Nicht versteuerter Werbungskostenzuschuss ist nachträglich wie zu versteuern?

3 Antworten

Nach § 2 LStDV ist Arbeitslohn alle Einnahmen, die dem Arbeitnehmer aus dem Dienstverhältnis zufließen. Es ist unerheblich, unter welcher Bezeichnung oder in welcher Form die Einnahmen gewährt werden.

Demzufolge erfolgte die Nichtabführung der Lohnsteuer zu Unrecht und es ist daher logisch, dass die Steuer im Wege der Einkommensteuerfestsetzung nacherhoben wird.

Du musst hier die Einnahmen von den Ausgaben (Werbungskosten) trennen. Die Angabe der Werbungskosten in der EStE war daher völlig richtig und ist auch nicht zu korrigieren. Hierfür hast du eine Steuerermäßigung bekommen.

Und nun kommen die Einnahmen und die sind zu versteuern. Die zugehörige Erklärung des Arbeitgebers mag wirtschaftlich auf das Richtige hinauslaufen, steuerlich ist sie jedoch unzutreffend.

Ergänzend:

Du kannst doch nicht im Ernst überlegen, auf die Zahlung der Prämie zu verzichten, nur weil Du darauf ESt zahlen müßtest?

Die Höhe des Steuersatzes kann man erst wissen, wenn man weiß, was Du insgesamt im Kalenderjahr 2018 zu versteuern haben wirst. Je mehr Du verdienst, desto höher der Steuersatz.

Ich persönlich würde vielleicht sicherheitshalber mal 30% des Zuschusses zurücklegen, also z.B. 2.000,- von 6.000,-€ (O.k., das wäre ein Drittel).

Da ich nun unterjährig meine ES-Erklärungen angefertigt habe

Was heißt hier "unterjährig"?

Wenn Du Werbungskosten in 2018 aus dem Studium und der Arbeitsstelle hast, dann ziehst Du in der passenden Zeile die Prämie ab. Die Prämie ist somit nicht in voller Höhe zusätzliches Einkommen!

Chronologische Abgabe von (freiwilligen) Steuererklärungen nach nachträglich ergangenem Verlustfeststellungsbescheid nötig?

Hallo zusammen,

ich habe - mit sehr großer Hilfe von den Nutzern dieses Forums bei allen meinen Unklarheiten und Fragen - erfolgreich eine nachträgliche Verlustfeststellung meiner Studiumskosten erreicht. VIELEN DANK dafür!!

Jetzt steh ich vor einem letzten Rätsel...

Hier meine Chronologie:

  • bis 2012: Studium
  • Steuerjahr 2013: Beschäftigungsbeginn
  • 2014: Abgabe einer Steuererklärung für das Steuerjahr 2013, Bescheid ist ergangen
  • Steuerjahre 2014-2017: keine Steuererklärung eingereicht. Ich bin AN ohne sonstige Einkünfte, kein Arbeitgeberwechsel, etc, also nicht verpflichtet eine Steuererklärung abzugeben
  • 2017/18: ich habe nachträglich eine Verlustfeststellung für meine Verluste aus den Studienjahren 2010-2012 machen lassen, der aufsummierte Feststellungsbescheid für 2012 ist im Juli 18 ergangen. Die Verluste werden sich folglich auf 2013 und auf jeden Fall bis in 2014, wahrscheinlich auch noch ein kleiner Rest in 2015 forttragen
  • Steuerjahr 2018: Arbeitgeberwechsel, also Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung bis 31.07.2019. Außerdem muss ich bis 31.12.2018 meine freiwillige Steuererklärung für 2014 abgeben. Zur Erinnerung: in 2014 soll der "Rest" meiner Verlustfeststellung aus 2013 fortgetragen werden

2 Fragen:

a) Habe ich wirklich bis 31.12.2018 Zeit, um meine Steuererklärung 2014 einzureichen, auch wenn ein Rest-Verlust aus 2013 darauf "wartet", weitergetragen zu werden? Oder muss ich das sofort machen, sobald der Bescheid 2013 geändert wurde?

b) Kann ich dann als nächstes die Erklärung 2018 abgeben (bis spätestens 31.7.2019, hierzu bin ich wegen Arbeitgeberwechsel verpflichtet), OHNE eine Erklärung für die "Zwischenjahre" 2015, 2016 und 2017 einzureichen?

Ich würde für diese "normalen" Steuerjahre (2015-2017) gerne die 4 Jahre und die Verzinsung ausschöpfen - also die Erklärung für 2015 erst bis 31.12.2019, für 2016 bis 31.12.2020 und die für 2017 bis 31.12.2021 abgeben.

Geht das so?

Danke schonmal für die Hilfe!!
Pia

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?