Noch in Rente einzahlen mit 63 Jahren mit 400-Euro-Job? Früherer Rentenbeginn?

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5 Antworten

Hallo,

man kann auch mit einem Mini-Job (400€-Job) voll in die Rente einzahlen. Dazu muss man auf die Versicherungsfreiheit verzichten und selbst die Rentenbeiträge aufstocken auf den vollen Betrag (derzeit um 4,6% auf 19,6%). Das macht bei 400€ brutto 18,40€ aus, welche Dir netto weniger ausbezahlt werden.

http://www.minijob-zentrale.de/sid_982C20920E943305127C6C0D33082751/DE/1__AN/2__aufstockungRente/navNode.html?__nnn=true

Dies ist insbesondere sinnvoll und notwendig wenn noch Warte- oder Pflichtzeiten zur Rente fehlen, denn diese Zeiten mit aufgestocken Rentenbeiträgen zählen voll. Ob und wie es sich im Einzelfall rechnet kann Dir die Rentenberatung der Deutschen Rentenversicherung sagen

aber ganz, ganz grob lässt sich sagen:

  • ein 400€-Minijob erhöht die Rente (so gut wie) nicht
  • durch die Aufstockung der Rentenbeiträge werden die 400€-brutto voll zur Rente gezählt
  • was aber wegen dem geringen Betrag nur ca. 0,15 Rentenpunkte pro Jahr ergibt
  • 0,15 Rentenpunkte pro jahr bringen derzeit etwa 4,20€ monatliche Lebenslange Rente
  • bei 18,40€ beitrag bist Du also nach rund 4,5Jahren Rentenbezug im plus

Hinweis: Diese Rechnung gilt nur, falls KEINE Grundsicherung im Alter beantrag werden muss

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Kommentar von Annim
30.09.2012, 18:20

vielen Dank für die umfangreiche Antwort, echt toll ist da hier !!

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Wenn du mit 63 Jahren in Rente gehen möchtest, musst du eine Wartezeit von 35 Jahren erfüllt haben. Mit dem 400,- Euro-Job bekommst Du zwar auch eine Zeit aber eben nicht voll. Du hast aber Recht, du hättest Dich auf Antrag rentenversicherungspflichtig machen können, dann würden die Zeiten voll zählen und die Rente wäre auch etwas höher. Ob es sich lohnt, dich auf Antrag rentenversicherungspflichtig zu machen hängt von Deinem Versicherungsverlauf ab. Vielleicht gibt es ja noch rentenrechtliche Zeiten, die du erfüllen könntest. Wenn Du jetzt 63 Jahre bist, bist du vermutlich Jahrgan 1949, Dann ist den regulärer Rentenbeginn (Regelaltersgrenze) bei 65 Jahren und 3 Monaten. Gehst Du mit 63 Jahren hast du Abschläge in Höhe von 0,3 % je Monat, also 27 x 0,3% = 8,1 %. Den 400,- Euro Jobb könntest Du aber trotzdem noch machen, ohne dass die Rente gekürzt wird.

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Kommentar von Annim
30.09.2012, 18:22

Vielen Dank.

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Ab 1.1.2013 werden automatisch bei dann 450 zu 3,9% Austockung die 17,55 Beitrag abgezogen dies gilt als Aufstockung, die man früher unter dem Begriff"Verzicht auf die Versicherungsfreiheit" extra beim Arbeitgeber beantragen musste. Diese dann 450 Höchstbetrag und im Jahr 5400 ergeben- 28,07 : 32446 x 18,9% 4.67 Euro mehr an monatlicher Rente. Ohne Aufstockungswillen muss man dies künftig den AG. mitteilen. Die bleibenden 15% des Arbeiutgebers bringen 3,71 monatliche Rente.Es gilt abzuwägen ob 17,55 Beitrag monatlich zu (4,67-3,71) 96 Cent ein rentlicher Vorteil sind, das einzige was sticht, die Zuzahlung bringt zusätzlich 1 Jahr Beitragszeit mehr, ohne Zuzahlung ergeben erst ca. 4 Jahre 1 Jahr Beitragsanrechnung. Gott zum Gruß.

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Es macht Sinn, wenn du die 35 Versicherungsjahre, die du für die Rente mit 63 brauchst, damit erreichen kannst.

Lass dein Konto bei der Deutschen Rentenversicherung klären und dir eine Rentenauskunft zusenden. Dort kannst du dann sehen, ob und wie viele Monate dir fehlen.

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Kommentar von Annim
30.09.2012, 18:21

Danke.

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Wenn Du einen 400-Euro-Job ausübst, kannst Du auf die (eigentliche) Versicherungsfreiheit verzichten und kannst einen Aufstockungsbetrag zahlen, dann zählen diese Monate in denen Du den Aufstockungsbeitrag zahlst, als reine Pflichtbeitragszeiten und damit würde jeder Monat zählen. Du hast 15 Jahre Beiträge, dazu 2 Jahre Kindererziehungszeiten (wenn die Kinder vor 1992 geboren sind), evtl. noch 10 Jahre Kinderberücksichtigungszeiten, das wären dann so runde 27 Jahre Beitragszeiten. Um vor 65 Jahre in Rente gehen zu können, bräuchtest Du 35 Versicherungsjahre, dazu fehlen Dir noch 8 Jahre, die würdest Du jetzt nicht mehr zusammenbringen. Ich denke also, nach Deinen Angaben, daß Dir die Aufstockung nichts brächte, vor allem keinen früheren Rentenbeginn. Aber laß Dir doch einen Termin bei einer Rentenberatungsstelle der Deutschen Rentenversicherung geben, nimm Deinen Versicherungsverlauf mit und laß Dich beraten.

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Kommentar von Annim
30.09.2012, 18:21

Danke.

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