Pendlerpauschale bei kombiniertem Arbeitsweg (Auto und Bahn)

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ist das eine Aufgabe aus der Steuerinspektorenprüfung? Abgesehen davon, dass dieser tägliche Arbeitsweg schon aufgrund der dafür benötigten Zeit fragwürdig ist, unterstelle ich mal, dass jemand der bereits derart zu unterscheiden weiss, auch die Lösung selbst finden kann. Sofern nicht bekannt : § 9 Abs. 1 Nr. 4 EStG hilft weiter.

Ich habe damit einfach null Erfahrung, da ich grade erst zu Arbeiten anfange. Für die lange Fahrtzeit habe ich mich aus persönlichen Gründen entschieden.

Aus § 9 Abs. 1 Nr. 4 EStG werde ich leider insofern nicht schlau, dass die Definition

"ein höherer Betrag als 4 500 Euro ist anzusetzen, soweit der Arbeitnehmer einen eigenen oder ihm zur Nutzung überlassenen Kraftwagen benutzt."

meiner Meinung nach weit gefasst ist. Ich benutze zwar meinen Wagen, aber nicht für die ganze Strecke. Deshalb und wegen meiner Unerfahrenheit diese etwas komplexe Frage.

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@Harvey85

Na, dann will ich mal nicht so sein.

Wird die Fahrt zur Arbeit abwechselnd mit dem Pkw und öffentlichen Verkehrsmitteln zurück gelegt, muss dies ab dem 1.1.2012 nicht mehr täglich nachgewiesen bzw. durch das Finanzamt geprüft werden. Die Finanzämter sollen ab 1.1.2012 jahresbezogen prüfen, ob der Ansatz der Pendlerpauschale oder der Ansatz der tatsächlichen Kosten für den Steuerpflichtigen günstiger ist (§ 9 Abs. 2 Satz 2 Einkommensteuergesetz).

Der nichtverstandene Passus aus § 9 Abs. 1 Nr. 4 EStG heisst :die Begrenzung der Entfernungspauschale auf insgesamt 4.500,- greift nicht, wenn das eigene (oder auch ein von Anderen überlassenes) Fahrzeug für den täglichen Weg zur Arbeit genutzt wird.

Meines Wissens kann man bei der Steuererklärung die einzelnen Fahrtbestandteile eingeben. Zumindest für 2011 müsste das noch genau aufgeteilt geschehen. Nach Ansicht des FG Rheinland-Pfalz sind die Fahrtkosten, die durch die verschiedenen Verkehrsmittel entstehen (z.B. Park & Ride), auch auf die Teilstrecken bezogen, zu ermitteln. Generell ist für die Berechnung der Entfernungspauschale die kürzeste Straßenverbindung zwischen der Wohnung und der Arbeitsstätte zugrunde zu legen. Die Entfernungspauschale für die Teilstrecke, die mit dem eigenen Kraftwagen zurückgelegt wird, ist in voller Höhe anzusetzen und unterliegt keinem jährlichen Höchstbetrag. Der Rest der Entfernungskilometer, aus der Differenz der gesamten Entfernungskilometer und der mit dem eigenen Kraftwagen gefahrenen Teilstrecke, verbleibt für die Strecke des öffentlichen Verkehrsmittels. Zwischen * und * ist kopiert aus http://www.buchhaltung-winter.de Der vollständige link liess sich nicht hier einfügen. Bitte die Seite aufrufen und bei "Infos A-Z" auf "W"

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@FREDL2

Ein P.S.: wundere Dich nicht, wenn auf der o .a Seite keine "Pendlerpauschale" vorkommt. Diese gibt es nämlich nicht, das Ding heisst Entfernungspauschale - gemeint sind die 0,30/km.

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Ist das eine Aufgabe aus der Steuerinspektorenprüfung?

Nein. Schon deshalb nicht, weil es keine Pendlerpauschale gibt. Da kann das nicht im Klausurenheft stehen.

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bei deiner Aufstellung komme ich auf 1+100+30=131 (km).

Ich kenne es so:

  • du kannst die 137 * 220 * 0,30 € ansetzen bis zu max. 4.500 Euro p.a.
  • liegen die Istkosten höher als die 4.500 €, so sind Nachweise zu führen: eigenes Auto, Bahntickets, etc.

Damit sehe ich bei dir den Nachweis der Istkosten, da du die Grenze von 4.500 Euro überschreitest und nicht alles mit dem Auto selbst fährst (was ja auch möglich wäre, würdest du die gesamte Strecke immer mit dem eigenen Auto fahren).

Hallo,

das Formular verlangt keine Ausrechnung, sondern sieht die Möglichkeit vor, verschiedene Varianten für verschiedene Anzahlen von Tagen einzutragen.

Daher weiß ich noch nicht, wieso sich diese Frage stellt.

Gruss

Barmer

Fragen zur Steuererklärung: Pendlerpauschale und Fortbildungskosten?

Hallo,

Wie der Titel es erahnen lässt, habe ich nicht eine Frage, sondern zwei Fragen, fasse sie aber lieber zusammen, da es sich um eine Steuererklärung handelt.

Frage 1:

Das Thema Pendlerpauschale an sich ist klar und ich mache das seit Jahren so, dass ich die einfachen KM x 220 Tage angebe. Nur, wenn ich mir das so genau überlege, stimmt das nicht, denn ich habe auch Dienstreisen. Die Dienstreisen werden komplett über den AG abgehandelt und tangieren das FA nicht. Nur bei genauer Betrachtung habe ich ja keine Fahrt zur Arbeit, wenn ich auf Dienstreise bin, oder? Ist es daher falsch die 220 Tage anzugeben, d.h. sollte ich genau "zählen" und meine Angabe anpassen? Gäbe es da Problem, wenn das FA von den Dienstreisen indirekt erfahren würde?

Frage 2:

Ich habe letztes Jahr mit einem Fernstudium begonnen und da sind natürlich ein Haufen Kosten angefallen (Gebühren, Fahrtkosten, Übernachtungen). Gebühren und Hotel sind ja dank Rechnung gut nachweisbar. Problematisch sind da eher die Fahrtkosten zu Präsenzveranstaltungen. Ich habe das nun so gelöst, dass ich je Semester den Präsenzplan der Steuererklärung beilege und dann auf diesem vermerke an welchen Tagen ich teilgenommen habe. Entsprechend addiere ich dann die Anzahl der Fahrten. Würde das dem Finanzamt so reichen oder sollte ich doch lieber detaillierter ein Schreiben beilegen, dass die Fahrten genau beschreibt? Und darf ich bei den Fahrtkosten jeden Km abrechnen, oder nur einfache Strecke?

Ich frage deswegen, weil es doch eine erhebliche Summe ist (>3000km gefahren) und diese sich bei mir deutlich in der Steuerlast auswirkt. Daher fürchte ich, dass das FA genauer hinschaut und einfach so mal Fahrten ablehnt und ich dann wieder Stress mit Einspruch usw. habe. Im Zweifel also lieber mehr Details?

Und wie könnte man Fahrten zu Lehrgruppen nachweisen? Brauche ich da die Unterschrift der anderen Teilnehmer? Und die dann entsprechend meine für ihre Steuererklärung?

Vielen Dank

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