Racheakt nach Zeugenaussagen?

1 Antwort

https://www.amtsgericht-norden.niedersachsen.de/startseite/service/hinweise_fur_zeugen/hinweise-fuer-zeugen-74906.html

Die Vorgehensweise wird sich von Gericht zu Gericht nicht viel anders abspielen:

" Sie werden zuerst nach Ihrem Namen, Ihrem Alter, Ihrem Beruf und nach Ihrem Wohnort gefragt, manchmal auch nach Ihrem Familienstand. Auf diese Fragen müssen Sie in jedem Fall antworten.

(Ausnahme, und zum Glück selten: Wenn Sie fürchten, dass Sie bei Angabe Ihres Wohnortes gefährdet sind, kann das Gericht Ihnen gestatten, dass Sie diese Angabe verschweigen. Sagen Sie es dem Gericht bitte gleich, wenn Sie solche Befürchtungen haben!) "

Kann der Angeklagte die Adresse über den Anwalt rausfinden?

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@Noctis

Wenn die Polizei die Adresse bereits aufgenommen hat, ja. Die Adresse kann üblicherweise nicht mehr aus der Akte entfernt werden. Deshalb ist bei so etwas wichtig, die Polizei gleich bei der Zeugenaufnahme davon zu überzeugen, eine andere Adresse als Korrespondenzadresse aufzunehmen (z. B. den Arbeitsplatz). Nachträglich ist das (fast?) unmöglich.

Meines Erachtens ist ein einfacher (Einbruch-)Diebstahl keine Straftat, die typischerweise ernstzunehmende Racheakte bei der Aussage nach sich zieht, aber auszuschließen ist das natürlich nicht. Du solltest mit der Polizei oder der zuständigen Staatsanwaltschaft mal über deine Befürchtungen sprechen, und ggf. Kontakt mit entsprechenden Opferschutzverbänden aufnehmen, die haben i.d.R. Erfahrung mit so etwas. Grundsätzlich kannst du dich auch von einen Rechtsanwalt beraten lassen, den wirst du aber vermutlich selber bezahlen müssen.

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