Obsiegender veröffentlicht Gerichtsurteil zum Zweck der Erpressung

4 Antworten

Packen wir es mal von einer anderen Seite an.

Wenn ein Gericht ein Urteil veröffentlich, werden die Namen entweder weggelassen, oder im besten Fall Initialen genannt. Diese Urteile kann man dann in der einschlägigen Fachliteratur, oder bestimmten Internetforen einsehen.

Ein Urteil was mich selbst betrifft, kann ich bestimmt wie meine eigene Post, Freunden und Bekannten zeigen.

In die Öffentlichkeit bringen, nur wenn dazu ein klarer Anlass ist. Wenn z. B. Jemand einen Fleischer beschuldigt und verklagt hat er hätte verdorbenen Ware geliefert und dies ggf. auch in dem Ort rausposaunt hat.

Wenn sich dann im Prozess rausstellt, dass die Ware in Ordnung war, aber beim Kunden falsch gelagert wurde und dadurch verdarb, könnte der Fleischer so ein Urteil m. E. schon in seinem Schaufester aushängen.

Ein Urteil aber zu nutzen, um bei einer anderen Person ein bestimmtes Verhalten zu erzwingen, das wäre wohl Nötigung,, oder versuchte Nötigung.

Bei dem kargen Sachverhalt kann niemand beurteilen, ob eine Erpressung im Sinne des Gesetzes wirklich stattfindet oder, ob das alles nur Einbildung ist und hier rechtliche Begriffe laienhaft verwendet werden. Ich tippe auf letzte Variante. Es ist schon ziemlich bizarr, in der Veröffentlichung eines Urteils eine strafbare Handlung sehen zu wollen. Dann müßte sich das Gericht auch strafbar machen.

Es ist schon ziemlich bizarr, in der Veröffentlichung eines Urteils eine strafbare Handlung sehen zu wollen. Dann müßte sich das Gericht auch strafbar machen.

Man könnte auch sagen: Dann ist die Strafbarkeit des Handelns dem Gericht sogar vorgeschrieben, da ja die Gerichtsverhandlung auch öffentlich ist.

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@blackleather

Vollkommen richtig. Aber unsere Justiz und die Strafprozess- wie auch die Zivilprozessordnung, machen da ganz feine Unterschiede.

Die Verhandlung ist öffentlich. Man kann sich alles anhören udn ansehen udn nur sehr seltenen Ausnahmefällen kann die Öffentlichkeit ausgeschlossen werden (beim Jugendgericht ist das aber wohl das normale).

Aber man darf aber keine Foto-, Film- udn Tonaufnahmen machen.

Wird das Urteil, was jeder hätte hören können, dann veröffentlicht, wird es anonymisiert.


Seine neue Flamme will ihm was kochen und fragt ihren neuen Freund:

"Ede, was ist Dein Lieblingsgericht?"

"Hab keins, mich hat noch keins frei gesprochen."

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@blackleather

Demjenigen hätte es natürlich freigestanden, Freunde und Bekannte zur Urteilsverkündung einzuladen. Nur, zu dem Zeitpunkt kennt er natürlich das Ergebnis nicht. Könnte sogar ein Bummerang werden.

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