private BU Rente und Übungsleiter-Pauschale?

1 Antwort

Interessanter Nebensatz. Prognose der Kanzlei am besten gar nicht arbeiten. Sehr erstaunlich. Jetzt weiss ich natürlich nicht welche AVB bzw bei welcher Gesellschaft sie sind. Insofern beziehe ich mal auf die BGH Rechtsprechung.

Selbstverständlich dürfen Sie hinzuverdienen. Die BU endet bedingungsgemäss wenn ihre neue Tätigkeit mit der vorherigen Lebensstellung vergleichbar ist und/oder der Verdienst mehr als 80 Prozent des vorherigen Verdienstes beträgt.

Ich vermute Sie haben schon ein Leistungsanerkenntnis, denn dann wäre im Rahmen der Nachprüfung der Versicherer voll beweispflichtig.

Doch stellen Sie auch die Frage dem Anwalt den sie mndatiert haben, denn genau dafür wird er auch bezhalt.

Zu ihrer Frage. So wie sie es beschreiben stufe ich das als vollkommen unkritisch ein.

Kann ich die Tätigkeit beim Kunden meines Arbeitgebers, dem Finanzamt als Dienstreise "verkaufen"?

Ich arbeite in der häuslichen Pflege bei einem Behinderten in seiner Wohnung. Meine Dienste dauern immer 24 Stunden. Ich habe ca. 2 Dienste pro Woche. Gerne würde ich Verpflegungsmehraufwand geltend machen. Ob dies anerkannt wird, steht scheinbar in direktem Zusammenhang mit der Frage nach der regelmäßigen Arbeitsstätte. Sollte der Ort meiner Tätigkeit (also beim Kunden) nicht als regelmaßige Arbeitstätte definiert sein, was ich mir nicht 100 prozentig beantworten kann, müsste ich doch jeden meiner Dienste als Dienstreise darstellen können und könnte dann den Verpflegungsmehraufwand geltend machen. Habe ich da Chancen? Das folgende Zitat macht mir Hoffnung:

Reisekosten – Langfristiger Kundeneinsatz führt nicht zu regelmäßiger Arbeitsstätte

Mit Urteil vom 9.7.2009 hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass es sich nicht um eine regelmäßige Arbeitsstätte im Sinne des Einkommensteuergesetzes handelt, wenn der Arbeitnehmer beim Kunden seines Arbeitgebers tätig wird. Dies gilt selbst dann, wenn der Arbeitnehmer dort längerfristig eingesetzt wird.

Die Folge ist, dass der Arbeitnehmer die Kosten für die tatsächlich gefahrenen Kilometer zum Kunden steuerfrei erstattet bekommen bzw. als Werbungskosten geltend machen kann und nicht auf die Entfernungspauschale von EUR 0,30 pro Entfernungskilometer beschränkt ist. Der Bundesfinanzhof bestätigt mit diesem Urteil seine jüngere Rechtsprechung, wonach nur eine betriebliche Einrichtung des Arbeitgebers eine regelmäßige Arbeitsstätte sein kann – nicht aber die betriebliche Einrichtung eines Kunden.

Die Finanzverwaltung hat sich dieser Auffassung inzwischen angeschlossen.

Außerdem steht bei Wikipedia folgendes unter Reisekosten:

„Reise“ ist als gleichzeitige Abwesenheit von der Wohnung und der regelmäßigen Arbeitsstätte definiert. Beruflich oder betrieblich veranlasst ist eine Reise, wenn die private Lebensführung den Zweck der Reise nicht oder nur unwesentlich berührt; Abgrenzungsfragen hierzu behandelt der Artikel Dienstreise.

Reisekosten umfassen Fahrtkosten, Übernachtungskosten, Verpflegungsmehraufwand und Reisenebenkosten. Steuerlich voll anerkannt wurden sie bis Ende 2007 aber nur bis zu einer gewissen Dauer der Reise (deutsches Steuerrecht i. d. R. 3 Monate, österr. teilweise kürzer). Dauerte die Reise länger, nahm das Finanzamt im Regelfall an, dass der Mittelpunkt der Lebensführung an den Ort der Auswärtstätigkeit verlagert wurde. Der Ort der auswärtigen Tätigkeit wurde dann als neue regelmäßige Arbeitsstätte angesehen. Diese Auffassung wurde durch ein Urteil des Bundesfinanzhofs vom 9. Juli 2009 aufgehoben.[1] Damit sind Fahrten zum Kunden immer als Dienstreise anzusehen, egal auf welche Dauer sie angelegt sind.

Vielen Dank im Voraus!!!

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