Privatrentenversicherung - Banksparplan oder Fondssparplan?

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5 Antworten

Kann es sein dass Du eigentlich klassische Rentenversicherung (mit Garantiezins) und fondgebundenen Rentenversicherung meintest? Dies ist etwas anderes als Bank- oder Fondssparplan.

Wenn Du nicht schreibst, wie alt Du bist, welchen beruflichen Status Du hast, wieviel Du sparen willst und wie Deine bisherige Vorsorge aussieht, kannst Du keine brauchbare Antwort bekommen.

Vorab: beides geht auch ohne Versicherung: Du kannst und darfst auch selber Fondssparpläne anlegen und/oder einen Banksparplan.

für langfristiges Sparen (und Investieren) halte ich solide Sachwerte in Form von guten Aktien-Fonds bzw. ETFs für eine der besten Möglichkeiten; Man muss aber Schwankungen aushalten können und sich damit beschäftigen oder dies in gute Hände geben.

Banksparpläne schwanken nicht und haben wenig Kosten/gebühren, jedoch auf lange sicht eine magere und z.T. negative Real-Verzinsung (wenn man die Inflation berückscihtig). Daher eigen sich Banksparpläne für Zielsparen wie : in 5Jahren ein Auto, in 10Jahren Immobili usw. aber hat man mehr Zeit sind Aktienfonds meist (nicht immer) besser.

Außnahme: Garantie- und Riesterprodukte: Wegen der Kapitalgarantie verkaufen viele Fonds-Rieserprodukte die Fonds wenn die kurse niedrig sind (weil Sie ja das eingezahlte Kapital garantieren müssen) und realisieren damit Verluste: Schlimmer noch wenn die dann auch nicht (rechtzeitig) Re-Investieren bleiben diese Verluste bis zum Ende bestehen und werden nur nominell über "sichere" Anlagen ausgegleichen. Daher können hier meiner Meinung nach viele Riester-Banksparpläne besser sein als Riester-Fondssparpläne.

Ich schließe aus deiner Frage, dass es dir um deine Altersvorsorge geht.

Woher weißt du denn, welche Vorsorgeform und welche Schicht für dich optimal ist.

Die wirklich wichtige Frage zur Altersvorsorge sollte lauten: „Welche Altersvorsorge ist für mich optimal“? Die Altersvorsorge ist seit 2005 in 3 Schichten aufgeteilt. Schicht 1 Basisversorgung: gesetzliche Rentenversicherung und Basisrente (Rürup-Rente). Schicht 2 Zusatzversorgung: betriebliche Altersvorsorge und Riester-Rente. Schicht 3 Kapitalanlagen: Private Renten- bzw. Kapitallebensversicherungen und Aktienfondssparpläne etc. Weder die optimale Schicht noch die Art der Altersvorsorge kann man pauschal festlegen. Jede Form der Altersversorgung hat unterschiedlich hohe Aufwendungen zum Ansparen einer gleichen Nettorente. Deshalb ist es wichtig, dass vor Abschluss jeglicher Altersvorsorge ein qualitativer und quantitativer Schichtenvergleich durchgeführt wird. Denn es ist ein großer Unterschied, ob man von der ausgezahlten Rente noch Steuern und ggf. Krankenversicherung zahlen muss oder nicht.

Beispiel:

Mann, ledig, 34 Jahre alt, Versorgungslücke ab dem 67. Lebensjahr 540 € monatlich (=erforderliche Nettorente)

Um die Versorgungslücke von 540 €/Monat netto abzudecken, werden folgende Bruttorenten je Schicht benötigt:

Basisrente: 779 € Direktversicherung, Pensionsfonds, Pensionskasse: 1.050 € Unterstützungskasse, Pensionszusage: 1.050 € Riesterrente: 779 € Private Leibrente: 568 € Investmentfonds-Auszahlungsplan: 690 €

Der erforderliche Beitragsaufwand monatlich, um die Versorgungslücke abzudecken, beträgt:

Basisrente: 210 € Direktversicherung, Pensionsfonds, Pensionskasse: 302 € Unterstützungskasse, Pensionszusage: 302 € Riesterrente: 210 € (damit wird aber nicht die komplette Versorgungslücke gedeckt) Private Leibrente: 110 € Investmentfonds-Auszahlungsplan: 116 €

Die Differenz zwischen Bruttorente und Nettorente sind Steuern und Beiträge für die Krankenversicherung. Ausgehend von den unterschiedlichen Bruttorenten, ist die Höhe des monatlichen Aufwands natürlich auch unterschiedlich. Bei der Ermittlung des Nettoaufwandes müssen nämlich noch die unterschiedlichen staatlichen Förderungen und die unterschiedlichen Renditen der Vorsorgeformen eingerechnet werden.

Was hat beides mit Versicherung zu tun???

Zur Altersvorsorge sind die für dich richtigen Fondssparpläne aus verschiedenen Gründen besser als alles andere geeignet.

Banksparpläne vor allem wegen der auf absehbare Zeit negativen realen Rendite gar nicht.

Eine fondsgebundene private Rentenersicherung steht dazwischen, Kann also ein bischen geeignet sein. Sie kann auch sehr wenig geeignet sein.

So eine Aussage, ohne auch nur das Alter des Fragestellers zu kennen?

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Der Unterschied ist, beim Banksparplan weisst Du genau was Du mal erhalten wirst, auch wenn es nicht gerade viel ist, d.h. mit Glück wirst Du die Inflationsrate schlagen. Beim Fondssparplan weisst Du nicht was Du erhalten wirst, da ein Aktienanteil dabei ist. Kann sehr viel mehr sein als du eingezahlt hast, kann aber auch nur die Hälfte sein, wenns schief läuft und die Aktien stark fallen. Was ist Dir von den beiden Varianten lieber? Das kannst nur Du wissen. Jedoch haben beide mit Versicherungen nichts zu tun.

bei langlaufenden Banksparplänen sind die Zinssätze an einen Referenzzinssatz gekoppelt. So genau kann man das "Ergebnis" also nicht berechnen.

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