Provision als Angestellter: Wie "verbuche" ich sie? Gewerbe anmelden nötig?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Von wem erhalten Sie die Provision. Wenn von Ihrem Arbeitgeber, dann ist das ein Arbeitslohn der lohnversteuert und Sozialversicherung abgeführt werden muss. Ist es von anderen verschiedenen Unterneh mern, dann sind es gewerbliche Einkünfte, die bei der Stadt od.Gemeinde anzumelden ist. Ob nebenberuflich spielt keine Rolle, sobald man regelmäßig wiederkehrend,Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr und mit gewinnerzielungsabsicht Einkünfte erzielt, die nicht solche aus Land-u. Forstwirtschaft noch als Ausübung eines freien Berufs noch als andere selbständige Tätigkeit anzusehen sind. Da der Umsatz unter 17.500 € liegt, besteht Wahlrecht in der USt. Kleinunternehmer können gem. Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG auf die Erhebung von Umsatzsteuer verzichten, sind dann aber im Gegenzug vom Vorsteuerabzugabzug ausgeschlossen.

EnnoBecker hat Recht. Man kann für einen Arbeitgeber nicht gleichzeitig auch als Selbständiger arbeiten. Ob das natürlich dein Arbeitgeber weiß ist fraglich. Selbst wenn es eine selbständige Tätigkeit wäre, wäre sie rentenversicherungsplfichtig, da du nur einen Auftraggeber hast und keine sozialversicherungspflichtigen Angestellten. Aber der korrekt Weg ist deine Provision wie Gehalt zu versteuern und zu verbeitragen.

"Projekte vermitteln" also mehr als einmal.

Damit ist es ein Nebengewerbe. Also kein Problem, ca. 30,- Euro in die Hand nehmen und ein Gewerbeanmelden.

Am Jahresende eine Einnahmen-Ausgaben-Überschussrechnung erstellen (das Formular gibt es über Elster). Umsatzsteuer fällt nicht an, weil Vorjahresumsatz 0,- und damit unter 17.500,- Euro. Wenn es bei der Summe von 10.000,- bleibt, bleibt es auch dabei, dass es keine Umsatzsteuer gibt.

Frage, elche Art von Projekten? Wenn es Immobilien wären und Sie nicht nur Tippgeber wären, benötigen Sie ggf. eine Gewerbeerlaubnis nach § 34 c Gewerbeordnung.

Umsatzsteuer fällt sehr wohl an, wird aber nicht erhoben. Dringend § 19 UStG lesen !!

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@vulkanismus

Danke für die Korrektur. Diese Formulierung ist mir durch meine Ausbildung gut bekannt, aber hier im Forum ist es für die Frager leichter verständlich, es so auszudrücken.

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@wfwbinder

aber hier im Forum ist es für die Frager leichter verständlich, es so auszudrücken.

Sehe ich anders. Bei einer falschen Formulierung hier im Speziellen kommen die User immer wieder auf die Idee, es handele sich um eine Steuerbefreiung und deshalb sei ein Vermerk nach § 14 (4) UStG zwingend notwendig. Dies ist aber nicht der Fall.

Siehe auch meinen Tip hier unter Tz4: http://www.finanzfrage.net/tipp/kleinunternehmer

Und im Allgemeinen ist es für alle leichter, wenn die Ausdrücke verwendet werden, die gebräuchlich sind und nicht irgendwelche ausgedachten. Das lässt dann weniger Interpretationsspielraum offen.

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@EnnoBecker

"Und im Allgemeinen ist es für alle leichter, wenn die Ausdrücke verwendet werden, die gebräuchlich sind und nicht irgendwelche ausgedachten. Das lässt dann weniger Interpretationsspielraum offen."

Genau so ist es !!!

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Aufnahme einer gewerblichen Tätigkeit Nachfrage Einkünfte

Hallo,

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Nun erhielt ich kürzlich ein Schreiben mit der Bitte, den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung bei Aufnahme einer gewerblichen, selbstständigen (freiberuflichen) [...] Tätigkeit/Beteiligung an einer Personengesellschaft/-gemeinschaft auszufüllen. Nun bin ich nicht ganz sicher, was dies bedeutet? Muss ich hier nachträglich ein Gewerbe anmelden? Wenn ja, sollte ich dort meine damalige Adresse oder meine aktuelle Adresse angeben? Ich bin seitdem nicht mehr derart tätig sondern ganz "normal" fest angestellt. Im zweiten Schreiben wurde dann auch um die Ausfertigung einer Steuererklärung für 2011 gebeten. An sich kein Problem, aber wie gebe ich dann die Daten an, die in 2012 noch fehlen? Oder gibt es eine Möglichkeit dies irgendwie anders zu lösen?

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Mark

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