Pflichtteilsstrafvertragsklausel beim Berliner Testament und Möglichkeit der freuen Verfügung?

2 Antworten

Richtig, diese Regel ist relativ üblich, dass Jemand der nach dem Tod des Erstversterbenden den Pflichtteil fordert, für den Tod des Zweitversterbenden auch auf den Pflichtteil gesetzt wird.

Das der überlebende Ehegatte über das ungeteilte Vermögen verfügen kann, ist ja der Sinn des Berliner Testaments.

Es gibt die REgelungen der §§ 2100 ff BGB über die Rechte udn Pflichten von Vor- und Nacherben.

Es gibt dabei die Möglichkeit den Vorerben zu befreien, oder nicht.

Beim Berliner Testament ist der Vorerbe befreit, aber das kann man auch im Testament regeln, dass z. B. der überlebende Ehegatte ein Haus nicht verkaufen darf.

wenn er seinen Pflichtteil nach dem Tod des esten Elternteils eingefordert hat, beim Tod des zweiten Elternteils auch nur noch den Pflichtteil und hat keine weiteren Ansprüche?

Richtig, das beim Tod des erstverstorbenen Elternteils Pflichteil fordernde Kind wird von der gesetzlichen Erbfolge im Erbfall der Längstlebenden und damit der verfügten Nacherbschaft ausgeschloosen und erneut auf seinen Pflichtteil beschränkt.

Kann man als überlebender Ehegatte nach dem Tod des Partners weiterhin frei über das Geld verfügen?

Ja, es ist ja gerade Sinn der Vorerbschaft durch Berliner Testament, die gesetzlichen Erbansprüche der Kinder beim Tod des Ehegatten auf sein eigenes Ableben zu verschieben, um nicht etwa zum Verkauf der gemeinsamen Immobilie gezwungen zu werden, um Erbe an die Kinder auszubezahlen.

Die Witwe darf sowohl ihr eigenes wie das vom Ehemann erworbenen Vermögen frei verwenden, bei letzterem allerdings nur insoweit, wie sie den Erbanspruch der nacherbenden Kinder am Nachlass des erstverstorbenen Vaters unangetatstet sichern muss.

Ob sie - etwa bei Neuverheiratung oder nachgeborenen bzw. adoptierten Kindern - auch andere Erben als die wechselseitig verfügten Nacherben bestimmen darf, hängt von einer gesonderten Vereinbarung über befreite Vorerbschaft des Berliner Testaments ab.

G imager761

Wohnrecht rechtens bei gemeinsam verfassten Berliner Testament? Hätte Anfechtung durch einen Prozess Aussicht auf Erfolg?

Meine Eltern hinterlegten beim Amtsgericht ein gemeinsames Berliner Testament.

Als mein Vater starb, forderte Mutter eine Unterschrift beim Notar von mir, wodurch sie Alleinerbin meines Vaters wurde.Sie meinte damals, ich hätte keinerlei Nachteile dadurch, das Testament würde nicht beeinträchtigt.

Auch derNotar sagte, das gemeinsame Testament könne auch durch meine Unterschrift nie mehr geändert werden. Es sei so, daß ich nach dem Tod des Längstlebenden Alleinerbin des gesamten, noch vorhandenen Vermögens werdenw würde und darüber frei verfügen könne, so steht's im Testament, habe Abschrift bekommen.

Meine Eltern wollten immer, daß ich im Alter miet .- und sorgenfrei leben kann. Deshalb wurde sogar mein Sohn, dem beide erst 1/4 des Vermögens zukommen lassen wollten, nachträglich gestrichen, damit ich ihn nicht evtl. im Erbfall auszahlen muß.

Nun ist Mutter letzten Monat verstorben und ich musste erfahren, daß sie ihrem Lebensgefährten ein lebenslanges Wohnrecht im Grundbuch eintragen ließ!

Ich bin fassungslos und kann es mir nur erklären, daß ihre beginnende Demenz ihr den Verstand vernebelte! Der Typ arbeitete voll darauf hin, trieb alle Freunde meiner Mutter weg und verbot sogar meinem Sohn, daß er seine Oma besuchen kann.

Mutter ließ das alles zu.....aber daß ich nun ein beschwertes Erbe haben soll,ist die Krönung!! Konten, Lebensversicherung hat er sich schon einverleibt.....ich kann nicht in mein Elternhaus......wer weiß, was schon alles weggeschafft würde.

Ist es nicht so, daß sie hätte zwar alles verprassen können, aber falls ich Erbe, daß ich darüber auch, wie im gemeinsamen Testament verfasst, FREI verfügen kann.....??

Ist dieses Vermächtnis denn überhaupt rechtsgültig, stellt es doch eine erhebliche Minderung meines Erbes dar, was im Testament absolut GARNICHT gewollt ist.

Ich selbst bin 90 schwerbehindert, schwere Lungenerkrankung..... wäre schön gewesen im Alter mietfrei wohnen zu können.....so war das gemeinsame Testament auch angedacht!!!! Nun hab ich ein Haus und doch nichts, ausser Unkosten!

Der Typ lässt uns auch nicht ins Haus! Könnte ich ihm eigentlich das Inventar, Heimtextilien, Bilder, Traktor zum Rasen mähen.....ausräumen?

Darf ich den größten Teil des Grundstücks verkaufen??? Damit könnte ich Anwalt bezahlen!??

Habe auch Angst vor den Kosten eines evtl. Prozesses!

Bitte helft mir!! Ich hoffe, ihr habt Antworten für mich!

Der Notar sagte, das gemeinsame Testament könne auch durch meine Unterschrift nie mehr geändert werden. Es sei so, daß ich nach dem Tod des Längstlebenden Alleinerbin des gesamten noch vorhandenen Vermögens werde.

Meine Eltern wollten immer, daß ich im Alter miet .- und sorgenfrei leben kann. Deshalb wurde sogar mein Sohn, dem beide erst 1/4 des Vermögens zukommen lassen wollten, nachträglich gestrichen, damit ich ihn nicht evtl. im Erbfall auszahlen muß!

Und dann vermacht mir die Mutter ein Haus mit Wohnrecht !!!!

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kann man als Überlebender eines Berliner Testaments Vermögen verschenken wie man will?

wie ist dass denn genau:. wenn man ein Berliner Testament macht und auch angibt, wer den Rest nach dem Tod beider Eheleute bekommt. Darf man dann als Überlebender nicht mehr einfach so an jemand anderen verschenken, wenn man das will? Meine Schwester behauptet das, glaub ich aber nicht.

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1972 schloss ein Ehepaar ein Ehe- und Erbvertag ab, in dem unter anderem der Bruder des Ehemannes ihr Hausgrundstück als Vermächtnis bekommen soll nachdem auch der längst lebende verstorben ist.

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1996 schreibt das Ehepaar ein handschriftliches Testament und setzten sich gegenseitig als alleinerben ein.

2004 verstirbt der Ehemann und beide Schriften werden eröffnet.

Das Ehepaar hat keine Kinder bekommen und der Bruder des Ehemanns ist 2006 verstorben und hat 2 Kinder.

Da sie aber all die Jahre weder den Neffen oder Nichte ihres Mannes sah hat sie ein noterielles Testament geschrieben in dem sie ihre Nachbarsfamilie die ein familiäres Verhältnis zu ihr haben als Erben eingesetzt.

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