PKV // Zustimmungserklärung Aktuar

2 Antworten

Hallo,

der verantwortliche Aktuar ist ein Mitarbeiter des Unternehmens, gemeint ist sicher der Treuhänder.

Berechnet werden bei einer Beitragsanpassung immer die Beiträge für das Neugeschäft und die werden vom Treuhänder geprüft. Die entsprechende Anwendung auf den Bestand erfolgt nach den Regeln der Versicherungsmathematik und die Berechtigung ist in den AVB (MB/KK) festgelegt.

Einspruchsmöglichkeiten hat der Treuhänder hier wenige, außer er merkt z.B., dass der Tarif vorher unterkalkuliert war. Daher legen die VU auch neue Tarife dem Treuhänder vor, obwohl sie dazu nicht verpflichtet sind.

Gruss Barmer

...oben links auf den "Zustimmungserklärungen zur Beitragsanpassung" steht Dipl. Math. Aktuar (DAV) und unten links die Signatur mit (Treuhänder). Ich habe mit diesen Schreiben lediglich die AVB Teil I-III Stand 1.2012 erhalten. Wenn ich es richtig lese, kann die Bestandskunden-Erhöhung entnommen werden aus: http://www.pkv-1x1.de/pdf/pdf_avb/ARAG_AVB_Krankheitskostenvollversicherung.pdf. Wenn ich dort nachlese, kann praktisch kein Kunde wirklich nachvollziehen, was zur Erhöhung geführt hat. Nun ja, so ist es ja auch im Steuer- und Sozialversicherungsrecht. Trotzdem, danke für die Hinweise.

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@go4java

ja klar, der Aktuar hat die BA zu verantworten und eingereicht und der Treuhänder hat sie genehmigt.

Das sind die kompletten AVB, mehr gibts nicht.

Klar, der Kunde kann sie nicht durchschauen, weil er ja die Statistiken nicht hat und auch kein Versicherungsmathematiker ist. Und damit alles mit rechten Dingen zugeht, gibt es den Treuhänder.

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Nun. Wenn die Kosten eines Tarifs um mindestens 5 Prozent unter den realen Kosten liegen, so ist nach KalV durch den verantwortlichen Aktuar des PKV ein Genehmigungs/Testverfahren bei dem nabhängigen Treuhänder zu initiieren. Dieser überprüft die Rechnungsgrundlagen und spricht dann ein Testat aus. In dem von Ihnen genannten Fall wurden neue Beträge für den Neukundenzugang testiert. Damit gelten neue Beträge für neu hinzukommende Kunden. Der Bestand bzw die Grundlagen der Berechnung für diesen ist davon nicht betroffen. Da bleibt alles beim alten Zustand und Differenzen werden über BAP gesteuert.

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