Private Rechnung: Ohne Angabe einer Steuernummer trotzdem korrekt?

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2 Antworten

1. Wie @impact richtig bemerkt hat, muss erstmal geklärt werden, ob es Gewerbe, oder freier Beruf ist. 

1.a) Dann gehe ich davon aus, das Du Dich nicht "am allgemeinen wirtschaftlichen Verkahr" beteiligt hast. Somit, selbst wenn es eine gewerbliche Tätigkeit war, keine Gewerbeanmeldung.

2. Was war das denn für eine Tätigkeit für Bekannte? Ich liebe diese kryptischen Fragen. Warum kann man nicht schreiben "ich habe eine Webseite gebaut," "ich ahbe eine Sitzgruppe für den Garten gebaut, weil ich mal Tischler gelernt hatte," usw. Wenn es 5 Einzelaufträge waren, 5 Rechnungen (warum ernst nach so langer Zeit), wenn es eine Tätigkeit war, die nur in 5 Abschnitte unterteilt war, eine Rechnung.

3. Umsatzsteuer ist Umsatzsteuer und Gewerbesteuer ist Gewerbesteuer. Nicht jeder der Umsatzsteuer zahlt ist Gewerbetreibender (ich z. B.) udn nicht jeder Gewerbetreibender zahlt Umsatzsteuer (z. B. ein blinder Unternehmer mit nicht mehr als 2 Arbeitnehmern, § 4 Nr, 19 UStG).

So wie Du es schilderst war es kein Gewerbe, selbst wenn es eine gewerbliche Tätigkeit wäre.

Ändert aber natürlich nichts daran, dass Du eine Gewinnermittlung machen musst und das ERgebnis in die Einkommensteuererklärung einbringst (Anlage "S", oder "G").

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Kommentar von DeinEndgegner
18.07.2017, 13:13

Danke für die Antworten. So hatte ich es mir auch schon gedacht, gewerbliche Tätigkeit ja, Gewerbe nein.

Zu 2.) Ich habe die Frage allgemein gehalten, weil ich dachte dass es keinen Unterschied macht ob man nun eine Website baut oder etwas zusammenzimmert. Konkret ging es um Markenkommunikation - also Tipps zum Aufbau einer neuen Getränkemarke im Hinblick auf kreative Werbung, Aktionen, den Produktnamen etc.

Grüße

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Zunächst solltest Du wissen, ob die Tätigkeit(en) freiberuflich waren - kein Gewerbe.

Wenn es nicht freiberuflich war - sechsmal selbständig zu arbeiten ist doch wohl ein Gewerbe.

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Kommentar von EnnoWarMal
18.07.2017, 10:18

Ein Detail wurde übersehen:

ich bin Angestellter einer Firma. Für diese habe ich auf Honorarbasis eine zusätzliche, einmalige Tätigkeit ausgeübt,

Bevor ich mich zu Einzelfragen nach der Gerwerblichkeit ergehe, prüfe ich doch hier erst einmal § 1 (1) LStDV

Arbeitslohn sind alle Einnahmen, die dem Arbeitnehmer aus dem
Dienstverhältnis zufließen. Es ist unerheblich, unter welcher
Bezeichnung oder in welcher Form die Einnahmen gewährt werden.

Zumindest zu diesen 400 Euro kann man wohl eher davon ausgehen, dass es sich um Arbeitslohn handelt.

Verbleiben fünfmal. Wenn es dabei bleibt, könnte auch eine 22er Einkunft angenommen werden.

Aus Sicht des Praktiker würde ich genau das tun. Das schützt vor Sanktionen wegen fehlender Gewerbeanmeldung, Pflichten nach § 138 (1) AO (Betriebsanmeldebogen) usw.

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