Niesbrauch

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4 Antworten

Also ich hoffe, ich habe es richtig verstanden.

Deine Frau hat von Ihrer Mutter 25 % eines Hauses geerbt. die anderen 75 % hat demnach der Vater bekommen. Der Vater hat dann in dem Haus mit der Stiefmutter gelebt und ihr einen Nießbrauch eintragen lassen, aber Deine Frau hat das Haus geerbt (also die übrigen 75 %).

Du schreibst auch:

Wohnrecht und Nießbrauch auf Lebenszeit beim Notar ins Grundbuch eintragen

Ich kenne eigentlich nur, dass eines von beiden eingetragen wird, also entweder ein Nießbrauch, oder ein Wohnrecht.

Nun stellt sich einfach die Frage:

  1. zu welchem Betrag kann man das Haus vermieten?

  2. Alternativ, wenn ihr selbst einzieht, was spart ihr an Miete?

Kann man von einem dieser Beträge die 70.000,- finanzieren, oder wartet ihr einfach ab, bis der Nießbrauch durch Ableben der Dame frei wird.

Aus meiner Sicht eine Rechenaufgabe. Wenn ihr das mit den 7 Jahren glaubt, dann sind es ca. 11.400,- inkl. Zinsen pro Jahr, die ihr an Miete einnehmen, oder sparen müsst, damit es sich lohnt.

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Folgenden Satz habe ich aus einem Jura - Forum:

"Ein Verzicht auf den Nießbrauch gegen Entschädigungszahlung ist nur dann möglich, wenn beide Seiten freiwillig die Vereinbarung abschließen wollen und sich auf die Konditionen geeinigt haben."

Guck hier:

http://www.juraforum.de/forum/t/niessbrauchabloesung.396260/

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Kommentar von Mikkey
15.12.2014, 21:17

Ja natürlich, der Eine gibt das Recht auf, der Andere muss dafür etwas zahlen. Wie sollte das auch ohne beider Zustimmung gehen ;-)

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Pflichtteile werden üblicherweise nicht als Nauralien übergeben, sondern in Bar ausgezahlt.

Wenn Deine Frau sich mit der jetzigen Lösung zufridengegeben hat, so kann man das als "Einigung" betrachten. Nach 10 Jahren damit anzukommen, dass es seinerzeit hätte anders gemacht werden müssen ist sinnlos.

Anstelle Deiner Fra würde ich einfach zuwarten, sie muss das Nießbrauchsrecht ja nicht austragen lassen, dann bleibt das Haus eben leer stehen, bis die böse Stiefmutter ihrem Vater nachfolgt.

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Kommentar von Primus
15.12.2014, 19:52

Mit dem Tablet geschrieben ? ;-)))))))

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Kommentar von EnnoBecker
15.12.2014, 19:54
Pflichtteile werden üblicherweise nicht als Nauralien übergeben, sondern in Bar ausgezahlt.

Guter Einwand, der sofort das nächste Problem aufwirft: Das Viertel Häuschen muss dann ja gekauft worden sein. Aber nachdem nun über 30 Jahre vergangen sind, dürfte sich hier niemand mehr für eine Grunderwerbsteuer interessieren (ich weiß nicht mal, ob die Steuerbefreiung § 3 Nr. 6 (?) damals schon existierte).

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Kommentar von Franzl0503
16.12.2014, 16:41

Dir ist doch bekannt, dass sich nach sieben Jahren Leerstand der Wert und damit auch die Vermarktungschancen eines Hauses verschlechtern. Du solltest dich auch, so meine Empfehlung, über die Folgen einer Beeinträchtigung des Rechts auf Nießbrauch (§ 1065 BGB) informieren, bevor du einen Leerstand anregst.

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Um es ganz einfach zu machen:

Angebot und Nachfrage. Es wird ein Preis verlangt und wenn Dir der zu teuer ist, dann kommt kein Geschäft zustande. Wenn Du "Pech" hast, hält die Dame noch 20 oder 30 Jahre durch und Du ärgerst Dich krank, das Angebot ausgeschlagen zu haben.

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Kommentar von Franzl0503
16.12.2014, 10:21

Privatier: Bewertung techn. nicht möglcih.

Stimme dir zu. Nur 114 dürfte die Berechtigte wohl nicht werden: Interessant wird es dann, wenn eine lastenfreie Veräusserung oder eine erststellige Beleihung ansteht und die Berechtigte die Erteilung einer Löschungsbewilligung oder Rangrücktrittserklärung von der Zahlung einer hohen Summe abhängig macht.

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