Nießbrauchrecht Immobillien

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7 Antworten

Jemand hat das Recht, die Wohnung lebenslang zu nützen. Dieser jemand kann 103 Jahre alt und auf der Intensivtation oder 25 und bei bester Gesundheit sein. In aller Regel irgendwas dazwischen.

Das Recht macht eine Wohnung in aller Regel unverkäuflich. Der Erwerber kauft den Niesbraucher mit und sollte sich eingehend mit ihm beschäftigen. Manchmal kann an denjenigen abfinden. Üblicher ist aber, dass der Niesbrauch das Objekt uninteressant macht.

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Da wäre ich auch eher vorsichtig. Der Nießbrauch beinhaltet ein umfassendes Nutzungsrecht. Ich würde auf Nummer sicher gehen und einen Fachanwalt fragen. 

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Mit der Wohnung bekommst Du auch einen Nießbrauchsberechtigten als Geschäftspartner. Dessen Rechte sind voraussichtlich genau in der Nießbrauchsurkunde festgelegt. Ohne Kenntnis des Alters und der Fitness des Berechtigten und seiner Rechte (und daraus folgt, was bei Dir hängen bleibt, z. B. an Betriebskosten und Instandhaltungsverpflichtungen - nur bezogen auf das Sondereigentum der Wohnung) kannst Du den Kaufpreis gar nicht beurteilen.

Vielleicht ist "geschenkt" noch zu teuer!

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Ich würde ein solches Angebot für einen schlechten Witz halten. Was hast Du von einer Wohnung aus der Du auf unabsehbare Zeit keinen Vorteil ziehen kannst? Zudem ist diese Konstellation so ungewöhnlich, dass schon der tatsächliche Hintergrund abschrecken dürfte. Vermutlich ist das ein Familienstreit und Du kannst Dir vorstellen, dass der Nießbrauchsberechtigte seine ganze Wut über die Situation an der Wohnung auslassen wird.

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Kommentar von Franzl0503
27.02.2015, 11:40

Privatier:

Sehe ich genau so.

Vielleicht hat sich der Eigentümer gegenüber dem Nießbrauchberechtigten auch noch zu verpflichten, nach dessen Tod für seine Erben einen weiteren Nießbrauch zu bestellen (die Sicherung dieses Anspruchs wäre sogar durch Vormerkung im Grundbuch möglich). Dann bliebe dem Eigentümer auf unabsehbare Zeit jegliche wirtschaftliche Nutzung entzogen. Er würde sein umfassendes Herrschaftsrecht auf unbestimmte Zeit verlieren und zudem Gefahr laufen, für außerordentliche Grundstücksbelastungen aufkommen zu müssen, wie z.B. Erschließungskosten, Ausgleichsbeiträge für Sanierung, Umlegungsbeiträge.

Was spricht für einen Erwerb? Die Verkaufsargumente würde ich mir gerne anhören.

Fazit: Hände weg.

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Setze Dich mit Deinem Steuerberater auseinander, der kann Dir mehr dazu sagen wenn er den Prospekt durchliest.

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Kommentar von vulkanismus
27.02.2015, 02:54

Warum heissen Steuerberater so?

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Würde ich nie kaufen. Man kann so ein Recht Kapitalisieren ( ausrechnen welchen Geldwert es hat) und dann in Abzug bringen.

Würde ich aber persönlich nicht machen !

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