PKV hat fristlos gekündigt !!! Bitte Helfen ....

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7 Antworten

Schwierige Sache, bei der Aufnahme in die Private Krankenversicherung, hast Du sicher einen Gesundheitsfragen ausgefüllt und da hast Du wohl die 4wöchige Krankschreibung nicht angegeben. Und das Problem ist weiter: auch wenn Du dem Versicherungsvertreter die Sache erklärt hast, wurde das nicht niedergeschrieben - und so sieht es eben so aus, als ob Du das nicht angegeben hast. Du kannst natürlich versuchen, die Unterlagen des Arztes abzugeben, vielleicht hat dann das private Krankenversicherungsunternehmen ein Einsehen, ich wünsche es Dir. Du kannst auch versuchen, den Versicherungsberater zu bitten, daß er Eure mündliche Ansprache der Versicherung mitteilt. Mit Deinen verursachten Kosten hat es wohl weniger zu tun,die 3 Wochen Arbeitsunfähigkeit in 2010 dürften nicht so erheblich zu Buche schlagen.

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Wenn die Versicherung wegen nicht gemachter Angaben kündigt, so ist dieses grundsätzlich an gesetzliche Vorgaben gebunden.

Die Regelungen dazu ist zu finden in § 19 VVG:

Also kannst Du davon ausgehen, dass eine Klage erfolglos bleibt und die Rechtschutzversicherung die Kosten nicht übernimmt, da von Vornherein keine Aussicht auf Erfolg besteht.

Unerheblich ist die Bestätigung des Arztes, denn auch eine Verdachtsdiagnose hätte angegeben werden müssen.

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Kommentar von alfalfa
27.01.2013, 16:58

Na, nicht ganz so wild. Denn nach § 19 VVG besteht auch die Möglichkeit eines Leistungsausschlusses oder eines RZ Zuschlags. das Problem ist, nachzuweisen, dass es kein Vorsatz war oder der Arzt Unfug geschrieben hat. Und Verdachtsdiagnosen - auf dieser Basis kann keine Kündigung erfolgen. Ganz so heftig ist es nun auch nicht.

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Nun, die PKV hat von ihrem Recht nach § 19 VVG Gebrach gemacht. Statt Kündigung ist aber auch ein Risikozuschlag oder ein Leistungsausschluss denkbar. Das lässt sich jetzt nicht ohne Akteneinsicht klären, was möglich wäre.

Insofern besteht nur die Möglichkeit mit Hilfe eines versierten Rechtsberaters eine aussergerichtliche Einigung hin zu bekommen oder auf gerichtlichem Wege mit Hilfe eines Anwalts.

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Kommentar von Sommer100
27.01.2013, 16:58

Das ist halt das Problem, in der GKV schreiben die meisten Ärzte irgendwelche Gründe, um mehr zu kassieren. Jetzt darf ich es ausbaden.... !

Wie gesagt, das sind 2,5 Jahre her ... echt komisch.

Ich gehe am besten mal zum Rechtsanwalt ...vielen Dank.

Habe gesehen das der Basistarif ca. 610 Euro kostet. Das ist ein Hammerbetrag. Zurück in die GKV geht auch nicht. Das ist echt eine blöde Situation.

Ich habe einen Antrag bei einer anderen PKV gestellt, sozusagen den Antrag unterzeichnet. Bin ich jetzt schon bei der neuen zum Basistarif versichert. Ablehnen können die ja nicht .... und in Deutschland muss man ja versichert sein ..

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Hallo,

die Chancen stehen schlecht. Es wurde was verschwiegen und den Beweis, dass der Berater das gewusst hat, ist schwer zu führen. Ebenso, dass die PKV Dich mit der richtigen Diagnose versichert hätte.

Wenn der momentane Gesundheitszustand o.k. ist, alles o.B., könnte man versuchen, mit den Unterlagen einen normalen Vertrag bei einer anderen PKV zu bekommen.

Viel Glück

Barmer

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Kommentar von Sommer100
27.01.2013, 16:51

Ich meine im Internet gelesen zu haben, dass wenn der Arzt nachträglich bestätigt, dass es keine Krankheit war , dann dies keine grobe Fahrlässigkeit darstellt....

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Kommentar von alfalfa
27.01.2013, 17:01

...würde mich wundern, wenn es eine PKV gibt, die einen Vertrag anbietet, nachdem der vorherige Vertrag nach § 19 VVg gekündigt wurde. Habe ich bis dato noch nicht erlebt. Aber man lernt nie aus.... Mal was ganz abstruses: Nach 18 Monaten Basistarif ggfs Wechsel nach§ 204 VVG und ornungsgemässer Beantwortung der Gesundheitsfragen. Nur mal als Ansatz.

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Du hast eine vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung begangen. Vermutlich hätte die PKV Dich nicht angenommen, wenn sie davon vorher gewusst hätte, daher die Kündigung. Du schreibst etwas von "Spannungssituation", das hört sich nach psychischem Leiden an - und darauf reagiert die PKV nach meiner Erfahrung sehr allergisch, weil die häufig hohe Kosten verursachen. Möglichereise ist also das das Problem und nicht die Kreislaufbeschwerden.

Was genau der Arzt gesagt hat, wissen wir nicht, daher kann hier auch niemand nachvollziehen, ob die Kündigung gerechtfertigt ist und ob sich evtl. eine Klage lohnt.

Was ich auch nicht ganz verstehe, hat die PKV Dich komplett rausgeschmissen? Das darf sie eigentlich nicht, den Basistarif muss sie Dir immer anbieten. Um Dich komplett abzulehnen, müsstest Du schon mit der Knarre in der Hand bei denen auftauchen.

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Kommentar von Sommer100
27.01.2013, 16:33

Vielen Dank für die Antwort.

Der Arzt hat ja auch bestätigt, das die Anfangsdiagnose sozusagen falsch war und es NICHT zu einer Behandlung mit Medikament kam UND eine psychische Behandlung nicht notwendig war, dh dass ich nach den 4 Wochen alles OK war. Diese Krankheitstage liegen, auch 2,5 jahre zurück... ich mein hätte ich etwas, dann wäre es doch in den 2,5 wieder passiert, ich verstehe es nicht.

Die meinen nur, die PKV , die dich kündigt, muss dir auch keinen Basistarif anbieten.

Sollte ich klagen ?

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Kommentar von alfalfa
27.01.2013, 16:56

Eine kleine Korrektur: Eine PKV die nach § 19 VVG einen Vertrag anficht ist nicht verpflichtet die Person im Basistarif aufzunehmen. Das ist eine der Rechtsfolgend des § 19 VVG.

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Vielleicht hast Du eine Chance, Dich auf den $ 19 Abs. 5 zu berufen.

Voraussetzung ist, dass der es sich um einen Ausschließlichkeitsvermittler der KV handelte und dieser dem Versicherer bestätigt, dass er informiert war und das ganze als Unwichtig eingestuft hat.

Wenn er das natürlich abstreitet, hast Du keine Möglichkeit, die Versicherung wieder aufleben zu lassen.

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Kommentar von Sommer100
27.01.2013, 17:54

Ehrlich gesagt, habe ich nicht grob fahrlässig gehandelt. Ist natürlich meine subjektive Meinung. Wie gesagt, vor allem, weil ich auch eine Bestätigung vom Arzt habe.

Ich gehe einfach mal zum Rechtsanwalt, mal sehen, was man da noch machen kann.

Ich habe ja jetzt noch einen Antrag bei einer anderen PKV gestellt (Basis), damit nicht ohne Versicherung stehe. Könnte ich vom diesem Vertrag zurücktreten, falls mich meine alte PKV doch wieder aufnimmt (was ich fast nicht glaube, oder gegen aufpreis) ?? Ansonsten hätte ich ja zwei Versicherungen...

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Du hast vier Wochen nicht gearbeitet. Was hast du denn da Deinem Arbeitgeber als Grund angegeben? Krankheit, da gehe ich jede Wette ein.

Und jetzt erzählst Du Deiner Versicherung, dass Du "echt nicht krank" warst.

Entweder hast Du damals Deinen Arbeitgeber betrogen, oder Du versuchst das jetzt mit der Versicherung zu tun.

Altes Sprichwort: Wer einmal lügt dem glaubt man nicht...............

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