Private BU-Rente und Lohnerhöhung - Wird Rente gestrichen?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Nun, ersteinmal vorweggenommen, dass jeder BU Versicherer andere Definitionen bezügllich der Einkommensgrenze, dem Einkommensnachweis und der Lebensstellung hat.

Daher mal die Regeln skizziert, wie sie der BGH definiert hat. Es gibt zwei Punkte die es zu beachten gibt: Der erste Punkt betrifft die Einkommenshöhe (da sind die 80% als Obergrenze lehal definiert) das zweite betrifft die Lebensstellung bzw den Beruf selbst. 

Wenn beispielsweise ein Meister BU wird und dann später eine Tätigkeit als Aushilfe annimmt, so kann er durchaus mehr als die 80% verdienen, da er argumentieren kann, dass diese Tätigkeiten vom Niveau bzw erforderlichen Ausbildungsstand nicht der vorherigen Lebensstellung entspricht.

Fazit: Einkommen ist das eine - die soziale Stellung des neuen Berufs ist jedoch zu berücksichtigen.

Um bei Deinem Beispiel zu bleiben. Ja, so eine Situation kann auftreten! In diesem Fall wäre ein Ansatz nur noch Teilzeit arbeiten zu gehen, sofern man die BU Rente behalten will.

Danke für Ihre Antwort. Der Punkt mit dem Niveau der neuen Arbeit ist für mich sehr interessant, da diese leider nicht mehr dem Standard der gelernten Ausbildung entsprechen wird.

Das Einkommen alleine ist für mich nämlich auch nur das eine, die Bestätigung die ich durch eine fordernde, meiner Ausbildung entsprechenden Tätigkeit bekomme der zweite, sehr wichtige Punkt.

Leider ist aber nur das Einkommen ein fester Punkt, der zweite Punkt ist bestimmt von der Versicherung oft sehr dehnbar definiert.

1
@Frage3210

Der springende Punkt ist, dass ein Beruf, der nicht der vorherigen Lebensstellung entspricht das Thema Einkommensgrenze aushebeln kann. Doch bei der Formulierung solcher Anschreiben an den Versicherer solltest Du Dir Unterstützung holen. 

1

Hallo,

da es unterschiedliche Vertragsbedingungen gibt, solltest du Aussagen zu den schädlichen Zuverdienstgrenzen in deinem Vertrag finden ! 

Solltest du darin keine erschöpfende Antwort für dich finden, kontaktiere deine Versicherung und falls es ein ok gibt, lass dir die Höhe vom künftigen Zuverdienst schriftlich bestätigen ! 

!!! .....gib dich nicht mit mündlichen Zusagen zufrieden. Sollte es später diesbezüglich zu Problemen kommen, will es immer keiner gewesen sein ! 

verliere ich dann das Recht auf die BU- Rente ?

Wenn du konkret eine neue Tätigkeit ausübst, die deiner voherigen Lebensstellung entsprochen hat, fällt der Leistungsanspruch weg.

Dann würde ja theoretisch bei vielen Menschen nach spätestens ein paar Jahren diese Leistung wegfallen, da man ja nicht von einem über Jahre oder gar Jahrzehnte gleichbleibendem Lohn ausgehen kann. Kleine Lohnerhöhungen sind ja schon notwendig um die steigenden Kosten auszugleichen und damit den Lebensstandard halten zu können. ...Aus Sicht der Versicherungsbedingungen ist das zwar eindeutig und richtig, aber wie ich schon erwähnte, ist das nicht lächerlich, wenn ich meinem Chef bitte, mir keine Lohnerhöhung zu geben, weil ich mit der BU-Rente dann mehr Geld habe, als mit der Lohnerhöhung und ohne BU-Rente?  ...Mein Chef freut sich natürlich über gesparte Lohnkosten und lässt den Grundlohn sehr gerne konstant, aber irgendwie ist das doch ziemlich komisch. ...

0

Wieso hat der Bescheid der Erwerbsminderungsernte so eine bedeutende Wirkung bei anderen Vers.?

Die BVV. Das ist die Versicherung, bei der ich eine Berzfsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen habe. Die BVV hat zunächst bei meinem Antrag auf BU Rente darauf verwiesen, daß dies einem strengen Prüfungsverfahren unterzogen wird. D.h. meine Tätigkeitsbeschreibung meiner ehemaligen Arbeit wird eingeholt und dann wird ein Fragebogen erstellt, der von meinen Ärzten penibel ausgefüllt werden muss um meine Leistungsfähigkeit einzuschätzen. Im Anschluß werde ich noch einem Gutachter vorgeführt, der mich und meine Leistungsfähigkeit bewerten muss. Dieses Prüfungsverfahren stand an. Als ich jedoch meine Unterlagen bzw. den Bescheid der Erwerbsminderungsrente der BVV zurgelegt habe, sagten die zu mir, daß nun das Prüfungsverfahren wegfällt. Es genüge die Vorlage des Bescheids der Erwerbsminderungsrente der Rentenversicherung um die Berufsunfähigkeitsrente zu bekommen. Nun habe ich ein Bescheid bzw Bewilligung für meine Berufsunfähigkeitsrente bekommen. Nun zu meiner Frage: Ohne den Bescheid für die Erwerbsminderungsrente hätte ich schlechte Karten gehabt die Bu Rente zu bekommen. Dadurch daß ich nun von der Rentenversicherung als Rentner eingestuft worden bin habe ich nun ein Freischein für die BU-Rente. Machen die Versicherungen es sich so einfach oder hat der Bescheid der Erwerbsminderungsrente so eine starke Stellung? Ich willmich nicht beklagen, denn ich habe 3 Jahre gebraucht um die Rente zu bekommen aber ich war verwundert wie Gutgläubig die BVV plötzlich reagierte als ich den Bescheid der Rentenversicherung vorgelegen habe. Wird das generellso gehandhabt, daß wenn die BU Rente der Rentenversicherung vorliegt die Vorraussetzung für eine Berufsunfähigkeit erfüllt ist?

...zur Frage

Wäre Burnout auch ein Fall für die BU-Rente, wenn Arzt daraufhin Berufsunfähig erklärt?

Würde man BU Rente kriegen wenn Auslöser für die Berufsunfähigeit Burnout ist?

...zur Frage

Anrechnung Teilerwerbsminderungsrente auf private BU

Habe folgende Frage: Wird eine Teilerwerbsminderungsrente auf die private BU als Einkunft angerechnet?

Ich beziehe private BU-Rente bei der ich noch 80% meines frühren Verdientes hinzuverdienen darf... wird dabei die Teilerwerbsminderungsrente angerechnet oder bleibt die aussen vor und es zählt nur Verdienst aus erwerbsmäßiger Arbeit ?

...zur Frage

berufsunfähig - Softwareentwickler - was heisst das nun?

Was heisst es, wenn ein Softwareentwickler wegen massiver Rückenprobleme die Berufsunfähigkeit anerkannt bekommen hat. Ist er dann Frührentner? Erhält er in voller Höhe Berufsunfähigkeitsversicherung (es besteht auch eine private Absicherung)? Oder erhält er die Differenz zum Wenigerverdienst eines Berufes, den er ausüben könnte?

...zur Frage

Zahlt eine private BU nach Umschulung noch eine Teilrente ,wenn der Verdienst vorher höher war?

Ich beziehe zZ.eine private BU-Rente von 1000 Euro mtl. und bin nicht verweisbar,mache aber trotzdem eine Umschulung zur Medizinischen Fachangestellten.Ich war vorher selbstständige Gastronomin und kann auf Grund eines Arbeitsunfalles nicht mehr in diesen Beruf arbeiten.Meine Frage ist: muss mir die BU-Versicherung einen sogenannten Aufstockbetrag zahlen , wenn mein Einkommen im Versichterten Beruf höher war? Die Berechtigung auf Leistungszahlung erlischt lt.Bescheid am 01.08.2030 oder wenn der Grad der BU unter 50 % sinkt,was aber nicht zu erwarten ist.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?