P Konto Bescheinigung?

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2 Antworten

Nicht abwimmeln lassen; ggf. die zuständige Abteilung im Backoffice verlangen. Marktmitarbeiter haben wenig bis keine Ahnung (egal, um welchen Bereich der Bank es geht.

Auf dem P-Konto können grundsätzlich nach § 850k Abs. 5 ZPO weitere Beträge geschützt werden. Kindergeld, Unterhaltsverpflichtungen zum Beispiel für Ehegatten und Kinder sowie Sozialleistungen, die in einer Bedarfsgemeinschaft entgegengenommen werden, können den Grundfreibetrag um weitere Freibeträge erhöhen.
So steht jedem P-Konto-Inhaber für die erste Person, der er aufgrund Gesetzes Unterhalt zu gewähren (zum Beispiel Ehepartner, Kind) hat, ein weiterer Freibetrag von 404,16 Euro zu. Hinzu kommen zusätzliche Freibeträge von jeweils 225,17 Euro, sofern Unterhalt für weitere Berechtigte geleistet wird. Gleiches gilt, sofern der P-Konto-Inhaber für sich und andere Personen in einer Bedarfsgemeinschaft (neben dem eigenen Kind zum Beispiel auch Lebensgefährtin, Stiefkind) Leistungen entgegennimmt.

Es gelten somit die folgenden Freibeträge:

1.478,04 Euro bei Unterhaltspflicht für eine Person
1.703,21 Euro bei Unterhaltspflicht für zwei Personen
1.928,38 Euro bei Unterhaltspflicht für drei Personen
2.153,55 Euro bei Unterhaltspflicht für vier Personen
2.378,72 Euro bei Unterhaltspflicht für fünf Personen.

Voraussetzung ist allerdings, dass Sie als Kontoinhaber Ihrer Bank eine Bescheinigung vorlegen, dass es sich um solche geschützten Freibeträge oder Geldeingänge handelt. Arbeitgeber, Familienkassen, Sozialleistungsträger, anerkannte Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen oder Rechtsanwälte können eine solche Bescheinigung ausstellen.

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Hi, anbei einen Tipp, keine Ahnung ob es euch weiterhelfen könnte.

Das Kindergeld darf auch auf ein Konto eines Kindes überwiesen werden. Das ist legal. Dieses Konto braucht dann kein Pfändungsschutzkonto sein und solange das Kind minderjährig ist, haben ja auch Eltern den Zugriff darauf.

Desweiteren könntest du mit dem Gläubiger eine Ratenzahlungsverbeinbarung treffen so das keine Pfändung entsteht.

Würde der Arbeitgeber einmalig den Lohn in bar zahlen?

Mir würde es darum gehen, das genug Zeit bleibt die Freibeträge entsprechend günstig zu verteilen. Nicht das der Mann einen höheren Freibetrag hat und diesen nicht ausnutzen kann.

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