Oma stirbt.... Ihr Sohn stirbt 4 Wochen nsch ihr.... erbt Schwiegertochter?

4 Antworten

Es sind zwei Erbfälle.

Die Oma stirbt, wenn das Testament nichts anderes ergibt, werden deren beide Söhne zu gleichen Teilen erben. § 1924 BGB.

Das heißt, auch wenn das Erbe beim Tod des einen Sohnes noch nicht verteilt war, so hat er doch die Hälfte geerbt.

Sein Vermögen, zu dem auch das gehört, was er von der Mutter geerbt hat, geht dann an seine gesetzlichen Erben, falls er nicht ein abweichendes Testament gemacht hat.

Gesetzliche Erbfolge:

Ehefrau 1/4 gem. § 1371 BGB + 1/4 gem. § 1931 BGB

Kind 1/2 gem § 1924 BGB.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Auch wenn das Testament ( der Großmutter zum Zeitpunkt des Todes des Sohnes ) noch nicht eröffnet wurde, so ist/war er doch Erbe. Und nachdem dieser erst nach der Großmutter verstarb, tritt dessen Ehefrau nun sein ! Erbe - und damit auch den Erbteil aus dem großmütterlichen Nachlass an. Und die Tochter ( des verstorbenen Sohnes ) erbt aus dem Erbteil des Vaters. Und dabei kommt es darauf an, wie der Güterstand der Eltern war und ob u.U. ein Testament vorlag.

Der Erbteil des verstorben Sohnes geht an dessen Erben. Ohne Testament also zu gleichen Teilen an die Ehefrau und die Kinder des Sohnes.

Erbschein unrichtig, Einziehung § 2361 BGB, Verfahren

Hallo,

wir haben folgenden Sachverhalt: Im nicht handschriftlich verfassten Testament der Oma (nur eigenhändig unterschrieben) sind zwei Erben für ein Haus benannt (Mutter und Sohn X). Nach gesetzlicher Erbfolge erbt der Sohn der Oma alleinig (zugleich Vater von X). Die Oma war sehr krank und hat die Mutter und den Sohn einen Tag vor dem Krankenhausbesuch abends zu sich gerufen. Sie hat ihren letzen Willen der Schwiegertochter diktiert und nur selber unterschrieben. Formforschriften waren allen Beteiligten leider nicht bekannt, so doof das auch ist.

Nach dem Tod der Oma wurde der Erbschein ihrem Sohn ausgehändigt. Dieser wusste zunächst nichts vom Testament und hat dies auch nicht beim Nachlassgericht angegeben gehabt. Die Mutter hat später das Testament abgegeben.

Nun wurden Sohn X und die Mutter aufgefordert zum erteilten Erbschein Stellung zu nehmen bzw. etwaige Gründe dagegen hervorzubringen.

Die Mutter hat jetzt ein Schreiben an den Vater gefunden, wonach der erteilte Erbschein als unrichtig bezeichnet wird und von einer Einziehung nach §2361 BGB die Rede ist. Das Anschreiben enthält zwar eine Rechtsbehelfsbelehrung, jedoch keine direkte Aufforderung, den Erbschein beim Nachlassgericht zurückzugeben ("...wird eingezogen"). Auch eine Androhung von Zwangsmitteln ist nicht enhalten.

Ist durch die Einziehung des Erbscheins der Sachverhalt vom Amtsgericht (Testament wirksam ja/ nein) schon abschließend geprüft? Im Prinzip kann das Testament doch aus formellen Gründen allein schon keine Berücksichtigung finden, oder kommt es auf den Richter an? Oder ist die EInziehung eher eine Formsache, weil bei Erteilung des Erbscheins noch nicht das vorliegende Testament geprüft war und dieser somit definitiv unrichtig ist?

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