Nur 300€ Freibetrag obwohl ich Vollzeit Arbeite?

1 Antwort

Damit ich es nicht vergesse, ganz zu Anfang:

Falls Du Du Dich in einer Ausbildung befindest, empfehle ich Dir die Seite (google so)

Azubi + Azubine

Die ist für Auszubildende eine echte Fundgrube.

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Wäre echt schön, wenn Du Dir etwas Mühe mit den Satzstellungen gibst und auch Satzzeichen reinsetzt. Ist dann leichter zu lesen und auch leichter zu verstehen, was Du meinst. Denk dabei immer an diejenigen, die das lesen und verstehen sollen. Teilweise sind die Sätze echt unverständlich, und ich muss mir zusammenreimen, was Du vielleicht meinst. - Weil ich mir allgemein echt Mühe gebe beim Beantworten von Fragen (siehst Du, wenn Du auf meinen Namen klickst und die Antworten anklickst), will ich ja auch Dir bestmöglich so antworten, dass Du Dich darauf verlassen kannst. (Meistens lächle ich, während ich hier auf Finanzfrage Antworten schreibe - jetzt auch. Dies nur, damit Du Dich nicht blöd runtergemacht fühlst 🙂 )

Okay, nun zu Deiner Frage:

Lies dies:

Hartz IV: Einkommen Kinder & Bedarfsgemeinschaft

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-einkommen-kinder-bedarfsgemeinschaft3221.php

und hier noch ein Artikel dazu:

Darf in Hartz 4 das Einkommen meiner Kinder angerechnet werden?

https://hartz4widerspruch.de/news/darf-das-einkommen-meiner-kinder-angerechnet-werden/

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Wenn Du Dich mit Deinem Einkommen selbst finanzieren kannst, bist Du raus aus der Bedarfsgemeinschaft.

https://de.wikipedia.org/wiki/Bedarfsgemeinschaft

Das bedeutet: Dein Vater bzw. Deine Eltern bekommen dann für Dich kein Hartz IV mehr. Weil Du weiter in der gemeinsamen Wohnung wohnst, zahlst Du dann Deinem Vater / Deinen Eltern den Anteil an Miete, den sie dann weniger bekommen, und auch die Lebenshaltungskosten, die sie ja für Dich aufbringen, zahlst Du ihnen.

Weil ja das Hartz IV eine Sozialhilfeleistung ist und das Existenzminimum derjenigen sichern soll, die sich nicht selbst oder nicht ganz selbst finanzieren können, tritt dann für Dich Normalität ein: Du arbeitest, finanzierst Dich selbst und nix mehr mit Jobcenter für Dich.

Während andere unter 25-Jährige (U25) nur mit Genehmigung des Jobcenters aus der elterlichen Wohnung ausziehen dürfen, dürftest Du das jederzeit, denn das Jobcenter hat dann Dir ja nichts mehr zu sagen, Du bist dann frei.

Wie in dem Artikel beschrieben: Falls Deine Eltern für Dich Kindergeld kriegen (mit dem Thema kenne ich mich nicht aus, vielleicht kriegen sie ja keins, weil Du arbeitest), also falls doch, musst Du der Kindergeldstelle mitteilen, dass das Kindergeld nicht mehr an Deine Eltern gezahlt soll, sondern an Dich. Sobald die Zahlungen an Dich gehen, müssen Deine Eltern es dem Jobcenter mitteilen, damit ihnen kein Kindergeld abgezogen wird, was sie ja gar nicht mehr kriegen.

Hier hast Du einen Hartz IV-Rechner:

http://www.geldsparen.de/content/finanzen/Soziales/ALG2rechner.php

Gib da mal Deinen vollständigen Lohn rein und dann auch Deinen jetzt eingeschränkten und schau, was dabei rauskommt. - Eigentlich ist das ein Rechner, um zu erfahren, wieviel Freibetrag man dann vom Gehalt hat. - Du bist aber ja bestenfalls raus aus Hartz IV und eigenständig.

Solange Du Mitglied einer Bedarfsgemeinschaft bist, wird ja nicht der vollständige Single-Regelsatz für Dich gezahlt. Der beträgt zur Zeit 432 Euro. - Rechne also aus, wie hoch der Anteil an Miete (plus Heizung und Nebenkosten) für Dich ist plus Regelsatz für Singles. Wenn Du so viel Einkommen hast, gehörtst Du nicht mehr der Bedarfsgemeinschaft an. - Klar, nicht automatisch, das muss im Jobcenter geklärt werden.

Ich verstehe gar nicht, dass Du mit Deinem netto 1.200 € nicht sowieso draußen bist aus der Bedarfsgemeinschaft. Damit kannst Du Dich doch locker selbst finanziell unterhalten. - Haben da (mal wieder) Jobcenter-Mitarbeiter nicht aufgepasst oder sind sie über diese Vorschrift für Minderjährige nicht informiert?

Wenn Du dies im Jobcenter klären willst, geh nicht allein hin, sondern lass Dich begleiten von einem Ämterlotsen, wird auch Beistand genannt (dazu gleich mehr). Zum einen fühlst Du Dich dann sicherer, und außerdem sind erfahrungsgemäß die Jobcenter-Mitarbeiter dann korrekter und oft auch freundlicher.

Jetzt in der Corona-Zeit wird es ja nichts mit der Begleitung. Es wird aber ja auch nichts damit, zum Jobcenter hinzugehen. - Ich vermute, dass sich das Corona-Thema in wenigen Wochen erledigt hat (ich denke da an zwei, drei Wochen), und dass dann alles wieder normal ist (oder normaler als es vorher war).

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Wenn Du hierzu Fragen hast oder etwas ergänzen willst oder kommentieren, klick bitte auf "Antworten" unter dieser Antwort. Dann werde ich automatisch per Email benachrichtigt.

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Vorsorglich nun meine Hinweise für Arbeitslose (ALG 1 und ALG 2 / Hartz IV) und Aufstocker sowie Grundsicherungsbezieher. Hier gehe ich auch auf das Thema Ämterlotsen ein. - Du wirst leicht erkennen, was auf Deine Situation zutrifft.

Gib das bitte auch Deinem Vater / Deinen Eltern zu lesen. (Hier haben schon einige geschrieben, hätten sie das vorher gewusst, würden sie nicht in ihrer aktuellen Schwierigkeit sein.)

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Umgang mit Sozialbehörden

Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen). Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift bestätigen. Dazu schreibe auf das Doppel dort, wo Platz für Stempel usw. ist: "Schreiben unterschrieben erhalten:" (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum und Unterschrift“).

Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird - sind es mehrere Anlagen, diese mit Nummern versehen aufzählen. (Achtung! Anlagen immer als Kopie einreichen. Falls ausnahmsweise mal ein Original verlangt wird, dann davon für die eigenen Unterlagen eine Kopie machen.) - Wiederum dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und Unterschrift bestätigen lassen.

Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt wird).

Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten). - Nicht (oder angeblich nicht) abgegebene Unterlagen kann als Verstoß gegen die Mitwirkungspflicht gedeutet werden, was zu Sanktionen führen kann = Kürzung von Geld. - Und: Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß allgemein die Sache zügiger bearbeitet.

Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit

jobcenter unterlagen verloren

und lies auch dies:

Hartz IV: Verschwundene Unterlagen mit System?

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-verschwundene-unterlagen-mit-system.php

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Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein. Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos im Vertrauen landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“ (wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden. - Lies auch

Wichtige Tipps für Hartz-IV-Betroffene

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/wichtige-tipps-fuer-hartz-iv-betroffene.php

und

Die häufigsten Hartz IV Fehler der Jobcenter

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/die-haeufigsten-hartz-iv-fehler-der-jobcenter.php

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Deinen ePersonalausweis musst Du nicht kopieren lassen, alles Wichtige kann davon abgeschrieben werden:

Wann ist das Kopieren des Personalausweises erlaubt

https://www.datenschutzbeauftragter-info.de/wann-ist-das-kopieren-des-personalausweises-erlaubt/

und

LDI NRW: Personalausweis kopieren oftmals nach DSGVO verboten!

https://www.datenschutzbeauftragter-info.de/ldi-nrw-personalausweis-kopieren-oftmals-nach-dsgvo-verboten/

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Deine zur Bearbeitung Deiner Sache erforderlichen Bankbelege legst Du vor - sie werden eingesehen, aber NICHT fotokopiert - lies dazu dies:

Hinweise zur datenschutzgerechten Ausgestaltung der Anforderung von Kontoauszügen bei der Beantragung von Sozialleistungen

https://www.datenschutzzentrum.de/artikel/1109-Hinweise-zur-datenschutzgerechten-Ausgestaltung-der-Anforderung-von-Kontoauszuegen-bei-der-Beantragung-von-Sozialleistungen.html

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Immer wieder kommt es vor, dass Jobcenter / Sozialämter eine aktuelle Mietbescheinigung vom Vermieter verlangen, obwohl Mietvertrag und letzte Mietanpassung eingereicht sowie Bankbelege mit den Mietezahlungen vorgelegt wurden - dazu:

Jobcenter Regensburg: Vermieterbescheinigungen verstoßen gegen Datenschutz

https://kanzlei-hhs.de/jobcenter-regensburg-vermieterbescheinigungen-verstosen-gegen-datenschutz/

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Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand / Ämterlotsen als Begleitung mitzunehmen. Dieser Ämterlotse muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Der Beistand kann aber auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google mit 13 sgb 10):

  • (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.

Für einen ehrenamtlichen Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

  • Ämterlotsen
  • Behördenlotsen
  • Behördenbegleiter
  • Hartz IV Mitläufer

Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und (die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus. (Sag beim Amt niemals, Du hättest einen Zeugen dabei! Zeugen dürfen des Raumes verwiesen werden - Beistände dagegen nicht, auf die hast Du ein Recht.)

In Hamburg z.B. bietet die Diakonie Begleitung durch Ämterlotsen an.

Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft): Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

Google mit

legitimation eines beistands pdf (die Wörter genau so)

und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu lassen.

In der Info erfährst Du unter anderem, dass wenn Dein Beistand für Dich etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es gesagt.

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Das folgende gebe ich auch mit rein. Du brauchst das ja wohl nicht mehr, vielleicht mal Freunde von Dir - ist auf jeden Fall gut, dies zu wissen.

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A C H T U N G ! - sehr wichtig für Hartz IV-Bezieher:

Folge den Dir aufgegebenen Mitwirkungspflichten wie Bewerbungen schreiben, an Maßnahmen / Fortbildungen teilnehmen (auch falls Dir eine der Maßnahmen blöd, unsinnig oder für Dich unangemessen erscheinen mag). In solch einem Fall wende Dich an eine Arbeitsloseninitiative / Arbeitslosenberatung / Rechtsberatung. - Bezüglich fehlender Mitwirkung wurde das Gesetz für Hartz IV-Bezieher krass verschärft, und das kann sehr schmerzhafte finanzielle Folgen für Dich haben!

Das Jobcenter kann dann ihren "Kunden" berechnen, was das Jobcenter hätte sparen können, hätte der "Kunde" die Anweisung befolgt und dadurch Arbeit gefunden - und das nicht nur für die Vergangenheit, sondern auch für künftige Jahre. (Das ist also ein Schauen-wir-mal-in-die-Glaskugel-Gesetz, völlig gaga, leider aber real.) Und das kann sehr, sehr, sehr teuer für den "Kunden" werden.

U n d :

Sollst Du im Jobcenter eine Eingliederungsvereinbarung (EGV) unterschreiben, unterschreibe sie nicht dort, nimm sie mit nach Hause!! - Geh auf YouTube und gib dort ein: Eingliederungsvereinbarung. - So bekommst Du viele wertvolle Infos zu diesem Thema.

Ich Trottel!

hatte geschrieben:

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Genau das ist ja falsch!

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