Privatkredit innerhalb der Familie ohne Zinsen?

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4 Antworten

Sowas macht ihr unter euch, also in der Familie aus. Das brauchst du nicht öffentlich breit treten. ;) (zur Sicherheit würde ich aber doch einen kleinen Vertrag von beiden Seiten unterschreiben lassen)

Die Konditionen von jedem Kredit sind ja selber regelbar zwischen den Parteien.

Wenn das aber von den Marktüblichkeiten extrem nach unten abweicht stellt sich die Frage der Schenkung doch. Allerdings sind die Freibeträge bei Zuwendungen innerhalb der engeren Familie so groß, dass faktisch fast nie ein Steuerpflicht entstehen dürfte.

Nö. Woraus soll sich denn eine Schenkung ergeben?

Ich schenke doch auch niemandem etwas, wenn ich ihn umsonst in meiner Wohnung wohnen lasse. Oder wenn ich als Arbeitnehmer nur 4.000 Euro verdiene, während der Kollege 6.000 bekommt.

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@EnnoBecker

Aha! Prima!! Kann ich von Dir einen zinslosen Kredit haben? So ab 5 Millionen? Rückzahlbar 10 Jahre nach meinem Tod!? Aber Du weißt ja: Katzen haben 7 Leben, also rechne einen Sicherheitszuschlag ein.

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@EnnoBecker

Solange damit keinerlei Form von Arbeitstätgkeit verbunden ist habe ich nichts einzuwenden. Auszahlung aber bitte weder in Alu-Chips noch in Rabattgutscheinen.

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@Privatier59

Neee, der Job wäre eine 18-Stunden-Tätigkeit in meiner Zinnobermine in Nevada.

Die 18 Stunden sind die tägliche Arbeitszeit.

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„Geschenkt“ ist dabei zwar nicht der Darlehensbetrag. Wohl aber die Zinsen, die dem Darlehensgeber entgehen.

Für diese Zinsen wird ein fiktiver Zinssatz von 5,5 % pro Jahr angesetzt. Er wird multipliziert mit der Laufzeit des Darlehens. Auf diese Weise wird der Wert der Schenkung ermittelt.

Hier mehr Infos zu dem Thema: http://www.gevestor.de/details/zinsloses-privatdarlehen-wieso-der-fiskus-an-ihnen-verdient-76709.html

Mit Verlaub, aber das ist Unsinn. Ich hab mir die Seite auch gleich mal angesehen (was ich ja sonst fast nie mache).

Da ist einfach so dahingeplätschert worden, was mal irgendwo aufgeschnappt wurde. Eine belastbare Quelle ist hier nicht genannt - wohl aus dem Grunde, weil es keine gibt.

Jedenfalls ist das Unfug, was dort steht.

Um es einigermaßen richtigzustellen:
§ 6 (1) Nr. 3 EStG beschreibt genau das, was auf der Seite dargestellt wird. Nämlich dass ein unverzinsliches Darlehen mit 5,5 % p.a. abgezinst wird.

Aber:
Das gilt nur im Betriebsvermögen und auch dort nur bei Bilanzierern. Im Privatbereich hat das keine Gültigkeit (siehe Einführungssatz zu § 6 (1) EStG).

Würde es im Privatbereich auch gelten, so müsste nämlich logischerweise auch gelten, dass man ein fiktives Arbeitseinkommen zu versteuern hat, wenn man gar nicht arbeiten geht.

Und nur weil jemand eine Webseite mit dem Text bereitstellt, macht dies die Sache nicht automatisch richtig. Der Verfasser ist ja auch nicht im steuerlichen Bereich tätig. Da finde ich den Mut zur Verkündung soliden Halbwissens schon bemerkenswert.

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Natürlich ist das ok, wer sollte sich daran stören?

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