Neues Angebot bei Comdirect - als Einsteiger zugreifen?

3 Antworten

Dieses Jahr heißen die KomfortFonds, nächstes Jahr AllWetterFonds, dann RundUmSORGlosPaKeT und die Marketinger der comdirect werden sicher auch für die Folgejahre hinreichend lustige Begriffe finden.

Die comdirect springt damit offiziell auf den Zug der vermögensverwaltenden Fonds bzw. Multi-Asset-Fonds auf, die im letzten Jahr deutlliche Zuflüsse sahen. Man will partizipieren.

Die bei comdirect genannten Fonds sind für sich alle sehr gute Fonds, die man durchaus kaufen kann, aber da man sehr wahrscheinlich nicht das ganze Portfolio mit einem einzigen Fonds bestreiten will, muss man sich dennoch klar über eine Portfoliozusammensetzung werden. Dabei ist zu berücksichtigen, daß zwar einige der genannten Mischfonds sehr gut gelaufen sind, jedoch deutliche Unterschiede bei den Anleihenanteilen und Arten von Anleihen bestehen. Das wird nämlich von Bedeutung sein, wenn die ECB demnächst beginnt, massive Marktinterventionen durchzuführen, die das Preisgefüge künstlich verschieben. Die Auswirkungen auf den EURUSD und eine ggf. weitere Annäherung an die Parität sollten auch nicht vergessen werden. Das wiederum beeinflußt die Entscheidung für europäische vs. globale Fonds.

Zumindest drei der Fonds, Ethna Aktiv, BGF Global Allocation und Nordea Stable Return sind sicher als Kern eines pflegearmen Portfolios geeignet - auch im Hinblick auf die weiteren vermuteten Entwicklungen der Märkte.

Allerdings hätte ich mit 44 nicht auf einen derart harmlosen Satz an Mischfonds gesetzt, sondern deutlich mehr Aktien beigemischt. Einige Märkte stehen derzeit auf Höchstkursen, d.h. ein Einstieg dort wäre mit einem gewissen Risiko verbunden.

Daher wäre der etwas aktienlastigere BGF Global Allocation in Verbindung mit einem der anderen vielleicht das Startinvestment, kombiniert mit einem Emerging Markets Aktienfonds und vielleicht einem Fonds für europäische Dividendenwerte. In einer Phase der stärkeren Kursrückgänge kann man dann ggf. von den Mischfonds weiter in Aktienfonds umschichten, um dort die nachfolgende Erholung mitzunehmen.

Schau Dir mal die Kursverläufe und Reaktion dieser Fonds auf kleine und mittlere Krisen an... prüfe, ob die Gesamtzusammensetzung wirklich das reflektiert, was Du langfristig im Portfolio halten möchtest. Setze Sparpläne auf, die die Positionen weiter aufstocken. Ja, und es ist nicht verboten, Beratung zu suchen, denn letztendlich bringt das noch eine gewisse Erfahrung mit ins Spiel, welche Fonds warum in der Vergangenheit so gut gelaufen sind und wie sich das auf eine hypothetische Zukunft übertragen lassen wird.

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Wieso sind die 3 genannten Fonds besser als Kern geeignet als zb die anderen? Ist es nicht riskant in Märkte zu investieren, die auf Höchststand stehen? Ich persönlich möchte nicht nochmal so ein Desaster erleben. In einer anderen Frage habe ich gelesen, dass der BGF Global Allocation nicht geeignet ist um diesen jetzt zu kaufen. Er habe die letzten Jahre immer Rückenwind gehabt und wird die eigene Anlagestrategie nicht verändern und deshalb demnächst auch dadurch schwächeln.  Dabei spielt der Dollar wohl eine Rolle.

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Das sind die Fonds, die gute Berater defensiv ausgerichteten Investoren (oder gebranntes Kind) vor drei oder vier Jahren verkauft haben. Seither hatten Sie Rückenwind von allen Seiten. Aktien, Renten Dollar, alles ist gestiegen. Diese Fonds auch. 

Der Rentenanteil ist aber heute mehr ein Thema für "Scheinsicherheit" und Dollar und Atien schwanken. Die vernachlässigbar niedrigen Leitzinsen sorgten für eine starke Korrelation der drei Anlageklassen.

Wenn es noch Jahre so weiter geht, ist es egal was du machst. Wenn eine Korrektur kommt, schützt dich die Aufteilung auf Aktien, Renten und Währungen nicht vor herben Verlusten. Du hast also bei den Fonds gute Chancen, jetzt einzusteigen und fünf oder zehn Jahre später frustriert und mit Verlust auszusteigen. Gute Berater verkaufen heute defensiven Anlegern oder gebrannten Kindern, die nicht investiert sind, ganz andere Fonds. Mehr Richtung DWS Concept Kaldemorgen oder in D zugelassene Hedgefonds, oft auch Vermögensverwalterfonds, die wesentlich mehr Aktienmöglichkeiten haben als die genannten.

Du hast schlechte Erfahrungen mit Beratung gemacht, dann aber auch schlechte Erfahrungen mit dem selber machen (oder was wäre aus den Fonds seit dem Verkauf letztes Jahr geworden?). Angesichts deiner noch über 20 Jahre bis zur Rente wärst du mit Vermögensverwalterfonds, die bis zu 100 % in Aktien gehen können, wesentlich besser aufgehoben. Ob das auch ohne Berater klappt, wage ich aber angesichts deiner Historie zu bezweifeln.

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Wie unterscheidet sich denn der DWS Kaldemorgen zu den KomfortFonds? Ich hab jetzt mal nachgesehen. Ist ja auch ein Mischfonds.

Wo liegt der Unterschied zwischen einen Mischfonds und einem Vermögensverwalterfonds?

Was wäre daraus geworden? Naja, jedenfalls weiterhin kein Gewinn. Meine Berateranlage hat es nicht geschafft in 14 Jahren die Verluste aus 2001 auszugleichen. Hinzu kam nochmal ein Kurseinbruch 2009. Jetzt wo das wenigstens wieder ausgeglichen war habe ich mich getrennt und bin damit auch glücklich. Unterm Strich bleiben 14 Jahre ohne Gewinne. Laut Berater hätte ich direkt nach Einbruch 2001 verkaufen sollen. In Anbetracht der Tatsache, dass mein komplettes Geld dann weg gewesen wäre habe ich mich dazu entschieden zu warten bis es wieder mehr wert ist.

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@blabla2025

Jedenfalls wenn du dem berater nicht eingeredet hast, dass es so eine Anlage muss, hattest du einen schlechten Berater. Es gibt den Metzle wachstum International und es gibt einige Techfonds, die ihre alten Höchststände nicht erreicht haben nur hat die kein guter Berater als Einmalanlage und schon gar nicht als Alleinanlage verkauft. Sparpläne in die Fonds sind hoch im plus.

Was ist der Unterschied. Der eine hat wesentlich mehr Möglichkeiten, bei sich ändernder Windrichtung Verluste zu vermeiden und Gewinne einzufahren als die andere. Das hat zumeinen mit echten Anlagegrenzen (lt. Verkaufsprospekt), zum anderen mit dem Fondsmanager, Portfolio und dessen Zusammensetzung zu tun.

Einen Eindruck davon, wie die Fonds auf Veränderungen reagieren, kriegst du bei Bernankes Tapering-Ankündigung im Mai 2013. Also alle Fonds in der Zeit von 20. Mai bis 25. Juni übereinanderlegen. Man sieht die sehr starke Korrelation aller Fonds. 

Mein Thema ist aber ein anderes. Es wird noch viele Einstiegschancen und vielleicht auch deutlich größere wie die vom Juni 2013 geben. Ich denke an die Crashs von 1998 und 2011. Wenn dich das verunsichert und du darauf womöglich reagierst, müsstest du wesentlich defensiver anlegen. Wenn dir ein Berater die Unsicherheit nimmt, kann es auch wesentlich offenisver ssein, was in Wirklichkeit für dich Sinn macht.

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43
@blabla2025

Nochmal überlegt gibt es auch eine einfache Lösung ohne Berater.  Nimm einfach Dachfonds (Sauren Stable growth, Pioneer Multi Manager Best Select). Das mehr an Chancen bei in Zukunft tendenziell vergleichbarer Schwankung sorgt dafür, dass die in Zukunft für dich wesentlich interessanter sind als die etwas offensiveren KomfortFonds. Die anderen kommen für dich eh nicht in Frage.

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Wie würdest Du momentan 240.000€ anlegen, mittelfristig bis 10 Jahre und "relativ" sicher?

Ich bin momentan überfragt und weiss nicht weiter. Habe diese Woche mein vollständiges Aktiendepot liquidiert. Bin genervt von den ewigen Schwankungen. Kaum habe ich mal 10% Gewinn kommt die nächste Korrektur und es werden 10% Verlust draus. Das habe ich jetzt die letzten Jahre schon desöfteren erlebt und dazu habe ich keine Lust. Momentan bin ich etwas im Plus, daher meine Entscheidung erst einmal auszusteigen, damit ich nicht schon wieder ins Minus falle und ewig versuche die Verlsute wieder gut zu machen. Hab morgen ein Beratungsgespräch bei der Deutschen Bank. Aber ganz so interessiert scheinen die von dem Betrag nicht zu sein. Ich bekam nur zögerlich einen Termin. Finde ich schon etwas arrogant, aber mal sehen was die mir anbieten können. Habe auch schon bei der VR Bank angeklopft. Der Filialleiter hat unseren Termin wieder abgesagt, da er sich mit Wertpapiere nicht gut genug auskennt. Nun will er eine Expertin schicken. Auf den Termin warte ich schon 4 Tage. Komisch, daß die auch nicht sonderlich interessiert sind. Kein Wunder daß die Zweisgtellen nach und nach zumachen, wenn ich es mit Schnarchnasen zu tun habe, die für den Betrag keinen Finger mehr rühren wollen. Da frage ich mich, ob es nicht doch besser ist das ganze wieder selbst in die Hand zu nehmen. Habe schon eine Eigentumswohnung in meiner Nähe entdeckt für 159.000€. Leider etwas klein mit 58qm. Aber eine Rendite über 4,9% angeblich. Leider auch schängerechnet. Die berechnen die Rendite über den Kaufpreis. Ich meine ich muß noch die Kaufnebenkosten berücksichtigen und zudem die Rücklagen, dann komme ich auf eine ganz andere Rendite. Aber was solls, So rechnen nicht alle und somit ist die Immobilie schon wieder reserviert. Daher muss ich weiter suchen. Vielleicht habt ihr ja noch eine Idee für mich. Vielen Dank im Voraus.

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