Nutzung von Guthaben auf Konto nach Ableben

2 Antworten

  1. Die Tochter hat das Erbe ausgeschlagen.

  2. Wer ist der nächste Erbe? Ihre Ehefrau (die Nicht), oder gibt es andere gesetzliche Erben? Reihenfolge wäre Kinder der Tochter (also Enkel), oder Eltern des verstorbenen. Dann die Geschwister des verstorbenen, dann deren Kinder (also Nicht, also Ihre Ehefrau).

  3. Sie müssen erstmal überlegen, wer der Erbe ist, der hat Rechte an dem Geld udn der Wohnung, hat aber ggf. auch die Schulden/Verpflichtungen zu tragen.

  4. Wenn es keinen Erben gibt (wenn also alle ausschlagen), erbt die Bundesrepublik Deutschland, die natürlich auch nicht die Schulden übernimmt also ggf. einen Nachlasskonkurs durchzieht.

  5. Ich würde aus Gründen der eigenen Sicherheit nicht über das Geld auf dem Konto verfügen. Was hätte gemacht werden können mit einer Vollmacht über den Tod hinaus, wäre die Beerdigung gewesen. Das hat die Tochter gemacht. Ab hier ist es gem. § 677 Geschäftsführung ohne Auftrag für den Erben, wer es auch immer ist.

noch Geld auf dem Konto, (...) eine Vollmacht für das Konto hat bin ich. Dürfen wir nun das Geld für die Auflösung nutzen

Wohnungsauflösungs- wie Bestattungskosten fallen dem Nachlass als Erbfallverbindlichkeit zu. Mangels Widerruf der lebzeitig erteilten Kontovollmacht durch nachfolgende Erben (!) kann man die über den Tod hinaus (!) erteilte Bankvollmacht dafür verwenden, sollte dies aber nachweisen können, also beleghaft gestalten (Verwednuingszweck, Quittungen usw.).

Da sollte man sich also vergewisern, ob die Bankvollmacht tatsächlich noch gilt, um sich von den nunmehr nachfolgenden Erben nicht dem Vorwurf der Unterschlagung auszusetzen: Bekanntlich besteht oft eine Erbengemeinschaft, die eine derartige Verfügung nur übereinstimmend beschliessen kann :-)

Und ein Mietvertrag wird mit den Erben forgestzt, bis er gekündigt würde - von einer voreiligen Räumung würde ich unbedingt absehen :-O

heißt muss ich das Geld der Tochter geben?

Ja: Nur wenn der Nachlass die Bestattungskosten nicht deckt, wäre die erbausschlagende Tochter gleichwohl als Familienanghörige anteilig und gemessen an ihrem verfügbaren Einkommen zur Kostentragung verpflichtet. Insofern steht ihr eine vollständige bzw. anteilige Erstattung der von ihr vorausbezahlten Beerdigungskosten zu.

G imager761

Auskunft gegenüber Erben

Eine Tante meiner Frau hat sich in den letzten zwei Jahren vor dem Ableben ihres Bruders um ihn bekümmert. Seine Kinder, insbesondere eine Tochter, mit der er zeitlebends in einem Haushalt wohnte, haben ihn verwahrlosen lassen. Auf Einzelheiten möchte ich an dieser Stelle verzichten. Die Tante konnte es nicht weiter mit ansehen und hat zuerst seine Wohnsituation verbessert (Zimmer und Wäsche gereinigt) und ihm eine tägliche Mahlzeit gebracht. Um die Kosten zu regeln erhielt die Tante eine Vollmacht u. a. auch über seine Konten. Dabei stellte sie heilloses Durcheinander fest (die Tochter hatte Vollmacht bis dahin) und die Konten wurden von der Tante geordnet. Etwas später wurde der Bruder mehrfach so krank, dass er jeweils ins Krankenhaus musste. Die Tante regelte alles, vom neuen Schlafanzug bis zur Schmutzwäsche. Die Tochter besuchte ihren Vater nicht einmal, auch später nicht. Im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt musste der Bruder in ein Pflegeheim. Die Schwester regelte alles. Nachdem der Bruder gestorben war und die Kinder keine Anzeichen machten sich um die Beerdigung zu kümmern, regelte das die Tante. Jetzt nachdem etwa ein Jahr vergangen ist, fordert die Tocher Auskünfte und Darlegung der Finanzen bzw. stellt Forderungen bzw. unterstellt, dass noch Vermögen vom Vater da wäre. Bei der Tante handelt es sich um eine einfache Frau, von Buchführung hat sie keine Ahnung. Belege für die großen Posten sind vorhanden aber nicht für Leibwäsche, Lebensmittel, usw. Meine Frage lautet nun: Muss die Tante sich überhaupt gegenüber der Tochter ihres Bruders rechtfertigen und wenn "Ja", für welchen Zeitraum. Muss die Tante am Ende für Kosten die sie nicht belegen kann, selbst aufkommen? Danke, neffe

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