Provisionen bei Versicherungskonzerne. Je höher desto schlechter das Produkt für den Kunden?

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6 Antworten

Es kommt auf die Vertriebsstruktur an. Versicherungen verkaufen sich nicht von alleine, d.h. es muss natürlich irgendwelche Margen für den Vertrieb geben.

Diese sind jedoch einmalig (oder wenigmalig bei Teilabbuchungen), d.h. bilden keine laufende Kostenposition über die Vertragsdauer. Damit fallen sie nur in den ersten Versicherungsjahren, in denen noch nicht viel im Vertrag angespart ist, stärker ins Gewicht.

Man sollte eine Versicherung natürlich nach Kosten und Performance beurteilen, aber die Leistung steht letztendlich im Vordergrund, so daß höhere Provisionen nicht eine schlechtere Versicherung bedeuten müssen.

Das ist doch relativ. Was ist denn eine hohe Provison. Wieviel Promille??? Ich kenne die Courtagen von 130 Versicherungen, glaube mir, da schert keiner weit aus. Die Provisionen unterscheiden sich höchsten in der Stelle nach dem Komma um 1-2 Punkte. Versicherungsmakler bekommen etwas mehr als Versicherungsvertreter, dafür haben sie auch höhere Kosten und bekommen keine Sonderboni oder sonstiges Extras.

Die Höhe der Provisionen für die Vermarktung von Versicherungen und anderen Finanzdienstleistungen hat weniger mit der Konkurenzfähigkeit der Produkte als vielmehr mit der agressiven Verkaufspraxis der Gesellschaft zu tun.

  • das ist nicht zwingend wo, weil die Versicherung ja weitere Kosten hat, die auch auf die Marge schlagen. Und wenn die geringer sind als bei der Konkurrenz, kommt in Summe immer noch das gleiche raus.

  • Man sollte auch genauer hinsehen, wie sich die Bezahlung in Summe zusammensetzt. Mag ja sein, dass die Provision sehr hoch ist, aber gibt es noch weitere Komponenten, die das gesamte Honorar ausmachen?

  • letztendlich kann deine Schlussfolgerung richtig sein, dann ist die Performance der Produkte mglw. wirklich schlechter, aber a) es gibt viele Kunden, die das nicht wissen und b) die Produkte könnten auch riskanter aufgebaut sein, so dass die Performance wieder passt.

Was su so schreibst , kann mehrere Konsequenzen bedeuten :

Entweder eine Scheinselbststänidkeit, das ist ja nichts Neues, oder aggressiv am Markt, und dann könntest du schon richtig liegen mit deinem Verdacht auf qualitativ schlechte oder überteuerte Produkte.

Du kannst davon ausgehen, dass in der Branche schon ein knallharter Wettbewerb herrscht und niemand etwas zu verschenken hat.

Du solltest auch kontrollieren, ob da eventeuell auch kein Schneeballsystem dahinter steckt.

Schneeballsystem dahinter

... zur Erklärung:

Du kaufst 10 Kfz-Versicherungen zum Preis x und verkaufst sie mit Aufpreis weiter - oder Haftpflicht - oder Hausrat - oder auch Schnebälle

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Bei Krankenversicherungen ist es genau so, wie du befürchtest. Bei Leben und Sach, geschweige denn Kfz habe ich das Argument von maximalen Provisionen noch nie gehört.

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