Preisbildung durch Angebot und Nachfrage

Support

Liebe/r Bankmillionaire,

bitte keine Hausaufgabenfragen stellen, da diese gegen die Richtlinien verstoßen.

Herzliche Grüsse

Jürgen vom finanzfrage.net-Support

4 Antworten

Ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass durch einer erhöhte Nachfrage eine Verknappung des Produkts der Grund für eine Preissteigerung ist. Meines Erachtens nach liegt das daran, dass die verfügbaren Absatzmengen nicht immer direkt an einer erhöhte Nachfrage angepasst werden können.

Das klingt plausibel :)

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Eine Hausarbeit? HöHa, BWL oder VWL?

eher volkswirtschaftlich gedacht ;)

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Du kannst Dir das wie bei einer Auktion vorstellen, d.h. jemand bietet ein Wirtschaftsgut zu einem gewissen Preis an und die Nachfrager werden ihre Gebote als Kaufpreis einstellen.

Das Gebot bestimmt also die Wahrscheinlichkeit, daß man zum Zuge kommt, denn jemand mit einem höheren Gebot wird zuerst bedient. Also werden bei knappen Gütern die Käufer tendentiell mehr bieten, um eher zum Zuge zu kommen (sprich: die Käufer sind bereit, mehr Geld als normal für ein Gut auszugeben).

Jedoch können dann auch die Anbieter natürlich das Preisniveau erhöhen, da sie wissen, daß der Absatzmarkt bis zu einem gewissen Bereich aufgrund der engen Angebotslage folgen wird.

Steigt der Preis allerdings so an, daß nun auch zuvor unrentable Produzenten noch eine sinnvolle Marge erwirtschaften können (siehe Öl und Gas), dann drängen an diesem Punkt mehr Anbieter auf den Markt, die früher eine Sättigung erreichen können. Also wird der Preis hier leicht fallen oder stagnieren.

Sinkt die Nachfrage aufgrund einer Sättigung des Marktes mit einem Gut, dann sind weniger Käufer im Markt, d.h. für einen profitablen Absatz müssen Anbieter auch niedrigere Preise akzeptieren. Der Preis fällt.

Das kann jedoch auch dazu führen, daß Anbieter, die dann nicht mehr profitabel arbeiten können, aus dem Markt geschüttelt werden (siehe Halbleiter-Industrie). Das führt zu einem engeren Markt und damit zu wieder steigenden oder zumindest stagnierenden Preisen.

Das Gesetz vom abnehmenden Grenzertrag würde ich hier nicht sehen, da es eigentlich eher um Marktzusammenhänge geht und nicht um Produktionszusammenhänge.

Das Equilibrium ist nicht konstant, sondern ändert sich mit den saisonalen Gegebenheiten, Zyklen der Lagerhaltung, Verbrauchergewohnheiten, aber auch mit Spekulationen.

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