Oma will allen Enkeln je 70 000 Euro schenken, Indexfonds eine gute Wahl?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das halte ich persönlich für Unsinn, denn ein Portfolio aus ETFs will sorgfältig beobachtet und verwaltet werden. Das ist kein Selbstläufer.

Daher würde ich eher zu einer Kombination von zwei oder drei vermögensverwaltenden Fonds tendieren, z.B. einer eher global, der andere europäisch - Schwerpunkt Aktien, in geringerem Umfang Anleihen und andere Anlageklassen. Auf den Horizont von 6-12 Jahren dürfte das sinnvoller sein.

Die Eltern sollen für die Kinder bei ING-Diba oder comdirect kostenfreie Verrechnungskonten einrichten. Freistellungsauftrag nicht vergessen. Dann kann man über FFB/Fidelity als Premiumkunde ein Depot ohne Depotführungskosten und ohne Transaktionskosten einrichten lassen. Ausgabeaufschläge fallen für ca. 6.000 Fonds auch nicht an. Dann soll die Oma ihre Schenkung auf das Tagesgeldkonto der Kinder überweisen und Ihr überlegt Euch - ggf. mit sinnvoller Beraterunterstützung (viele Berater arbeiten mit FFB zusammen) - wie man den Betrag wann am besten anlegt. Wenn das klar ist, kauft man schrittweise einige Fonds und verschiebt den signifikanten Teil des Freistellungsauftrags zur Depotbank. Über Sparpläne kann man die Positionen schrittweise aufstocken.

So streng? Bedenke doch: es war ein Banker!

Was du in Richtung Durchführung schreibst finde ich dagegen weniger gut. Berater und keinen Ausgabeaufschlag, ja sicher. Aber warum ein Direktbank??? Die Oma will doch - wie die Eltern und die Kinder, die ja auch mal groß sind - einen Ansprechpartner, Berater. Jemanden, der ihnen hilft. Sonst wäre sie ja nicht zur Bank gegangen.

Keine Ahnung, ob es im Omahausen auch einen guten Berater gibt, der sie günstig und vor Ort betreut. Bei den Anlagebetrag könnte das sein aber so viele sind diese Berater nun auch wieder nicht.

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@Rat2010

Die Oma wird mit dem Betrag nichts mehr zu tun haben, wenn er übergeben ist. Die Eltern vielleicht, die Kinder noch mehr, rennen doch alle mit dem iPad durch die Gegend und wollen gar keine Filiale sehen :-) Daher sehe ich für die Zielgeneration zunächst kein Problem mit einer Direktbank.

Den ETF-Ansatz sehe ich jedoch aus genau dem Punkt, den Du nennst, kritisch.

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@gandalf94305

Ich bin aus Erfahrung nicht bei dir! Du darfst nicht von dir auf andere schließen.

Der 7-Jährige kriegt tendenziell einen Aktienfonds und die andern werden auch zumindest zum Teil sinnvollerweise Sachwertnah (also in Fonds, die in überweigend in Aktienfonds investiert sind) gehen.

Wenn diese Fonds 30 oder 50 % abgeben kümmert das unter Umständen Eltern und Oma. Wenn dann keiner da ist, der ihnen das verkauft hat und der ihnen erklärt, was passiert ist und warum und der sie vor allem vor Panik schützt, ist der Anlageerfolg gefährdet.

Gehe nicht vo zu viel Wissen in Finanzdingen aus. Ob die jetzt Jungen davor gefeit sind? Ja wie denn??? Die gehen dann auf Twitter und alle schieben Panik oder haben schon verkauft.

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@Rat2010

Ok, dann formuliere ich das mal etwas anders. Ich halte die Auswahl guter Fonds für nicht trivial. Ich glaube aber auch nicht, daß man dann als Alternative für Dummies einfach einen ETF nehmen sollte. Man sollte sich vielmehr die Mühe machen, Hilfe bei der Auswahl eines geeigneten Fonds zu besorgen.

Wie Du schreibst: "wenn diese Fonds 30 oder 50% abgeben" ist genau die Gefahr, die ich bei naiv ausgewählten ETFs, die nicht beobachtet und abgesichert werden, sehe. Ein sinnvoll ausgewählter Fonds kann Downsides puffern.

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Diese pauschale Empfehlung verblüfft mich in doppelter Hinsicht. Normalerweise empfehlen Bankberater keine Indexfonds (weil der eigene Verdienst dadurch idR geringer ist als bei anderen Anlageformen). Und der Begriff Indexfonds kann sehr unterschiedliche Börsenindices und die darauf basierenden Indexfonds umfassen, insb. Aktien oder Anleihen, und dies bitte aufgefächert nach Länder, Regionen, Branchen etc.

Ein Indexfonds ist nicht pflegefrei, sondern man muss ihn beobachten, auch wenn es letztendlich ein Mix aus mehreren Indexfonds sein sollte. Wer hat bei der Teaparty das Know-how zur Auswahl und Umschichtung von solchen Fonds? Wenn dieses Wissen vorhanden wäre, hätte sich die Frage erübrigt.

Meine Antwort unterstützt auch die ähnliche Antwort von Gandalf.

Ich würde momentan aufgrund der wackeligen Lage an den Aktienbörsen nicht alles in ETFs, Aktien- oder Anleihenfonds stecken, sondern allenfalls einen Anteil von je ca. € 10.000 in 3 vermögensverwaltende Fonds und/oder Mischfonds. Den Rest würde ich bei 2-3 Banken als Tages- und/oder Termingeld anlegen und in ca. 6 Monaten einen weiteren Kauf dieser Fonds prüfen.

Löblich von der Oma. Zwar nicht annähernd so sinnvoll und löblich, wie wenn sie ihren Kindern etwas zukommen lässt aber vielleicht macht sie das ja auch.

Interessanter Vorschlag, von einer Bank. Welche Bank? Auf welchen Index? Kurs- oder Performanceindex? Hat er sich zu den Kosten geäußert?

Es gibt verschiedene und wahrscheinlich hat er für weniger als sechs Jahre etwas anderes empfohlen wie für mehr als 10 Jahre.

Genau so wie wenn er einen gemanagten Fonds empfohlen hätte, kommt es aber darauf an. Die Beratung kann gut sein, muss es aber nicht.

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