Nießbrauch - Notarvertrag anfechten?

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Bei Abschluß der notariellen Vereinbarung bist Du volljährig und offenbar ansonsten voll geschäftsfähig gewesen. Die Vereinbarung ist wirksam.

Woraus glaubst Du denn nun, 30 Jahre später(!), einen Anfechtungsgrund ableiten zu können?

Was Du hast ist Vertragsreue. Daraus aber ergeben sich keine Ansprüche.

Als Anfechtungsgrund sehe ich, dass in dem Testament meines Großvaters sehr wohl eine Regelung bzgl. des Wohnrechts stand. In der "Einleitung" zur Notarurkunde steht, dass es hierüber keine Regelung gibt.

Meine 2017 verstorbene Mutter wollte ihren Mann absichern, dass er nach ihrem Tod nicht aus dem Haus geworfen werden kann. Wobei sie Vorerbin und ich Nacherbin bin.

Welche Empfehlung können Sie mir geben, wie ich z. B. künftig in meine mir gehörende - teuer renovierte - Wohnung kommen soll, wenn mir der Nießbraucher den Weg durch den Garten verbietet? Es ist sicherlich nicht im Sinne des Erfinders, dass ich zusehen muss, wie die Immobilie verfällt.

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@Martina67

Setze Dich mit in diesem Fall mit einem Anwalt auseinander, denn Dir steht in jedem Fall ein Wegercht zu, der Dir den Zugang sichert. Zudem würde ich in diesem Fall auf einen Mißbrauch des Nießbrauches bestehen und versuchen die gesamte Nießbrauchslösung neu festzuschreiben.

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Verjährt ein Notarvertrag (Nachlassangelegenheit/Testament)?

Oder ist der Schadentag ausschlaggebend? Es geht um Notarvertrag (Regellung des Nachlassen) meines Vaters, der an Lungenkrebs erkrankte und nach 4 Jahren kampf gegangen ist. Er war im Hospizt und bekamm alle paar Stunden Morpium. Es wurde in diesem Zustand ein Vertrag mit einem Notar gemacht. Morgens bekamm mein Vater kein Morphium und 16 Uhr kam ein Notar. Der Vertrag ist von 2009 und war zu dem Zeitpunkt ok für mich. Meine Mutter sollte das Haus, Gründstück und Firma bekommen und wir Kinder erben wenn Sie geht. Mein Schwager sollte mit in der Firma sein und diese quasi leiten. Das hatte mein Papa gewollt und mein Schwager ist geküntigt. Die Technik alles veräußert. Es lebt ein neue Mann da(der auch Kinder hat). Das Haus ist höchst müllig und dreckig mittlerweile. Das mein Schwager und die Sekretärin gekündigt ist, Technik verkauft ist hat meine Mutter bis heut mir nicht gesagt. Ich weiss es v. meiner Schwester. Ich hab all die Zeit gedacht Sie sagt es mal, das es Ihr zu viel ist. Was verständlich wäre - aber nix. Nun stört mich das alles so sehr. (Das ist sicherlich der sognannte Schadentag!?)Denn mein Vater hat das Haus mit dem verstorbenem Bruder gebaut und die Firma ist aus einer "Intressengemeinschaft" von meinem Papa und Onkel entstanden. Das zu sehen tut weh und Papa dreht sich sicher im Grabe um. Kann ich nun noch etwas machen, noch nachträglich Einspruch einlegen oder ist es verjährt? Ich hab nie mündl./schriftl.verzichtet, sondern einfach alles gelassen wie es immer war.

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