privates Krankentagegeld TG182 in der passiven Altersteizeit Blockmodell.(Summenversicherung)

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4 Antworten

Hallo,

also die bisherigen Antworten sind natürlich vollkommener Quatsch. Krankentagegeldversicherung ist und bleibt Summenversicherung, die höchstrichterlichen Urteile belegen dies ohne Zweifel immer wieder. Summenversicherung bedeuted, dass der VS unabhängig vom eingetretenen Schaden eine bestimmte Summe zahlt. So erhöht sich das Krankentagegeld nicht automatisch bei einem höheren Einkommen, umgekehrt gilt, dass es auch nicht sinkt, wenn das Einkommen (auf Null in der Freistellung sinkt). Versichert ist bei der Krankentagegeldversicherung nicht der konkrete Verdienstausfall, sondern der abstrakte Bedarf, von dem man annimmt, dass dieser bei Krankheit entstehen kann. Die Versicherer haben es selbst in der Hand, ob Sie Ihre Versicherung als Schaden oder Summenversicherung führen möchte. Beim gesetzlichen Krankengeld sieht es anders aus, da dies eine Schadenversicherung ist und daher genua den entstandenen Schaden ersetzt. GKV und PKV mit Summenversicherung sind demnach vollkommen unterschiedlich zu betrachten, auch wenn private Versicherer ihre Summenversicherung als Verdienstausfallversicherung betitteln. Zum Krankentagegeld innerhalb der Freistellung gab es vor kurzem auch ein Urteil.

http://openjur.de/u/431039.html

Ein Bereicherungsverbot gilt für eine Summenversicheurng zudem nicht!!!!

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635555 19.06.2013, 10:18

Hallo, zunächst würde ich die vorangegangenen Antworten nicht als "Quatsch" qualifizieren. Die Krankentagegeldversicherung ist sicherlich eine Summenversicherung, enthält aber aufgrund der strengen Bedingungen der Versicherer Elemente der Schadenversicherung. So hat der Versicherungsnehmer alle Änderungen seines beruflichen Status und seines Einkommens im Rahmen der sog. Obligenheitspflichten zu melden. Eine Kürzung ist demnach jederzeit möglich, tritt aber frühestens 2 Monate nach Kenntnis durch den Versicherer ein. Ein bereits ausgezahltes Krankentagegeld kann nicht zurückgefordert werden. Die Rechtsprechung geht sicherlich in Richtung Summenversicherung, aber bei Vertragabschluss hat der Versicherungsnehmer seine Pflichten durch seine Unterschrift anerkannt.

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INFLAMES 19.06.2013, 17:27
@635555

Hallo,

tatsächlich führen einige VS "Elemente" einer Schadensversicherung in Ihren Verträgen auf. All dies täuscht aber nicht über den Charakter einer Summenversicherung hinweg. D.h. Summe wird unabhängig vom Schaden ( Verdienstausfall) gezahlt. So ist es eben auch nicht möglich das Krankentagegeld auf ein gemindertes Einkommen zu kürzen! Umgekehrt erhählt der Vesicherungsnehmer schliesslich auch kein höheres Krankentagegeld wenn er ein höheres Einkommen hatte. Dazu gibt es einschlägige Rechtsprechung vom Bundesgerichtshof. Wenn ich die Frage des Fragestellers richtig verstanden habe, ging es darum, dass dieser sich in der Altersfreistellung befunden hat. Sein Arbeitsverhältniss bestand nach wie vor, er war jedoch nicht dazu verpflichtet eine Arbeitsleistung zu erbringen, hat demnach auch keinen Verdienstausfall. Sofern sein Vertrag nicht ausdrücklich eine solche Klauseln enthält hat er Anspruch auf Krankentagegeld. Es wäre aber schon einmal hilfreich bei welchem Versicherer er versichert ist und welche Bedingugnen gelten sollen.

gruß IF

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635555 26.06.2013, 09:46
@INFLAMES

Hallo, es ist nun einmal so, dass die Versicherungsbedingungen sehr strenge Mitteilungspflichten haben. Und wenn der Versicherungsnehmer dagegen verstösst (Obligenheitspflichtverletzung), dann werden eben die Leistungen gekürzt. Sonst wären die Versicherer doch schon längst dazu übergegangen, die Krankentagegeldversicherung als direkte Schadenversicherung (also z.B 80 % des letzten Nettoeinkommen) anzubieten. Die genannten Urteile beziehen sich wirklich nur auf "Einzelfälle". Das subjektive Risiko des Versicherers wäre sonst zu hoch. Schliesslich soll man durch Krankheit nicht mehr verdienen als wenn man arbeitet.

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Während der Alterteilzeit bekommt man seine Bezüge auch im Krankheitsfall. Deshalb besteht keine Notwendigkeit der Krankentagegeldversicherung. Den Beitrag dafür kann man sich sparen. Die Krankentagegeldversicherung ist sicherlich eine Summenversicherung, enthält aber aufgrund der strengen Bedingungen der Versicherer Elemente der Schadenversicherung. So hat der Versicherungsnehmer alle Änderungen seines beruflichen Status und seines Einkommens im Rahmen der sog. Obligenheitspflichten zu melden. Eine Kürzung ist demnach jederzeit möglich, tritt aber frühestens 2 Monate nach Kenntnis durch den Versicherer ein. Ein bereits ausgezahltes Krankentagegeld kann nicht zurückgefordert werden. Die Rechtsprechung geht sicherlich in Richtung Summenversicherung, aber bei Vertragabschluss hat der Versicherungsnehmer seine Pflichten durch seine Unterschrift anerkannt.

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Drei Gründe können die Ursache sein:

  1. Kündigung wegen vorvertraglicher Anzeigenpflichtverletzung nach § 19 VVG.

Kurz gesprochen: Falsche Angaben bei den Gesundheitsfragen im Antrag - das VU hat dieses entdeckt und Dir gekündigt. - In dem Fall benötigst Du einen Rechtsanwalt oder einen Versicherungsberater.

  1. Kündigung gem § 14 MB/KT durch den Versicherer Du hast eine KT Versicherung, die diesen Paragraf nicht abbedingt. D.h. der Versicherer kann dir innerhalb der ersten drei Jahre kündigen wenn ggfs ein Schadensfall voliegt. Auch hier wäre externe Hilfe sinnvoll.

  2. Ende des Versicherungsschutzes nach § 196 VVG Sinngemäss: Mit Erreichen des Rentenalters endet die KT automatisch. Mutmasslich könnte das VU die passive Alterszeit als "Rente" deklarieren. Dann endet die KT automatisch.

Welches der drei Gründe in Frage kommt muss aus Deinem Anschreiben hervorgehen.

Und...eine KT ist keine Summenversicherung, sondern nach Art der Schadensversicherung, da bei KT das Bereicherungsverbot nach § 200 VVG greift. Das würde bei einer Summenversicherung - bei der der Betrag geschukdet ist - nicht der Fall sein.

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Mikkey 23.05.2013, 17:36

Es gibt noch einen weiteren Grund. Zumindest in den Tarifbedingungen meiner Krankentagegeldversicherung heißt es im ersten Satz:

Der Versicherer bietet Versicherungsschutz gegen Verdienstausfall als Folge von Krankheiten...

Da es - wenn ich damit nicht daneben liege - in der passiven Altersteilzeit keinen Verdienstausfall bei Krankheit geben kann, hat sich die Krankentagegeldversicherung erübrigt.

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alfalfa 23.05.2013, 18:29
@Mikkey

Ja Du hast Recht. Das ist der erwähnte § 200 VVG. Der führt aber nicht zur Kündigung sondern bewirkt nur, dass es kein Geld gibt bzw. zurückgezahlt werden muss.

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INFLAMES 19.06.2013, 17:36
@Mikkey

Für die Leistungserbringung in der Krankentagegeldversicherung ist kein Verdienstausfall nötig, da es sich um eine Summenversicherung handelt und diese unabhängig vom eingetretenen Schaden eintritt. Man kann leicht Krankegeld (GKV) Schadenversicherung mit Krankentagegeld (PKV) Summenversicherung aufgrund der Namesgleichheit verwechseln. Tatsächlich sind beide Dinge vollkommen unterschíedlich und haben nichts miteinander zu tun.

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Schau doch einfach in den Vertrag bzw. in die Begründung der Rückforderung. Nach meiner Meinung hast du in der Freistellungsphase der Altersteilzeit keinen Anspruch auf Krankentagegeld und die entsprechende Versicherung war zu Recht zu kündigen..

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