Offener Immobilienfond als Anlageform günstig?

3 Antworten

Hallo,

zu Beginn möchte ich kurz erwähnen, dass die laufenden Kosten bei einem Immobilienfonds tatsächlich recht hoch sind, aber die Rendite, die angegeben wird, muss nach dem TER sein, also nach Gebühren, somit darfst Du nicht von den angegeben Performancezahlen die Gebühren noch abziehen, da diese bereits inkludiert sind.

Grundsätzlich ist ein offener Immobilienfonds kein schlechtes Investment, allerdings sollte man darauf achten, welche Fondsgesellschaft dahintersteht. Denn wenn man sich 2008/2009 anschaut, da wurden sehr viele offene Immobilienfonds auf Grund großer Verkaufsaufträge geschlossen und dann kommt man an sein Geld nur noch mit sehr großen Abschlägen dran.

Als Ansparplan würde ich vor allem für Kinder nicht unbedingt auf einen Immobilienfonds zurückgreifen, vor allem, weil Du ja schon sehr konservative Anlagen getätigt hast. Somit könnte eine offensivere Beimischung durchaus Sinn machen. Den Betrag von 50 Euro könnte man auch noch aufteilen, da die meisten Ansparpläne mit 25 Euro im Monat möglich sind. Es wäre also möglich in einen sehr breit gefächerten Aktienfonds anzusparen und eventuell in einen Misch- oder Anleihenfonds.

Noch kurz zum Vorteil eines Tagesgeldes zum Sparkonto. Tagesgeld bringt meist etwas mehr Rendite und hat keine Kündigungsfristen. Bei Sparkonten muss man meist ab einem bestimmten Betrag eine 3-monatige Kündigungsfrist einhalten.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Ich muss dazu sagen, dass ich zur Berechnung einfach die im Infoblatt angegebenen Werte in den Fondsrechner auf "zinsen-berechnen" eingegeben habe. Ich gehe jetzt davon aus, dass die Gebühren dort an der richtigen Stelle abgezogen werden. Dies einfach um die Größenordnung der zu erwartenden Rendite zu erhalten. Ich habe dabei natürlich auch mit Werten herumgespielt (mit und ohne Anfangseinlage, verschiedene Höhen der Raten etc.) Aber die größte zu erwartende Rendite bei Einsatz von 4000 Euro gleich am Anfang plus 25 Eur im Monat war nach 5 Jahren nicht höher als 300 Euro.Und dies auch nur wenn man vorraussetzt, dass die 2,5 % stimmen.

Mag sein, dass ich da zu viel erwarte, aber das ist mir die Sache nicht wert. Da will ich dann doch lieber flexibel sein, glaube ich.

Was ist bei Mischfonds für eine Rendite zu erwarten? Nur so in etwa. Kann man das sagen?

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@Jens1971

kann man nicht sagen, es kommt auf die Strategie an, wie offensiv der Mischfonds in Aktien investiert und wie hoch die Aktienquote ist. Da am besten in den Factsheets schauen. Und immer drauf achten, dass diese ausgegeben Renditen die Gebühren schon beinhalten. Zudem ist das Risiko eines Mischfonds natürlich deutlich höher als das eines Immobilienfonds! Wenn du den Immobilienfonds über die Börse kaufst bist Du übrigens sehr flexibel, da ist das Geld innerhalb von zwei bis drei Tagen verfügbar, was bei einem Festgeld oder einer Sparanlage nicht der Fall ist und diese ist dann auch noch schlechter verzinst!

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Ich glaube, beim Ausgabeaufschlag hast Du Dich vertan:

Der dürfte nicht bei 0,5%, sondern bei 5,0% liegen. Damit wären schon 2 Jahre bei dem von Dir unterstellten Wertzuwachs von 2,5% alleine durch die Gebühren belegt. M.a.W., man käme nach frühestens 2 Jahren überhaupt wieder auf den Investitionsbetrag.

Risikolos sind Immobilienfonds im übrigen keineswegs. Nicht nur, dass die Immobilienmärkte keine Einbahnstraße sind, vor allem halten diese Fonds nicht unerhebliche Liquidität auf Vorrat. Es wird also Anlegergeld auf Konten bereit gehalten oder in Anleihen investiert. Bekanntlich sind dort die Renditen zum Teil schon unter Null.

Wenn Du wirklich nur auf 5 Jahre anlegen willst und das Kapital unbedingt erhalten bleiben soll wären Tagesgeld oder Sparbuch die einzig passablen Alternativen.

Nein, hab ich mich nicht vertan. Der soll in diesem Fall entfallen und NUR 0,5 % betragen. Das wäre besonders günstig und einmalig und wird mir deshalb auch unbedingt empfohlen. Ich weiss, dass er normalerweise höher liegt.

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@Jens1971

Über ein Tagesgeldkonto statt Sparbuch habe ich auch schon nachgedacht. Es scheint als hätte das Tagesgeldkonto nur Vorzüge gegenüber dem Sparbuch. Oder hat das Sparbuch in irgendeinem Punkt auch gegenüber dem Tagensgeldkonto die Nase vorn?

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@Jens1971

Was die Höhe der Zinsen betrifft gibt es wohl keine Unterschiede mehr. Der einzige Nachteil von Tagesgeld kann sein, dass manche Banken Mindesteinlagen verlangen.

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@Privatier59

Da mache ich mich mal schlau. Ich tu mich hier halt wirklich in der Entscheidung schwer. Für meine Kinder möchte ich natürlich die bestmögliche Anlage wählen, aber ich denke durch die Bausparverträge für jedes Kind habe ich ja schon Geld langfristig angelegt. Der Rest sollte meiner Meinung nach auch weitgehend verfügbar sein für Führerschein oder ein Auslandsjahr - man weiß ja nicht. Ich würde zwar versuchen das Geld dafür ggf. selbst zu übernehmen. Aber ich will mich nicht darauf festlegen MÜSSEN es selbst zu übernehmen. Für dieses Festfrieren von Geld ist mir dann auch die Rendite zu klein, auch wenn der Markt gerade vielleicht einfach nicht mehr hergibt.

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@Jens1971

Was mich halt auch etwas verwundert hat: Bei der früheren Beraterin hatte ich immer noch die Illusion es laufe auf eine win-win Situation hinaus. Auf dem Infoblatt zum o.g. Produkt steht z.B immer noch der Aufschlagswert von 5,0% (angepriesen wurden 0,5% als besondere Aktion), dann die laufenden Kosten von 0,94% wurden im Gespräch gar nicht erwähnt . Ebenso wurde nicht auf die mögliche Verwaltungsvergütung hingewiesen (0,8 bis 1%). Steuerliche Aspekte - kein Wort darüber verloren. Hätte ich fragen müssen? Dann steht hier Ausschüttung 1,6 Eur am Jahresende usw. Ich hatte noch nie ein Depot. Diese offenen Fragen fallen mir erst jetzt auf nachdem ich das Infoblatt gelesen habe.

Ich habe auch noch kein Beratungsprotokoll erhalten . Vielleicht kommt das ja noch. Habe aber auch noch nichts unterschrieben.

Was mir aufgefallen ist. Es wird ja vor evtl. Depoteröffnung das Gesamtvermögen erhoben. Davon wurde ich praktisch überrascht. Das müsste ich ja erst zusammenstellen und wissen was als Vermögen da einberechnet wird. Ich musste da immer bremsend eingreifen bei der Einschätzung des Hauswerts z.B. ich sehe keinen Sinn darin beim geschätzten Wert zu übertreiben.

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@Privatier59

Doch, natürlich gibt es Unterschiede.

Bei einem Sparkonto gibt es ausschließlich 0,0% Zinsen. Beim Tagesgeld gibt es bis ca. 0,5% p.a. Das ist bei den geringen Beträgen, um die es hier geht, allerdings eher unwesentlich. Mindesteinlagen beim Tagesgeld sind selten.

Ein weiterer wichtigerer Unterschied ist die mögliche Kündigungsfrist beim Sparbuch bei höheren Beträgen, die es bei einem Tagesgeldkonto nicht gibt.

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@Zappzappzapp

Ich habs gerade mal berechnet. Ausgehend von 0,5 % im Jahr bei voller Flexibilität und damit möglicher Einsatz des gesamten Kapitals der Kids das derzeit auf dem Sparbuch dümpelt, bin ich nach 5 Jahren ohne eine Entnahme bei einem merklich höheren Zinsbetrag als wenn ich einen Teil in den Offenen Immobilienfonds investiere. Verrückt! :) Naja...ich könnte dann ja auch bezüglich des Tagesgeldkontos mehr Kapital "riskieren".

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Wenn ich die Beschreibungen der "Empfehlungen" Deiner Beraterin in Bezug zu Deinen persönlichen Vorstellungen setze, kann ich leider nur sagen: Finger weg von so einer "Beraterin" oder sogar von der Bank.

Bei einem Anlagezeitraum von max. 5 Jahren ist so eine Empfehlung nach meiner Meinung eine Falschberatung, die nur von eigenen (Bank-)Interessen geleitet ist.

Sehr gut, dass Du alles so gründlich gelesen und nichts unterschrieben hast. Ich will gar nicht auf einzelne dubiose Fakten eingehen, da Du wohl ohnehin bereits selbst die richtige Entscheidung getroffen hast, diese Fonds nicht zu kaufen.

Du siehst es richtig, dass Dir (leider), wenn Du flexibel bleiben willst, unter den heutigen Voraussetzungen keine Wahl bleibt, als ein niedrig verzinstes Tagesgeldkonto

https://www.finanztip.de/tagesgeld/

Eine Anlage in einen von Dir auch angesprochenen Mischfonds (wenn überhaupt, dann ETFs) ist bei diesem Anlagezeitraum nicht zu empfehlen. Eine Frage nach der Rendite erübrigt sich, da es sich bei verbindlichen Renditeangaben ausschließlich um zurückliegende Zeiträume handelt und für die Zukunft lediglich um völlig unverbindliche Prognosen, basierend auf Entwicklungen der Vergangenheit.

Ich füge mal meine Anmerkung zu Deinem Kommentar auf meinen Kommentar bei @Privatier59 hier hinzu, da passt sie besser.

Das Ergebnis Deinr Berechnung hatte ich ehrlich gesagt nicht anders erwartet.

Ein zusätzlicher Tipp, wenn Du für Deine Kinder bereits eine größere Summe zur Verfügung hast:

Du könntest entweder einen Betrag für ein paar Jahre (2,3 oder 5) als Festgeld zu bis zu ca. 1,6% p.a. anlegen.

Alternativ auf verschiedene Beträge und Laufzeiten aufgeteilt, falls Du etwas mehr Flexibilität und kurzfristigere zumindest Teilverfügbarkeit haben möchtest.

https://www.finanztip.de/festgeld-vergleich/

oder gleich

www..weltsparen.de

Achtung: Nur Geld bei Banken anlegen, die von der Einlagensicherung von Ländern erstklassiger Bonität (möglichst AAA), wie Deutschland, Holland, FRankreich, Norwegen, Schweden etc, abgesichert sind!

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