Notariell Erbfolge geregelt - was ist bei Verkauf zu beachten?

2 Antworten

Aus dem Nachtrag zu meinem ersten Beitrag wird die Sache etwas transparenter und auch einfacher.

  • Ein Anspruch auf eine Erbschaft entsteht erst dann, wenn es einen Todesfall gibt.
  • Wenn "Sohn der Nichte" den Verkauf des Hauses akzeptiert, dann lebt ja "Tante" noch weiter, also wo soll eine Erbmasse herkommen, um welche sich dann alle streiten und Asnprüche geltend machen?
  • Der Unterschied ist nur, dass dann eben kein Haus mehr für "Nichte und deren Sohn" da ist, sondern "Tante" entsprechend mehr Bargeld hat.

Interessant wird es erst, wenn "Tante" stirbt.

  • Falls "Tante" vorher keine testamentarische Erbregelung getroffen hat, dann gilt die gesetzliche Erbfolge und es bekommt ihre "Tochter" als Abkömmling alles, was "Tante" an Erbmasse hinterlässt. "Nichte und deren Sohn" garnichts.
  • Erstellt "Tante" ein Testament zugunsten "Nichte" bzw. "Nichte und deren Sohn", dann geht "Tochter" trotzdem nicht leer aus, denn sie bekommt einen Geldanspruch gegen die testamentarischen Erben (Pflichtteil bzw. Pflichtteilsergänzung). Das kann sich nicht unbedingt positiv auf die finanzielle Situation des/der Erben auswirken.

Zu den Themen "Pflichtteilsanspruch" bzw. "Pflichtteilsergänzungsanspruch" gibt es bereits massenweise Beiträge hier im Forum, in denen die Vorausetzungen und der Unterschied genau erklärt ist. Deshalb bitte über die Suchfunktion informieren.

Was bedeutet "notariell festschreiben"?

Handelt es sich um ein notariell errichtetes Testament oder um einen notariellen Erbvertrag.

Davon abhängig unterscheiden sich wesentlich die weiteren Vorgehensweisen

Es wurde beim Hauskauf notariell geregelt, dass bei Tod der Nichte der Sohn erbt. Er war schon als "2.Eigentümer" eingetragen. Daher muss er ja für alles unterschreiben, also die Nichte darf ohne ihren Sohn nicht über das Haus oder deren Wert verfügen.

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