Private Rechnung: Ohne Angabe einer Steuernummer trotzdem korrekt?

2 Antworten

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1. Wie @impact richtig bemerkt hat, muss erstmal geklärt werden, ob es Gewerbe, oder freier Beruf ist. 

1.a) Dann gehe ich davon aus, das Du Dich nicht "am allgemeinen wirtschaftlichen Verkahr" beteiligt hast. Somit, selbst wenn es eine gewerbliche Tätigkeit war, keine Gewerbeanmeldung.

2. Was war das denn für eine Tätigkeit für Bekannte? Ich liebe diese kryptischen Fragen. Warum kann man nicht schreiben "ich habe eine Webseite gebaut," "ich ahbe eine Sitzgruppe für den Garten gebaut, weil ich mal Tischler gelernt hatte," usw. Wenn es 5 Einzelaufträge waren, 5 Rechnungen (warum ernst nach so langer Zeit), wenn es eine Tätigkeit war, die nur in 5 Abschnitte unterteilt war, eine Rechnung.

3. Umsatzsteuer ist Umsatzsteuer und Gewerbesteuer ist Gewerbesteuer. Nicht jeder der Umsatzsteuer zahlt ist Gewerbetreibender (ich z. B.) udn nicht jeder Gewerbetreibender zahlt Umsatzsteuer (z. B. ein blinder Unternehmer mit nicht mehr als 2 Arbeitnehmern, § 4 Nr, 19 UStG).

So wie Du es schilderst war es kein Gewerbe, selbst wenn es eine gewerbliche Tätigkeit wäre.

Ändert aber natürlich nichts daran, dass Du eine Gewinnermittlung machen musst und das ERgebnis in die Einkommensteuererklärung einbringst (Anlage "S", oder "G").

Danke für die Antworten. So hatte ich es mir auch schon gedacht, gewerbliche Tätigkeit ja, Gewerbe nein.

Zu 2.) Ich habe die Frage allgemein gehalten, weil ich dachte dass es keinen Unterschied macht ob man nun eine Website baut oder etwas zusammenzimmert. Konkret ging es um Markenkommunikation - also Tipps zum Aufbau einer neuen Getränkemarke im Hinblick auf kreative Werbung, Aktionen, den Produktnamen etc.

Grüße

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@DeinEndgegner

Diese Art der Beratung könnte, bei entsprechender Vorbildung, eine freiberufliche Tätigkeit sein. Daher ist es schon wichtig welche Art der Tätigkeit ausgeführt wird. Das hat zwar bei dieser geringen Größenordnung keine Auswirkung, aber es könnte ja mal mehr werden.

Bezüglich der Arbeit für den Arbeitgeber, den Kommentar von @EnnoWarMal zur Antwort von Impact beachten.

Was ist Gegenstand des Anstellungsvertrages und was wurde auf Rechnung für den gemacht?

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Zunächst solltest Du wissen, ob die Tätigkeit(en) freiberuflich waren - kein Gewerbe.

Wenn es nicht freiberuflich war - sechsmal selbständig zu arbeiten ist doch wohl ein Gewerbe.

Ein Detail wurde übersehen:

ich bin Angestellter einer Firma. Für diese habe ich auf Honorarbasis eine zusätzliche, einmalige Tätigkeit ausgeübt,

Bevor ich mich zu Einzelfragen nach der Gerwerblichkeit ergehe, prüfe ich doch hier erst einmal § 1 (1) LStDV

Arbeitslohn sind alle Einnahmen, die dem Arbeitnehmer aus dem
Dienstverhältnis zufließen. Es ist unerheblich, unter welcher
Bezeichnung oder in welcher Form die Einnahmen gewährt werden.

Zumindest zu diesen 400 Euro kann man wohl eher davon ausgehen, dass es sich um Arbeitslohn handelt.

Verbleiben fünfmal. Wenn es dabei bleibt, könnte auch eine 22er Einkunft angenommen werden.

Aus Sicht des Praktiker würde ich genau das tun. Das schützt vor Sanktionen wegen fehlender Gewerbeanmeldung, Pflichten nach § 138 (1) AO (Betriebsanmeldebogen) usw.

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Freiberuflichkeit ausversehen zu spät angemeldet?

Hallo ihr Lieben!

Ich habe mal eine Frage bzw einen Sachverhalt zum Thema Freiberuflichkeit/ Finanzamt/ Rechnungen stellen ..

Ich bin vor Kurzem mit meinem Bachelorstudium fertig geworden und da hat mich eine Bekannte im Juni gefragt ob ich auf Rechnung bei ihrem Freund im Unternehmen aushelfen kann.

Das habe ich dann ab Juli gemacht, sie meinte ich müsse einfach eine Rechnung stellen und sie gibt mir dafür ein Muster (kannte mich damit nicht so gut aus). Das Muster hat sie mir vor Kurzem zugeschickt und ich habe daraufhin die Rechnungen für Juli, August und September und gestellt (Geld noch nicht erhalten, war vor ein paar Tagen) und zwar mit einer Steuernummer mit der ich schobmal freiberuflich neben dem Studium gearbeitet habe allerdings in einer anderen Tätigkeit.

Durch ein zufälliges Gespräch mit einem Mitarbeiter vom Finanzamt wegen eines anderen Themas habe ich nun erfahren, dass ich

a) die Steuernummer nicht hätte benutzen sollen/können/dürfen, da sie für eine andere Tätigkeit war und außerdem nicht mehr aktiv ist (war ein Gewerbe, das ich abgemeldet hatte weil ich damals versehentlich einen Gewerbeschein geholt hatte, obwohl ich nur eine Steuernummer für die freiberufliche Tätigkeit gebraucht hätte)

b) die neue freiberufliche Tätigkeit im Sommer innerhalb 4 Wochen hätte anmelden müssen.

Aus Angst, dass ich die Frist überschritten habe, habe ich die Tätigkeit jetzt angemeldet, allerdings erst ab Mitte September (2 Wochen rückwirkend) und werde die Rechnungen jetzt mit der richtigen neuen Nummer einreichen.

Meine Frage jetzt:

Die Rechnungen sind für Juli/August/September ausgestellt obwohl ich die Tätigkeit erst zu September angemeldet habe - fällt das irgendwo auf bei der Jahresabrechnung oder wird das nicht Monat für Monat abgerechnet am Ende?

Habe echt Angst ... Ich weiß dass ich dumm gehandelt habe. Hoffe jemand kann mit mehr dazu sagen!

Danke!

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