nicht eingelöster Scheck - was nun?

4 Antworten

Ja, das ist rechtens.

Ein Scheck ist kein gesetzliches Zahlungsmittel, sondern lediglich eine Anweisung an die auf dem Scheck genannte Bank, den auf dem Scheck festgelegten Betrag auszuzahlen (auf die genauen Scheckarten und -unterschiede gehe ich hier nicht ein).

Wenn Du also jemand einen Scheck gibst, dann bleibt die zugrundeliegende Schuld solange bestehen, bis der Scheck eingelöst ist (die Bank den Wert ausgezahlt hat).

Die Gründe, warum die Firma den Scheck nicht eingelöst hat, können vielfältig sein, beginnend von einem Verlust durch die Post bis hin zu einem Verlust innerhalb der Firma.

Schau mal in den Spiegel und frage dann Dein Gegenüber, warum es das Konto nicht regelmässig kontrolliert, denn dann wäre schon längst aufgefallen, dass hier etwas nicht passt. Denn "da ist der Scheck und das wars für micht", das giltet hier nicht.

Einen Scheck einzulösen kostet bei den meisten Banken Gebühren und es fallen weitere Kosten (Porto, Fahrtkosten etc) an. Deshalb wurde der nicht eingelöst.

Woher willst Du das wissen?

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Scheckzahlung ist keine Erfüllung der Zahlungspflicht, sondern nur Hingabe erfüllungshalber.

Konkret gesprochen: Du bist weiterhin zur Zahlung verpflichtet.

Da Du den Scheck mit Sicherheit nicht per Einschreiben/Rückschein versandt hast kannst Du noch nicht einmal nachweisen, dass der überhaupt angekommen ist.

Es bleiben Dir 3 Sachen zu tun:

1. Den Scheck bei der Bank sperren lassen.

2. Den angemahnten Betrag zahlen.

3. Künftig Scheckzahlung vermeiden.

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung

Doch. Die Firma hat den Erhalt bestätigt, Sie aber nicht eingelöst, und verlangt jetzt auch noch Verzugszinsen, obwohl sie die Schecks längst hätte einlösen oder zurückweisen können.

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@Linus2018

Hätte können, hat aber nicht. Erfüllt ist erst, wenn der Scheck eingelöst ist.

Wieso stehen Details wie die Eingangsbestätigung nicht schon oben im Sachverhalt?

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@Privatier59

Tut mir leid, das hatte ich vergessen. Es ändert ja wohl auch nichts am Ergebnis.

Danke für die hilfreiche Antwort.

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“Hingabe erfüllungshalber“ - das ist ja ein Begriff, wie aus einem Rosamunde-Pilcher-Roman. Hab ich vorher auch noch nie gehört :-)

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