Nochmal zu freiberuflich als Künstlerin in Deutschland und nebenberuflich Jobben im Ausland

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das ist immer noch eine sehr wässrige Beschreibung.

Versuchen wir das mal zu lösen, indem wir uns ein Thema rausgreifen und du fragst zu anderen Themen separat nach.

Ich nehm die Umsatzsteuer, weil ich das kann.

Es gibt in jedem Fall ein Umsatzgrenze für Kleinunternehmer, der ...bei ca. 17500,-€ Gewinn liegt.

Um das Ganze abzukürzen (ich bin ja faul), verweise ich hier auf diesen leicht verständlichen und gut geschriebenen Tip:

http://www.finanzfrage.net/tipp/kleinunternehmer

Also nach dem lesen dieses Tips verwurschtelst du Umsatzsteuer nicht mehr mit Einkommensteuer, okay?

Du musst realisieren, dass Du zwei (bis drei) Problemkreise hast, die sich beim Einkommen (Einnahmen) berühren, aber sonst nichts miteinander zu tun haben.

  1. Steuer (Einkommensteuer) Du kannst soviel verdienen wie Du willst. Irgendwann musst Du Steuern zahlen, aber die Steuer ist immer weniger als die Hälfte als das was Du mehr verdienst, also lohnt es sich immer mehr zu verdienen. Da Du in Deutschland einen Wohnsitz hast, bist Du hier unbeschränkt einkommensteuerpflichtig mit allen Einkünften. Die Einkünfte aus Spanien, können hier durch das DBA steuerfrei sein, das hängt dann aber von der Art der Einkünfte ab.

  2. Umsatzsteuer In Deutschland bist Du Kleinunternehmerin. Als solche kannst Du auch Malkurse geben. Du kannst auch Bilder und Skulpturen ins Ausland liefern. Ändert auch ncihts daran. Aber wenn Du im Ausland unternehmerisch tätig wirst, also dort ansässig, wie Du es beschreibst (gemeldet auf La Palma), fällt das hier nicht unter die Regelung, sondern unter die dortige.

  3. Künstlersozialkasse Dieser Punkt ist für Dich viel wichtiger. Wenn Deine Einkünfte aus nicht künstlerischer Tätigkeit die 450,- Euro überschreiten, dann fliegst Du aus der Künstlersozialkasse.

Genaugenommen bist Du das Musterbeispiel einer Künstlerin, die die KSK nicht möchte. Die KSK will nämlich nur Leute, die sich ausschließlich, oder fast ausschließlich künstlerisch betätigen und nicht welche, die etwa halb und halb verdienen.

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Vielen Dank wjwbinder, für die ausführliche Antwort. Etwas beleidigt bin ich über den letzten Kommentar ihres Beitrags. Ich habe immerhin ca. 15 Jahre rein von meiner Kunst gelebt, wenn auch immer an der Grenze der Existenz. Nachdem meine Galerie vor einem Jahr schließen musste und ich mich noch immer von einem Burnout erhole (denn so romantisch wie sich viele Menschen das Künstlerdasein vorstellen ist es nicht, sondern bedeutet sehr viel komsequente Arbeit), habe ich keine andere Wahl als dazu zu verdienen, denn sonst kann ich nicht mehr überleben. Mir wäre es auch lieber, wenn es anders wäre, aber so einfach findet man als Künstler keine neue Galerie. Die Galerie findet den Künstler... Als Künstler von seiner Kunst zu leben hat leider sehr viel mehr mit Glück zu tun und Kontakten, als mit Fleiß und Qualität der Arbeit. Herzlichen Gruß von LailaLino

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der link zur KSK ist absolut korrekt, da steht alles drin, bezüglich der KSK.

17500 euro Einnahmen (Umsatz), nicht Gewinn

du kannst sehr wohl in Spanien und in Deutschland eine SV haben, das eine schließt das andere nicht aus. Präferenz sollte aber immer deine KSK haben, weil du eine bessere Versicherung nicht findest.

Deine Pension auf den Kanaren kann dir sehr wohl eine Rechnung (an deine deutsche Anschrift) schreiben (umsatzsteuerfrei wenn weniger Umsatz im jahr als 17500 euro).

Die Frage ist aber, ob es dann immer noch korrekt ist, weil du die Arbeitsleistung vor Ort (auf den Kanaren) erbringst oder ob sich in jedem Falle die Anmeldung als Autonomo verpflichtet. Da frage in einer Gestoria nach oder am besten bei deiner Pension und die fragen ihre Gestoria.

Ist ein ausländischer Arbeitgeber ohne Sitz in Deutschland verpflichtet Sozialversicherungsabgaben an Deutschland zu leisten?

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Sozialversicherungspflichtige Tätigkeit oder Werkvertrag - was soll ich machen?

Hallo liebe Community,

ich bin 29 Jahre alt und Studentin. Meine Universität bietet mir die Möglichkeit einer sozialversicherungspfl. Tätigkeit (max. 800€ brutto/Monat, 19,5 Std./Woche) oder als Alternative einen Werkvertrag (zwischen 3000-3700€ für 4 Monate) an. Nun muss ich entscheiden was sich für mich am meisten lohnt und hoffe ihr könnt mir helfen:

Fragen zur sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit:

  • Werden mir als Student Sozialabgaben (KV, PV, ALV, RV) abgezogen (ich verdiene ja weniger als 850€)?
  • Muss ich die studentische KV weiterhin selber zahlen oder berechnet sich die KV wie bei "normalen" sozialvers.pfl. Tätigkeiten (ca 14% vom Bruttolohn) und wird vom Bruttolohn abgezogen?
  • Fallen bei Tätigkeiten unter 850€ Steuerabgaben an?

Fragen zum Werkvertrag:

  • Muss ich Sozialabgaben (abgesehen von KV+PV), also ALV & RV selber abführen? Wenn ja, wie macht man das? Meldet man sich beim Arbeitsamt und der dtsch. Rentenversicherung?
  • Da beim Werkvertrag keine Stundenzahl angegeben wird, wie stelle ich bei meiner KV sicher, dass ich weiterhin in der studentischen KV bleibe? (Die wollen wissen, ob ich über die 20 Std. komme, aber das ist ja im Werkvertrag nicht vereinbart)?
  • Am Ende des Jahres muss ich eine Einkommenssteuererklärung machen. Bezieht sich der Freibetrag von 8130 € auf den Bruttoverdienst oder den Gewinn? Kann ich neben Werbekosten auch Sozialabgaben geltend machen (denn die muss ich ja selbst abführen und vermindern mein Einkommen)?
  • Lohnt es sich die Einkommenssteurerklärung bei einem Steuerberater machen zu lassen (kostenmäßig)? Oder kann man das auch einfach selbst machen. Bisher war ich immer bei der Lohi, aber mit einem Werkvertrag fällt die Lohi für mich weg (selbständige Tätigkeit).

Evtl. muss ich im gleichen Jahr noch ein Pflichtpraktikum in der Vorlesungsfreien Zeit absolvieren (2 Monate), hätte das Auswirkungen auf die sozialverspfl. Tätigkeit bzw. den Werkvertrag? Kann ich das Praktikum "nebenbei" machen oder arbeite ich dann zu viel als Student?

Evtl. bietet sich mir noch ein Mini-Job mit 10 Std./Monat an, den ich eigtl. gerne machen würde. Aber mit der sozialverspfl. Tätigkeit ist das ja nicht möglich, da ich über die 20 Std./Woche käme. Wäre das denn mit einem Werkvertrag möglich?

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