NK-Abrechnung vom Mieterverein geprüft – muss ich den Anwalt der Gegenseite bezahlen?

Support

Liebe/r Janseseys,

bitte verzichte in Zukunft auf das mehrfache Einstellen des selben Sachverhaltes. Anmerkungen und Ergänzungen kannst du mittels Kommentarfunktion in der ursprünglichen Frage posten. So bleibt alles schön übersichtlich...

Herzliche Grüsse

Jürgen vom finanzfrage.net-Support

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

NEIN!

Das schrieb ich ja bereits gestern!

Wenn der Gegner-Anwalt die Nachzahlung beitreiben wollte, dann musst du seine diesbezüglichen Kosten tragen. Wenn es aber darum gar nicht ging -so verstand ich es gestern und auch deine heutige Erklärung-, dann zahlst du NICHT!!

Und habe dir schon gestern diesen rechtsirrigen Unsinn widerlegt. Tasächlich darf ein Gläubiger bei Verzug oder Weigerung einer Zahlung anwaltliche Vertretung direkt als Verzugsschaden geltend machen.

Die Sachlage ist hier eindeutig (lesen hilft): "Es war eine Nachforderung fällig, die ich erstmal einbehalten hatte, bis die Sache geklärt war (bezahlt im Juli)" bedeutet: Eine offenbar formell ordnungsgemäß erstellte und fristgerecht zugegegangene Betriebskosteabrechnung mit Nachzahlungsaufforderung ist nicht oder gekürzt gezahlt 30 Tage nach Zugang inverzuggestzt, § 286 Abs. 3 BGB, die Forderung darf man dann aber gem. §§ 249 S. 2, 288 Abs. 6 Satz 2 BGB ausdrücklich auch anwaltlich vertreten rechtsverfolgen, wie hier durch eine erste Zahlungserinnerung.

Auf behauptete inhaltliche Mängel kommt es überhaupt nicht an. Sie müssen vielmehr zum Gegenstand einer Anfechtungsklage gemacht werden.

G imager761

1
@imager761
die Forderung darf man dann aber gem. §§ 249 S. 2, 288 Abs. 6 Satz 2 BGB ausdrücklich auch anwaltlich vertreten rechtsverfolgen, wie hier durch eine erste Zahlungserinnerung.

Wahrscheinlich hab' ich auch hier nur die Hälfte verstanden; aber:

Die Zahlungserinnerung kam von meinem Vermieter, NICHT von dessen Anwalt.

0
@Janseseys

@imager liegt falsch, aber das macht ja nichts. Nobody is perfect.

Hauptsache DU musst den Anwalt nicht zahlen.

1

Das wurde bereits gestern ausführlich und zielführend kommtiert: Nach automatischer Inverzugsetzung einer nicht oder gekürzt beglichenen Nachzahlung 30 Tage nach Rechnungszugang ist das Anwaltshonorar als Rechtsverfolgungsschaden n. §§ 280 Abs. 1, 2 i. V. m. § 286 (3) BGB tasächlich direkt beanspruchbar :-O

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__280.html

Und ich kennen außer dem Fiskus niemanden, der so gnadenlos vollstreckt wie ein RA :-(

G imager761

Sind die Anwaltskosten in Ordnung??

Hallo zusammen,

ich habe folgende Frage zu meinen Anwaltskosten und wollte fragen, ob diese Kosten so wirklich in Ordnung sind. Es gfeht um folgendes:

Ich habe im April einen Mietvertrag ab 01. 05. unterschrieben. Der Vermieter erlaubte mir, bereits im April vor meinem Einzug Renovierungsarbeiten in der Wohnung durchzuführen. Hierbei entdeckte ich dann mehr oder weniger, dass die Wohnung an machen Stellen hinter der Tapete komplett verschimmelt ist. Durch einen ZUfall kam ich in Kontakt mit mehreren Vormietern und diese bestätigten mir, dass Schimmel schon immer ein Problem in der Wohnung war und der Vermieter auch Kenntnis davon hat. Gesagt hat er mir bei der Wohnungsbesichtigung nichts und auch die besagte Wand mit dem Schimmel war frisch gestrichen, was mir aber zunächst nicht verdächtig vorkam, da der Kontakt zu den Vermietern erst später entstanden ist.

Naja jedenfalls habe ich daraufhin einen Anwalt eingeschaltet, der für mich den bereits unterschriebenen Mietvertrag angefochten hat wegen arglistiger Täuschung durch den Vermieter. Gleichzeitig hat er die Wohnung sicherheitshalber fristgerecht gekündigt.

Jetzt bekam ich die Rechnung und war ein wenig geschockt. Ich habe mich einmal beim Anwalt beraten lassen was ca. 20 min gedauert hat und er hat anschließend das Schreiben mit der Anfechtung an den Vermieter geschickt. Kostenpunkt insgesamt dafür: knapp 420€.

Ich weiß, dass die Berechnungsgrundlage der Gegenstandswert ist, allerdings wurde bei der Erstellung der Rechnung als Grundlage die monatliche Kaltmiete (280€) für ein ganzes Jahr berechnet, also 12 x 280€ = 3360,00€. 20 Euro zusätzlich für Telekommunikation( was ja einleuchtend ist).

Warum geht es hier um einen Streitwert für eine ganze Jahresmiete? Ich habe keine Klausel in meinem Mietvertrag, in der eine Mindestmietdauer von 1 Jahr angegeben ist. Dürfte dann der Streitwert nicht maximal 3 x 280€ ,also insgesamt 860,00€ betragen?

Für Antworten wäre ich dankbar,

Gruß, Siggi

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?