Onkel verstorben und Erbanteil erwartet. Was tun?

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6 Antworten

Wenn eine letztwillige Verfügung vorliegt ist für deren Eröffnung das Nachlassgericht zuständig:

http://www.justizportal.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=13295&article_id=56770&_psmand=50

An sich wird man die Erben von dort aus informieren. Nachfragen ist allerdings nicht verboten.

Allerdings ist natürlich die Frage, ob der Onkel seinen guten Vorsatz auch in die Tat umgesetzt hat, sprich ein Testament zu Deinen Gunsten aufgesetzt hat. Wenn nicht, dann gilt die gesetzliche Erbfolge und da wären zunächst die etwaig vorhandene Ehefrau und etwaig vorhandene Kinder oder Enkel des Onkels am Zuge. Die würden dann auch entferntere Verwandte von der Erbenstellung ausschließen.

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Kommentar von miniErbe
13.01.2013, 14:52

es gibt sowohl seine Frau (Witwe) als auch Kinder. Die will ich aber nicht fragen.

Dann wende ich mich an das Nachlassgericht. Die sollten es ja wissen.

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Wenn ein Testament existiert, liegen zwischen dem Tod des Erblassers und der Testamentseröffnung ein Zeitraum von etwa 12 Wochen. In einem nicht öffentlichen Termin sichtet der Rechtspfleger/die Rechtspflegerin die Testamente, diktiert dort eine Niederschrift ab. Es wird dann vom Nachlassgericht aus verfügt, dass die testamentarisch Bedachten davon eine Abschrift nebst Kopie des Testaments erhalten.

Auch die gesetzlichen Erben werden informiert. Den gesetzlichen Erben wird die Möglichkeit eingeräumt, sich zur Wirksamkeit des Testaments zu äussern. Mit der Benachrichtigung über die Testamentseröffnung werden Fristen in Gang gesetzt. Die Fristen beginnen erst, wenn den Beteiligten die Testamentskopie zugesandt wurde. Der Briefumschlag mit dem Poststempel stellt daher eine wichtige Dokumentation dar. Es empfiehlt sich nicht, an einer Testamentseröffnung ohne anwaltliche Begleitung teilzunehmen

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lass der Familie doch erst einmal Zeit sich selbst mit der neuen Situation zurecht zu finden. 4 Wochen ist doch man erst gestern gewesen. Wenn du etwas geerbt haben solltest, wird man sich schon bei dir melden. Alte Leute erzählen viel, wenn der Tag lang ist..... Ich denke mal, vermögend wirst du wohl nicht dabei werden. Ich würde mich da nicht so drauf versteifen, dann lässt sich die Enttäuschung besser verkraften. K.

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Dein Onkel kann dir viel erzählen. Solange er des nicht wirksam verfügt hat, wärst du nicht als Erbe oder Vermächtnisnehmer eingesetzt.

Selbst wenn, könnte eine derartige privatschrfiltliche Verfügung von den gesetzlichen Erben angefochten werden (Vortrag mangelnder Testierfähigkeit) oder schlicht unwirksam sein, weil es ein früheres notarielles Testament existiert :-(

Auch wäre es illegal, aber eben nicht nachwesilich, wenn ein entsprechend nachteiliges aufgefundenes Schriftstück unterdrückt wurde.

Andernfalls: Nachlassregelungen dauern durchaus Monate.

Da bleibt dir nur abzuwarten. Als gesetzlich nicht Erbberechtigte(r) hast du keinen Auskunftsanspruch gegen die Erben und das Nachlassgericht würde eine dementsprechende Anfrage schlicht ignorieren.

G imager761

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Er hat mir noch vor seinem Tode erzählt, dass ich was erben würde. Und genau das ist das Problem.

Hat dein Onkel Kinder oder eine Ehefrau , so erben diese und du nichts, da kann er viel erzählet haben. Hier gilt nämlich das Gesetz. Bei einem Testament sind auch Pflichteilsansprüche zu beachten, also ganz so einfach ist das nicht.

Und niemand wird dich auch benachrichtigen - du musst dich schon selbst an das zuständige Nachlassgericht wenden, und dort nachfragen, ob du überhaupt Erbe bist. Der Rechtspfleger dort will dazu deinen Personalausweis sehen und Einblick in in dein Familienstammbuch nehmen, um das verwandschaftsverhältnis zu überprüfen.

Hat dein Onkel keine direkten Abkömmlinge, dann könnte der Erbfall eintreten....

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Frage: Gibt es noch weitere Verwandte? Kinder, Enkel, Brüder, Schwestern, usw.

Ohne diese Info kann man Dir keinen präzisen Rat geben.

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Kommentar von miniErbe
13.01.2013, 14:53

stimmt! Das hatte ich vergessen zu erwähnen. Es gibt Frau, Kinder, Enkel wie auch Geschwister. Damit bin ich wohl nicht in der gesetzl. Erbfolge oder habe einen Anspruch auf einen Pflichtteil.

Dennoch interessiert mich der Status.

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