Meine Wohnung wird grade nicht beheizt, obwohl mir kalt ist, kann das die Vermieterin so machen?

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3 Antworten

Wenn die Wohnung an eine zentrale Sammelheizung angeschlossen ist, ist der Vermieter verpflichtet, mindestens während der üblichen Heizperiode vom 1.Oktober bis zum 30. April die Zentralheizung in Gang zu halten. (LG Düsseldorf, BlGBw 1955, 31)

Außerhalb der Heizperiode trifft den Vermieter eine Heizpflicht spätestens dann, wenn die Innentemperatur in der Wohnung bei geschlossenen Fenstern und Türen unter 17 Grad Celsius fällt und mit einer Besserung in den folgenden Stunden nicht zu rechnen ist.

Liegt die Raumtemperatur, was vor allem in der Übergangszeit häufiger vorkommt, zwischen 17 -20 Grad Celsius, kann der Mieter verpflichtet sein, eine eigene Heizquelle einzusetzen, wenn zu erwarten ist, daß die niedrigen Temperaturen nur kurzfristig, also bis maximal zwei Tage, auftreten. Ansonsten hat der Mieter einen Anspruch auf Beheizung der Wohnung.

http://anwalt-im-netz.de/mietrecht/heizung.html

Meine Wohnung wird grade nicht beheizt, obwohl mir kalt ist,kann das die Vermieterin so machen?

Ja:  Nicht dein individuelles Wohlbefinden noch eine mietvertragliche Heizperiode Oktober - April, sondern eine Temparatur in den Wohnräumen tagsüber unter 18°C bestimmt, dass die Vermieterin die Zentralheizung anstellen muss.

G imager761

Welche Temperaturen sind denn derzeit in der Wohnung? Wenn die Temperatur oberhalb von 17 Grad ist, besteht keine Beheizungspflicht.

Im übrigen ist die Beachtung dieser Richtlinie ja auch im Interesse der Mietergemeinschaft. Die nämlich muß die Heizkosten zahlen. Es ist insofern ein verbreiteter Irrglaube, dass nur derjenige zahlt, der dann auch den Heizkörper aufdreht. Die Heizosten werden teils nach Wohnflächenanteil und teils nach Verbrauch abgerechnet. Über den Wohnflächenanteil zahlt auch derjenige mit, der die Heizung nicht benötigt.

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