteilen und 1500,- bar raus gehe.

Frage: Wie wird das versteuert? Muss ich privat dann ebenfalls noch ein Gewerbe für die Software-Entwicklung anmelden, über welche ich das Ganze kassiere? Oder kann man das als "Gehalt" auszahlen lassen? Wie viel Steuer muss ich im Endeffekt zahlen? Etc.

Stehe da aktuell noch ein wenig auf dem falschen Fuß.

Danke!

Antwort
von wfwbinder, 22

 Stehe da aktuell noch ein wenig auf dem falschen Fuß.

Stimmt.

Damit Gründer nicht allein sind mit solchen Sachen, hat die bundesregierung das Programm zur Förderung des Gründercoaches geschaffen. Ein Berater, der den Gründer begleitet und dessen Arbeit hoch bezuschusst wird.

Deine Frage wird klarer, wenn du sie richtig stellst.

Du wirst eine App entwickeln. Dafür sollst Du 3.500,- Euro bekommen.

Die Vermarktung macht eine UG, an der Du dich mit 2.000,- Euro, entsprechend 20 % beteiligst.

1. Tipp: macht eine GmbH draus, denn mit 10.000,- Euro eine UG, die als Rechtsform als "arme Leute GmbH" gilt, wo man mit 12.500,- eine richtige GmbH haben kann, ist Quatsch.

2. Natürlich solltest Du Deine Tätigkeit als Software-Entwickler beim Finanzamt anmelden. Allein schon wegen der Umsatzsteuer und der Absetzung Deiner Betriebsausgaben (Internet, Telefon, Computer usw.).

3. Wieviel Steuer Du zahlen musst, hängt davon ab, was Du sonst noch für Einkünfte hast. Nur für die 3.500,- keine.

Kommentar von EnnoWarMal ,

Super Antwort.

Etwas fehlt noch:

Wenn der TE die Software entwickelt und vielleicht gar patentieren lässt und der andere mit 80% drin hängt, haben wir unter Umständen eine mittelbare Schenkung.

Kommentar von wfwbinder ,

Vom Ansatz möglich, aber wenn er vergütet wird (gehen wir mal von 3.500,- als fairen Preis aus), sollte es erledigt sein.

Aber deshalb ist ja der Gründercoach wichtig, damit einer aufpasst, damit die richtigen Verträge geschlossen werden.

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