Private vs. gesetztliche Krankenversicherung?

5 Antworten

Wer im Alter (Rente) mehr verdient als vorher (z.B. weil er ein Vermögen angehäuft hat) der kann gerne in die private Krankenversicherung wechseln.

Ansonsten ist es ein Fehler.

Warum? Nun die Beiträge bei der gesetzl. KV sind vom Einkommen abhängig die in der privaten KV vom Alter und Tarif. Und das bedeutet, dass auch ein Basistarif im Alter deutlich teurer als die private Krankenversicherung ist. Und alt, wenig Einkommen aber dafür hohe Krankenversicherungsbeiträge? Das ist eine falsche Strategie.

Ich habe gehört, dass man mit 55 Jahren in den Basis Tarif wechseln kann, welcher analog den Beiträgen und den Leistungen der GKV ist.

Der Basistarif ist kein anstrebenswertes Ziel.

Zudem habe ich gehört, dass man bei einem Verdienstausfall, bzw. einem Verdienst unter der Bemessungsgrenze aus der PKV in die GKV wechseln kann.

Dazu muss vor 55 ein Statuswechsel erfolgen. Einfach nur kein Einkommen zu erzielen ist kein Statuswechsel sondern Pech. Ein Statuswechsel wäre.

  • AlG I Bezug
  • Aufnahme einer versicherungspflichtigen Tätigkeit
  • Qualifikation für die Familienversicherung
Dies trifft meiner Information auch bei einem Sabatical zu.

Nö.

Auch ist die PKV Bewertung bei Beamten etwas anderes als bei Selbständigen oder Angestellten über JAEG. So 100% klar wird mir aus deiner Frage nicht, welcher Gruppe du angehörst.

Woher ich das weiß:Beruf – § 34d GewO vorhanden

Naja, zumindest wissen wir, dass er - was für ein Drama der Kulturgeschichte - eine nicht verbeamtete Freundin hat, die er irgendwann zwischen seinem 30. und 40. Lebensjahr schwängern will.

Wenn das Kind dann volljährig ist, will er wohl "ganz entspannt" als dann achtundfünfzigjähriger Mann endlich sein verdientes Sabatical auskosten. Das Sabatical scheint das entscheidende Kriterium bei der Krankenversicherungswahl zu sein .... .

Weil er der Hauptverdiener ist, hockt sie in Teilzeit, ganz ohne Job oder in einem Neverending-Studium herum und verlässt sich auf sein (vermeintlich) dickes Portemonnaie. Eine Hochzeit steht offensichtlich noch nicht an ... geht ja auch grad ganz schlecht wegen dem Corona-Gedöns.

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Hallo Zusammen,

erstmal vielen Dank für die vielen Antworten! Da war schon einiges dabei, was mich zum Nachdenken angeregt hat.

@Maerz2019: klar ist es eine Glaskugel, oder gibt es in deinem Leben keine Überraschungen? :) Man hat Pläne und dementsprechend plant man. Das kann sich jedoch immer ändern.

@Kevin1905: Ich habe jetzt noch ein wenig im Internet gelesen. Da steht ganz klar das mit dem Brutto Gehalt von 62.550 EUR als Schwellenwert und auch die Methode über Sabatical ist ziemlich geläufig. Wir haben die Möglichkeit im Betrieb flexibel Sabatical zu nehmen. Bei einem Gehalt von sagen wir mal 100.000 EUR Brutto wäre ein halbes Jahr Auszeit später mal möglich und schon ist man unter den 62.550 EUR.

Lt. Recherche wohl 3 Möglichkeiten - Gehaltsumwandlung in betriebliche Altersvorsorge, AlG I Bezug, Reduzierung des Einkommens. Lediglich der markierte Teil stört mich, weil ich ja nicht dauerhaft Sabatical will :-D

"Um die sogenannte Jahresarbeitsentgeltgrenze zu unterschreiten, kann man mit dem Arbeitgeber einen Teilzeit-Arbeitsvertrag aushandeln oder eine Auszeit (Sabbatical) für einen bestimmten Zeitraum nehmen. Wichtig: Die Änderung in eine Teilzeitstelle darf nicht nur vorübergehender Natur sein, sonst erkennt dies die zuständige Krankenkasse nicht an."

Ich gehöre zu der Gruppe Angestellt. Bei Beamten ist das anders, da stellt sich die Entscheidung PKV vs GKV soweit ich weiß nicht. Erwähnt habe ich es da Kinder hier zu einem kleinen Obulus mitversichert werden können bis sie volljährig oder fertig studiert sind.

@Detlef32: kurz und verständlich - Danke! Tendenz geht zu gleich / mehr. Zahle die zweite Mietswohnung ab und nehme das als Altersvorsorge.

@Underfrange: Klar, das mit den teueren Beiträgen im Alter hab ich gleich verstanden. Es geht eher darum ob man in jungen Jahren einen günstigen Tarif in der PKV wählt, im Alter (falls der Beitrag in keinem Verhältnis mehr steht) dann zurück in die GKV wechelst. Unabhängig von den moralischen Bedenken dahinter.

Zunächst mal danke an alle! Ich hoffe / denke, ich bin nicht der Einzige, dem so eine Entscheidung schwer fällt. Ich denke mit dem Angestelltenstatus betrifft das auch den Großteil der in Deutschland lebenden Menschen (56,9% in 2011).

Meine Freundin ist leider nicht verbeamtet, angestellt, jedoch ggf. irgendwann mal selbständig, ich bin der Hauptverdiener. Somit würden Kinder bei mir mitversichert sein. Damit lassen wir uns jedoch noch 5-10 Jahre Zeit.

Hätte ... täte ... könnte .... vielleicht ... Glaskugel ... Fahrradkette.

Heiße Luft .... Horoskope lesen.

Aufgrund des günstigeren Beitrages in die PKV zu wechseln zeigt dass Sie entweder falsch beraten werden oder falschen Informationen aufliegen.

Genau das ist der Grund dafür dass Menschen unzufrieden werden. Entweder weil der Beitrag zu hoch ist oder weil man später die Kinder dazu versichern muss.

Ich habe Kunden die seit 30 Jahren in der PKV sind und die bezahlen im Rentenalter gar keine Beiträge mehr. Das geht aber nur wenn man sich ordentlich beraten lässt.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

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