Niesbrauch

3 Antworten

Also ich hoffe, ich habe es richtig verstanden.

Deine Frau hat von Ihrer Mutter 25 % eines Hauses geerbt. die anderen 75 % hat demnach der Vater bekommen. Der Vater hat dann in dem Haus mit der Stiefmutter gelebt und ihr einen Nießbrauch eintragen lassen, aber Deine Frau hat das Haus geerbt (also die übrigen 75 %).

Du schreibst auch:

Wohnrecht und Nießbrauch auf Lebenszeit beim Notar ins Grundbuch eintragen

Ich kenne eigentlich nur, dass eines von beiden eingetragen wird, also entweder ein Nießbrauch, oder ein Wohnrecht.

Nun stellt sich einfach die Frage:

  1. zu welchem Betrag kann man das Haus vermieten?

  2. Alternativ, wenn ihr selbst einzieht, was spart ihr an Miete?

Kann man von einem dieser Beträge die 70.000,- finanzieren, oder wartet ihr einfach ab, bis der Nießbrauch durch Ableben der Dame frei wird.

Aus meiner Sicht eine Rechenaufgabe. Wenn ihr das mit den 7 Jahren glaubt, dann sind es ca. 11.400,- inkl. Zinsen pro Jahr, die ihr an Miete einnehmen, oder sparen müsst, damit es sich lohnt.

Um es ganz einfach zu machen:

Angebot und Nachfrage. Es wird ein Preis verlangt und wenn Dir der zu teuer ist, dann kommt kein Geschäft zustande. Wenn Du "Pech" hast, hält die Dame noch 20 oder 30 Jahre durch und Du ärgerst Dich krank, das Angebot ausgeschlagen zu haben.

Privatier: Bewertung techn. nicht möglcih.

Stimme dir zu. Nur 114 dürfte die Berechtigte wohl nicht werden: Interessant wird es dann, wenn eine lastenfreie Veräusserung oder eine erststellige Beleihung ansteht und die Berechtigte die Erteilung einer Löschungsbewilligung oder Rangrücktrittserklärung von der Zahlung einer hohen Summe abhängig macht.

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Folgenden Satz habe ich aus einem Jura - Forum:

"Ein Verzicht auf den Nießbrauch gegen Entschädigungszahlung ist nur dann möglich, wenn beide Seiten freiwillig die Vereinbarung abschließen wollen und sich auf die Konditionen geeinigt haben."

Guck hier:

http://www.juraforum.de/forum/t/niessbrauchabloesung.396260/

Ja natürlich, der Eine gibt das Recht auf, der Andere muss dafür etwas zahlen. Wie sollte das auch ohne beider Zustimmung gehen ;-)

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Alleinerbe und Pflichtteil

Guten Tag,

Erblasser: Verstorbener Vater

Erbberechtigte Personen?: Sohn P. Tochter E.

(Jeweils 1 Halbbruder und 1 Halbschwester mütterlicher Seitz, Mutter ist
vor 18 Jahren verstorben ist und per Pflichtteil wurde von Vater ausbezahlt.)

Mein 95jähriger schwerpflegebedürftiger und verwitweter Vater ist kurz vor Weihnachten verstorben. Er wurde von mir (Sohn P. und meiner Ehefrau) die letzten fast 4 Jahren mit Unterstützung eines ambulanten Pflegedienstes in seinem Häuschen gepflegt und erst Mitte August, nach einem Totalzusammenbruch - und nachdem keine häusliche Pflege mehr möglich war - von mir in einem nahegelegenen Pflegeheim untergebracht (habe eine Generalvollmacht) , dort wurde wirklich für ein Würdiges Weiterleben gesorgt.

Ich hatte meinen Vater, der ja nur 500 € Rente und ca. 10000 € Rest-Ersparnis hatte, ab dort monatlich jeweils 350 € Pflegezuschuss überwiesen, da das Pflegeheim ja sehr, sehr teuer war.

  • Mein Vater hatte 1999 ein notarielles Testament gemacht und mich als "alleinigen und ausschließlichen Erben" für das vorhandene sanierungsbedürftige Häuschen mit kleinem Garten und einen kleineren übriggebliebenen Geldbetrag eingetragen, da er von seiner Tochter E. im Stich gelassen wurde und diese Ihr Erbe bereits vor vielen
    Jahren ausbezahlt bekam (Erbvertag war in einer bekannten Geldkassette und war
    verschwunden).

  • Meine leibliche Schwester E., hatte eigentlich schon vor vielen Jahren ihr Erbe
    ausbezahlt bekommen, sie lebt seit über 15 Jahren mit ihren Freund in einem südlichen Land und lässt den „Herrgott einen guten Mann“ sein

    o der zu jener Zeit aufgesetzte private Erbvertrag ist wieder verschwunden, wie auch damals vor über 18 Jahren das handschriftliche Testament meiner Eltern als meine Mutter starb, in diesem ich außer meinem Vater auch als Erbe erwähnt wurde (es war niemanden etwas nachzuweisen wer das damalige Testament u. später den priv. Erbvertrag entnommen hatte...)

    o Meine Schwester kümmerte sich seither wie auch zuvor nicht mehr um ihren Vater, und auch nicht um meine und meiner Ehefrau "unserer" Entlastung, als sie
    von mir telefonisch von fast 4 Jahren erfuhr, dass unser Vater einen Herzstillstand
    hatte und von nun an pflegebedürftig war.

    o Sie besuchte Vater das letzte Mal vor über 5 Jahren zum 90. Geburtstag für einige Stunden, das war der 2. Besuch seit über 15 Jahren.

Meine Frage:

  • Muss ich meiner Schwester trotz diesen Vorkommnissen den Pflichtteil von 25 % der Gesamterbes ausbezahlen?
  • Das doch sehr renovierungsbedürftige Haus muss erst von mir geräumt und verkauft werden (und ich und meine Ehefrau müssen wieder, wie all die vielen Jahre zuvor, alles
    aus eigener Kraft stemmen und die anderen sonnen sich)
  • Kann ich, wenn ich den Pflichtteil ausbezahlen müsste, eine Stundung beantragen, bis der wahre Wert ermittelt oder durch Verkauf erzielt wird.

Vielen Dank

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