Paar Fragen zu Aktien, Aktienfonds etc.

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2 Antworten

Ei, 24 Stunden? Hmm...

Aktien sind Anteile an einzelnen Unternehmen. Wenn sich die Nachrichtenlage zu einem Unternehmen verändert, dann kann der Aktienkurs sich auch verändern... nach oben wie unten. Die Aktien der Deutschen Telekom standen im März 2000 bei über 100 EUR. Nun stehen sie bei einem Zehntel und eine Verzehnfachung ist nicht in Sicht. Das soll demonstrieren, daß Aktien nicht immer steigen, wenn man lange genug wartet. Manche verfallen im Wert und erholen sich nie mehr. Andere wie McDonalds oder IBM zeigen einen guten Aufwärtstrend, der jedoch durch ein wesentliches Ereignis auch einbrechen kann. Aktien sind daher sehr volatil und können aufgrund von Unternehmensereignissen oder Markteinschätzungen ihren Kurs deutlich und kurzfristig verändern.

Daher gibt es die Regel der Diversifikation. Man kann innerhalb einer Anlageklasse, Region, Branche oder zu einem Thema diversifizieren (dann kauft man z.B. verschiedene europäische Aktien oder alle möglichen Bankaktien oder alle Aktien, die mit der Holzherstellung und -verarbeitung zu tun haben) oder zwischen Anlageklassen, d.h. man mischt Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Immobilien und andere Anlageformen.

Da die meisten Privatanleger dafür im großen Stil nicht das nötige Kleingeld haben, gibt es Fonds, die diese Diversifikation in gewisser Art durchführen. Anleger kaufen dann Anteile an diesen Fonds und partizipieren an den Entwicklungen. Da es viele Werte in einem Fonds gibt, wirkt sich ein einzelner Wert mit seinen Schwankungen nicht so sehr aus. Selbst wenn ein Unternehmen bankrott gehen sollte, wirkt sich das nur auf einen Bruchteil des Fonds aus. Man hat also geringeres Risiko, aber auch eine etwas gemittelte Rendite.

Fonds und Aktien kaufst Du bei einer Bank bzw. einem Online-Broker wie ING-Diba oder comdirect, die Verrechnungskonten und Depots kostenfrei anbieten.

Aktien, Anleihen und Fonds haben Dividenden, Zinszahlungen bzw. Ausschüttungen. Diese werden vom Unternehmen, der Emittentin oder von der Fondsgesellschaft über eine Clearingstelle den depotführenden Banken mitgeteilt und überwiesen, wo sie dann den Weg auf die Konten der Anleger finden und besteuert werden.

Der Kurs von Aktien, Anleihen und Fonds schwankt mit dem Markt und der Entwicklung der Werte. Solange man nicht verkauft, sind das nur Gewinne und Verluste auf dem Papier: Buchgewinne und Buchverluste. Erst mit dem Verkauf wird ein Gewinn oder Verlust realisiert.

Als Kriterium für den Kauf soll die Perspektive des jeweiligen Anlageinstruments dienen, d.h. die zukünftige Entwicklung von Kurssteigerungen und Erträgen. Als Kriterium für den Verkauf sollte man das Fehlen davon bzw. das unterdurchschnittliche Erreichen dessen nehmen. Man sollte also nicht nur die Gewinnpositionen verkaufen, sondern eher die Verlustpositionen, wenn diese einen bestimmten Betrag ins Minus laufen. Gewinnpositionen verkauft man z.B. wenn sie zu sehr fallen bzw. wenn man dem Wert kein wesentliches weiteres Potential mehr beimisst und einen anderen Wert dafür kauft, der wiederum Gewinnpotential hat.

Es geht also nicht darum, bei jedem Wert den Einstandskurs zu erreichen und zu übertreffen, sondern um die Beurteilung aktuellen Lage und möglichen zukünftigen Entwicklung.

Ich würde Dir raten, auf keinen Fall mit Einzelaktien anzufangen, sondern mit Mischfonds als Kerninvestment und ggf. ein oder zwei breit gefächerten internationalen Aktienfonds als Beimischung. Beobachte das doch mal in Deinem Musterdepot.

Bei der Frankfurter Börse gibt es einige Dokumente zur Einführung in die Börse und Wertpapiere: http://www.boerse-frankfurt.de/DE/index.aspx?pageID=44&NewsID=3414

24h Stunden sind sehr wenig.

Broker? Machen wir es einfacher, weil der Begriff leicht irreführend sein kann:

  • du legst bei einer Bank (kann auch eine sog. Onlinebroker sein) ein Depot an
  • über das Depot orderst du deine Produkte an der Börse

Bei Broker selbst kaufst du eher nicht, der wickelt deine Order ab und bekommt dafür eine Fee.


Aber diesen Verlust mache ich doch nur, wenn ich jetzt meine Aktien verkaufen würde, oder? Wenn ich warte bis der Kurs so hoch ist, dass ich wieder Gewinne erziele, mache ich also alles richtig!?

Es wäre ja schön, wenn es so einfach wäre. Warten alleine ist nicht der Königsweg. Die Frage kannst du allen Aktionären von HRE oder der Telekom stellen. Letztere warten immer noch auf ihren Einstiegskurs, die von der HRE haben keine Aktien mehr. Und beide Parteien sitzen auf Verlusten. Nur: haben die alles richtig gemacht?


Die Dividende wird in D meist am Tage der Hauptversammlung gezahlt. Den Termin teilt die Firma selbst mit.

Woher die Firma das weiss? Es gibt Aktienbücher und Clearingstellen, über die die Dividende ihren Weg zu den Aktionären findet. Und es wird auf dein Depot oder ein Referenzkonto gezahlt.


Investmentfonds: du orderst einen Fonds wie eine Aktie an einem Börsenplatz. Nicht die Bank, sondern die Fondsgesellschaft hat dann das Geld. Die machen nicht was sie wollen, sondern bewegen sich in dem Rahmen, den sie sich selbst gesteckt haben. Aktienfonds bleiben in Aktien, Rentenfonds in Renten, Mischfonds diversifizieren.

Gesetzliche Auflagen legen zusätzlich den Rahmen fest. Aber in dem Rahmen tun sie, was sie wollen, ja :)

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