Nießbrauch haben die Eltern-müssen aber Kredit aufnehmen?

4 Antworten

Wie @Andri123 schon richtig schrieb, wenn es mehr ist als ein Anschaffungsdarlehen, so braucht ihr die Unterschrift der Tochter, damit eingetragen werden darf.

Da es anscheinend noch nicht geschehen ist, lasst Euch unbedingt vorher von einem Steuerberater beraten.

Es gibt wichtige Punkte:

Unterschied Wohnrecht/Nießbrauch

Festlegung, wer die nebenkosten trägt

Was würde passieren, falls Ihr mal Pflegefall werdet und eventuell ins Heim müsst

usw. usw.

Nicht dass ich Euch das wünsche, aber die Auswirkungen müssen besprochen werden.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Sicher dürft Ihr ein Darlehen aufnehmen.

Aber da Ihr dann nicht mehr die Eigentümer der Immobilie seid, könnt Ihr das Darlehen nicht grundbuchlich besichern. Dazu müsste die Tochter notariell ihre Zustimmung geben, meine ich.

Ihr macht Euch also abhängig.

Relativ abhängig, denn der Eigentümer muss ja auch das Gebäude erhalten.

Evtl. könnte man auch im Übertragungsvertrag entsprechendes festhalten.

Da Ihr übertragen "wollt" ist der notarielle Vertrag ja offenbar noch nicht abgeschlossen worden.

Dieser Punkt sollte und muss im notariellen Schenkungsvertrag geregelt werden, inklusive eventueller Sanktionsmöglichkeiten für den Fall, daß die Tochter dann doch nicht bereit sein sollte einer Belastung des Grundstücks mit Grundpfandrechten zuzustimmen.

Jeder Notar hat in den Formularsammlungen mit Hilfe derer er den Vertrag aufsetzt entsprechende Klauseln, nur fügt nicht jeder Notar solche Klauseln in den Vertrag ein ohne gezielt darauf angesprochen zu werden.

Eine wichtige Klausel wäre z. B. der Rangvorbehalt für eine Grundschuld (samt Zinsen von z. B. 20 v.H. und fünf v. H. Nebenleistungen) in Höhe der großzügig bemessenen Kosten für Renovierungs- und Sanierungsarbeiten am und im Objekt inl. Außenlagen.,

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@Franzl0503

Dann wird sich die Tochter aber noch grau ärgern, wenn sie selber mal eine Grundschuld eintragen lassen will;-) Eine derart verschuldete Immobilie belastet zudem die Bonität der Tochter, wenn sich eine selbstgenutzte Immobilie zulegen will, denn im Zweifel muss sie auch für den elternbedingten Kredit aufkommen.

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@LittleArrow

LittleArrow

Der Kredit ist zweckgebunden zur Finanzierung der Renovierungskosten zu gewähren. Er dient somit der Werterhaltung/Werterhöhung. Die wohnungs- berechtigten Eltern übernehmen schuldrechtl. den Zins- und Tilgungsdienst.

M.E.gibt es keine wirtschaftl. bessere Lösung für "Briefmarken".

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Wird der Nießbrauch bei einer voraussichtlichen böswilligen Schenkung trotzdem angerechnet?

Eltern hatten ein Berliner Testament mit Auflistung welche Immobilie für die Töchter A+B gedacht sind.Vater verstarb zuerst,und bevor die Mutter verstarb hat sIe Kind A 3 Immobilien geschenkt und sich ein Nießbrauch eintragen lassen. 2 weitere Immobilie hat sie ihrem Enkelkind (der Tochter von Kind A) geschenkt, sich ebenfalls Nießbrauch eintragenlassen und zusätzlich im Notarvertrag festhalten lassen, das diese 2 Immobilie eigentlich für ihr Kind A gedacht sind, aber aus steuerlichen Gründen und damit Kind A nicht ihr Freigrenze von 400.000€ überschreitet., auf das Enkelkind übertragen wurde. Es wird eine böswillige Schenkung hier vermutet, denn diese geschahen nur wenige Monate vor dem Tod der Mutter. Kind A und Kind B bilden nun eine Erbengemeinschaft. Nun verlangt Kind B die Erbauseinandersetzung und natürlich seinen berechtigten Erbanteil von 50%, auch von den vorab verschenkten Immobilien. Anzumerken ist, es sind auch noch andere Immobilien da, aber die sind alle gesamt, laut Gutachten, weniger wert als die verschenkten Immobilien. .Kind A will nun die geschenkten Immobilien gegenrechnen und verrechnen und meint, Kind B erhalte dann viel mehr, da die Geschenkten mit dem Nießbrauch belegt waren, welcher aber lt. Notarvertrag und Grundbucheintragungen mit dem Tod der Mutter endete. Und so glaubt Kind A sich die Immobilien minderwertig rechnen zu können. Nun meine Frage: Da Kind B ja die Hälfte erbt, die Schenkung der Mutter an Kind A in die 10 Jahresfrist fällt, und somit ausgleichpflichtig sind, kommt da der Nießbrauch überhaupt in Betracht? Denn Kind A will ein Haus, was lt. Gutachten 350.000€ Wert ist, durch den Nießbrauch, auf einen Schenkungsanteil von 128.305€ mindern. Über ein/jede Antwort freue und bedanke ich mich.

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