Privates Darlehen / Mahnverfahren / Insolvenz?

3 Antworten

Ich habe ein Mahnverfahren eingeleitet.

Was soll das sein. Hast du einen Mahnbescheid, Vollstreckungsbescheid ? Dann pfände sein Konto und die Mietkaution, sein Gehalt. Danach den Gerichtsvollzieher schicken.

Das Finanzamt ist nicht "stärker". Wenn es was zu pfänden gibt hast du es. Das ist alles Geschwätz.

Wenn er tatsächlich nichts hat, dann würde auch "warten" nichts nutzen

Liebe Karin, vielen Dank für Deine schnelle und hilfreiche Antwort. Ich habe den Antrag auf Erlass des Vollstreckungsbescheids gestellt. Der Schuldner bittet darum, dass ich die Zwangsvollstreckung nicht direkt einleite, sondern damit warte. Aber das scheint mir auch wenig erfolgversprechend. Danke und viele Grüße

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Sage dem Schuldner, dass Du kein Interesse daran hast, dass er in Insolvenz geht (bringt Dir kurzfristig auch kein Geld), aber das Du zur Sicherung Deiner Ansprüche, denn Vollstreckungsbescheid beantragen wirst.

Er möge Dir einen Ratenzahlungsvoschlag machen und wenn er den einhält, dann wirst Du nicht vollstrecken.

Aber mit dem Vollstreckungsbescheid hast Du wenigstens das Druckmittel, dass Du, wenn er sich nicht an seine Raten hält, z. B. eine Gehaltspfändung, oder Kontenpfändung machen kannst.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Vielen Dank auch für diesen Tipp! Ich habe bereits mehrfach Ratenzahlung angeboten. Darauf geht der Schuldner nicht ein, behauptet nichts zahlen zu können. Ich wusste mir nicht anders zu helfen, als den Mahnbescheid zu beantragen.

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@Darlehen2019

Das ist aus meiner Sicht auch völlig richtig. Nur wenn der sich auf Raten nicht einlässt ist es um so mehr wichtig erstmal den Vollstreckungsbescheid zu haben. Man kann ihn ja mit Bedacht einsetzen.

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@wfwbinder

Eine Rückfrage hätte ich hierzu: angenommen sämtliche Konten des Schuldners sind derzeit leer und er erhält auch kein Gehalt (unwahrscheinlich, aber mal angenommen) und ich trotzdem die Vollstreckung mit meinem Titel beantrage, wie lange wird dann gewartet bzw. wie lang ist mein Titel gültig? Bedeuten die 30 Jahre Vollstreckbarkeit, dass ich regelmäßig selbst die wirtschaftliche Lage meines Schuldners herausbekommen muss? Tausend Dank im Voraus für Ihre Hilfe und Ihr Interesse.

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@Darlehen2019

Theoretisch kannst Du die Forderung verkaufen. Effektiv wollen aber die Aufkäufer von Forderungen immer große Posten, also tausende von Titeln kaufen.

So bleibt Dir nur es immer wieder mal zu probieren. Ein Schuldner wird nach einiger Zeit meist etwas sorglos und dann kann mal Geld auf dem Konto sein.

Das beste ist, egal wie schmerzhaft es ist, wirklich eine Stundung zu gewähren.

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Privatinsolvenz braucht niemand zu beantragen und die Forderungen des Finanzamts haben auch keinen Vorrang.

Sofern das mit der Forderung des Finanzamts überhaupt stimmen sollte (Schuldner können oftmals schneller lügen als denken!), dann sitzen dem Schuldner die Vollstreckungsbeamten im Nacken und die gelten als viel weniger nachsichtig als die Gerichtsvollzieher.

Ein Vollstreckungsbescheid wäre ja 30 Jahre lang vollstreckbar und das ist eine so lange Zeit, dass wenigstens die Hoffnung besteht, dass der Schuldner noch einmal zu Geld kommt.

Vielen Dank auch hierfür!

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